Little Brompton gives up

Wie in meinem vorherigen Blogeintrag erwähnt, ist es ziemlich heiß hier und das Klima ist tropisch und schwül. Wir haben uns also angewöhnt, wie ich es schon “damals” in Costa Rica gemacht hatte, früh zu starten und die Mittagshitze zu vermeiden. So sind wir morgens vor der Sonne und allen anderen auf der Straße, was ziemlich angenehm ist und können guten Gewissens gegen 9/ 10 Uhr für eine Weile stoppen, wenn es zu warm wird.

Malaysia ist ein ziemlich günstiges Land zum Reisen. Die Gesamtkosten von 25$AUS, die ich in Australien für die gesamten drei Monate für Übernachtungen ausgegeben habe, kann ich dennoch nicht toppen. Da es hier in der Hitze nach einem schweißtreibenden Tag auf dem Rad nicht sehr angenehm ist zu zelten, haben wir bislang nachts ein Zimmer genommen. Die Preisspanne dafür liegt bis jetzt zwischen 7€ und 15€ pro Nacht für uns Beide zusammen, größtenteils für ein Zimmer mit Bad und Klimaanlage. Um die Energiereserven wieder aufzufüllen stoppen wir meistens 3 mal am Tag in einen der vielen kleinen Restaurants am Straßenrand. Dort geben wir im Durchschnitt 2-3 € für Essen +Getränk für uns Beide aus. Für mich ist es auf dieser Reise eine ganz neue Erfahrung nicht zu kochen und keinen Haferschleim zum Frühstück zu haben. Manchmal ist es sogar ziemlich schwer, wenn man hungrig und erschöpft vor dem riesen Menü steht, was man anfangs nur halbwegs lesen konnte und entscheiden soll, was man essen möchte. Zum Frühstück ist das malaysische Brot, Roti Canai genannt, sehr lecker. Es wird aus Wasser, Mehl, Öl und Salz hergestellt, sieht aus wie ein Pfannkuchen und man bekommt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Es wird beispielsweise mit Ei, Banane, Sardinen, süß oder ohne alles gebraten. Serviert wird es mit es mit Dahl (indischer Soße aus Linsen hergestellt) oder mit der Soße von einem Curry.

Schon den ersten Tag, nachdem wir die Grenze überquert hatten, schwächelte Hamishs Fahrrad leider ein bisschen. Hamish hatte sich entschieden sein faltbares Brompton Fahrrad mitzunehmen, falls er auf Grund seines Fußes auf den Bus umsteigen muss. Er war schon vorher einmal damit getourt, als das Rad noch etwas jünger war. Diesmal schien es nach und nach den Geist aufzugeben.
Tag 1: Eine Speiche hinten gebrochen
Tag 2: Eine Speiche vorne, eine Speiche hinten gebrochen
Tag 3: Pausentag, beim Speichen einstellen, eine Speiche vorne gebrochen
Somit waren die mitgebrachten Ersatzspeichen aufgebraucht. Am Tag 4 haben wir Fahrräder getauscht, da ich ein paar Kilo leichter bin und es die Speichen vielleicht ein bisschen entlasten würde. Als wir nach 50km zum Frühstück gestoppt haben, sind plötzlich ohne, dass auch nur einer auf dem Rad saß, zwei Speichen hinten gebrochen. Game over. Ein Plan B musste her. Hamish ist mit dem Bus nach Kuantan, der nächst größere Stadt an der Ostküste gefahren und ich bin mit dem Fahrrad weiter. Nach meinem bislang längsten Tag auf meinem gesamten Trip (143km) bin ich schon am nächsten Tag ebenfalls in Kuantan angekommen. Nach etwas Hin-und Herüberlegen haben wir am Montag dann einen Tagesausflug mit dem Bus nach Kuala Lumpur, der an der Westküste gelegenen Hauptstadt,  gemacht. Hamish hat ein neues Fahrrad gekauft und sein altes nach Hause geschickt. Am Dienstag ging es also weiter, Hamish auf seinem neuen, pinken, vielleicht auch lila farbenden Brompton(es war im Angebot).
Wir sind bis Chareting gefahren, wo mich dann endgültig eine dicke Erkältung eingeholt hat. Wir haben daraufhin in dem kleinen Ort zweieinhalb Tage Pause gemacht, bevor es Freitag noch ziemlich verschnupft weiter ging. Ich kann einfach nicht still sitzen.


The english version follows! Sorry

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Singapore- Gateway to Malaysia, my 11th country

Für alle Leute, die noch nie in Asien waren (wie ich), soll Singapur die „sanfte Art und Weise sein“, anzukommen. Es ist eine sehr moderne, saubere und entwickelte Stadt, in der man trotzdem Wohnviertel und Lebensweisen unterschiedlichster Art findet. Während unserer drei Tagen dort, haben wir versucht so viele Gegenden, wie möglich zu erkunden und uns an die extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen.

Um vom Singapur nach Malaysia zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten. Man fährt entweder über die Brücke, die die beide Länder miteinander verbindet oder man nimmt ein Boot von der nördlichen Spitze Singapurs nach Malaysia. Wir haben uns für das Boot entschieden, was jedoch die Besonderheit hat, dass es zu keinen geregelten Zeiten abfährt. Sobald zwölf Leute am kleinen Fährenterminal erscheinen, geht es los. Wie hatten Glück, dass wir nach schon 1,5 Stunden mit nur 3 Leuten losgefahren sind. Normalerweise muss jemand die Kosten für die fehlenden Gäste übernehmen, wenn man eher ablegen möchte. Vielleicht hatte der Bootfahrer ja aber Feierabend oder eine Verabredung in Malaysia, wer weiß. Die Einreise in mein nun schon elftes Land war super einfach. Es wurde weder nach Einreisegrund, Dauer oder Adresse gefragt, geschweige denn wurde das Gepäck kontrolliert. So ging das ganze wenigstens schön flott.

Die Temperatur draußen hatte sich durch die 45-minütige Bootsfahrt nicht sonderlich geändert. In der prallen Mittagshitze haben wir also unsere ersten Kilometer in Malaysia zurückgelegt. Schnell aufgefallen ist, dass die südliche Ostküste Malaysias durch Palm-Öl Plantagen geprägt ist. Für etliche Kilometer sieht man einfach eine Palme nach der Anderen. Wenn man so vor sich hin fährt stellt man sich dann auf einmal die Frage, aus welchem Teil der Palme wohl das Öl gewonnen wird. Obwohl sich die Palmen auf den Feldern in der Größe unterschieden haben und wir zuerst vermutet haben, dass vielleicht der ganze Baum zur Gewinnung gefällt werden muss, lagen wir falsch. Es sind die Früchte, die geerntet werden und aus denen das Öl gewonnen wird.

Nach einem langen ersten Tag, glücklich, zurück auf dem beladenen Fahrrad, hat das Essen und erst recht meine künstlich aromatisierte Bananenmilch, die ich einfach kaufen musste, gleich doppelt so gut geschmeckt.


For all the people who haven’t been to Asia (like me), Singapore is supposed to be the “gentle way” to arrive. It is a very modern, clean and developed city, where you can still find a lot of different urban areas and different lifestyles. During our three days there, we tried to explore as many areas as possible and we also attempted to get used to the extreme heat and humidity.

There are two ways to get from Singapore to Malaysia. You can either go over the bridge which is connecting the two countries or you take a boat from the eastern tip of Singapore to Malaysia. We decided to take the boat even though it had the downside not having a fixed schedule – it leaves as soon as there are twelve people ready to leave at the small ferry terminal. We were lucky that we only had to wait 1.5 hours, departing with only 3 people. Normally, someone has to pay the costs for the missing passengers if you want to leave before there are 12 passengers. Perhaps it was the last ride for the captain that day or he had an appointment in Malaysia… who knows. The entry into my 11th country was super easy. The officer didn´t ask for the reason to enter Malaysia, nothing about how long we were going to stay or an intended address.. and our bags didn´t get checked either. So we sped through customs very quickly.

We started our cycled our first kilometers in the blazing Malaysian midday heat. We noticed soon that the southern east coast of Malaysia is dominated by palm oil plantations. For a kilometers on end you see palm tree after palm tree. While we were riding along we began to wonder from which part of the palm tree the oil is extracted. Because I saw quite a few fields with different sized palm trees along the way, I first guessed that perhaps the whole tree is felled for extraction. It turned out I was wrong. It is the fruit that is harvested and from which the oil is extracted.

After a first long day back on my loaded bicycle, the food, and even more so, my artificially-flavored banana milk, which I had to buy when I layed eyes on it, tasted twice as good.

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Kayaking with dolphins

Über 6 Wochen bin ich nun schon zurück in Auckland. Einerseits kommt es mir wie eine sehr lange Zeit vor, in der ich nicht wirklich viel gemacht habe und andererseits scheint es erst letzte Woche gewesen zu sein, dass ich von Hamish am Flughafen abgeholt worden bin. Die letzten zwei Wochen haben wir uns die Zeit mit Spaziergängen, Spieleabenden und Reiseplanung vertrieben. Ich hatte mir kurz nach meiner Operation ein paar Malsachen gekauft, sodass ich die vier Wochen, in denen ich sportlich durch den Heilungsprozess super eingeschränkt war, kreativ sinnvoll nutzen konnte. Ich habe mich außerdem ein bisschen um meine Ausrüstung gekümmert. Ich hatte blöderweise vor einiger Zeit meine Zahncreme in meinem Zelt vergessen, als ich es zusammen gepackt habe. Die Folge waren etwa 15 kleine Löcher über das ganze Außenzelt verteilt, verursacht von den scharfkantigen Ecken der Zahncreme. Jetzt sind alle Löcher mit speziellem Tape geflickt und das Zelt wieder einsatzbereit.
Nicht vorhersehbar mussten auch an meinem Rad ein paar Teile ausgetauscht werden. Als ich wegen meiner Schaltung im Radladen war, stellte sich heraus, dass meine Schaltringe, die Kette und die Kassette relativ abgenutzt waren. Ich schätze, ich fahre einfach zu viel Fahrrad;) Zu einem fairen Preis wurde alles Nötige erneuert. Ich kann mich hier nur nochmals bei meinem Sponsor Micheal Kracke bedanken, der die Kosten für die Reperatur übernimmt.  Letzte Woche hat mich Kevin besucht. Das war eine sehr nette Abwechslung. Ursprünglich aus Schottland war er ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs, als ich Neuseeland bereist habe. Ich hatte ihn damals 3 Mal getroffen. Zur Zeit arbeitet er auf einer Farm hier in der Nähe.

Letzten Dienstag ist dann endgültig das Planungs- und Packchaos ausgebrochen. Dennoch sind wir Mittwochfrüh spontan zu einer Kajaktour aufgebrochen, da für mich die vier Wochen Schonungszeit endlich rum waren und ich immer noch nicht beim Rangitoto Island war. Die Wettervorhersage war ganz gut und der Wind sollte erst am Nachmittag stärker werden. Natürlich war dem nicht so, …wir sind in Neuseeland! Ich hatte ganz schön zu kämpfen auf dem Weg zurück. Völlig erschöft (zumindest meine Wenigkeit) gerade wieder in Ufernähe angekommen, haben wir ein paar Meter von uns entfernt Delfine gesehen. Wir sind also anstatt zum Strand zurück zu paddeln den Delfinen für etwa 20 Minuten gefolgt, so nah, dass man sie unterm Kajak sehen konnte und sie 1 Meter von uns entfernt immer wieder aufgetaucht sind. Zwei Mal ist sogar einer komplett auf dem Wasser gesprungen.
Es war nicht das erste Mal, dass ich Delfine auf dieser Reise gesehen habe, aber das erste Mal von so nah. Eine sehr einzigartige Erfahrung:)

Das Wetter war übrigens die meiste Zeit nicht wirklich so gut, wie es auf den Fotos aussieht. Es ist bislang wohl ein sehr milder Winter, aber die letzten Wochen war es oft sehr regnerisch und windig. Es wird Zeit wieder in ein Land mit wärmerem Wetter zu reisen. Taschen und Fahrräder sind nun so gut wie ge-/verpackt. Morgen geht es zum Flughafen. Ich bin sehr gespannt… auf nach Asien!


It´s been 6 weeks since I arrived back in Auckland. On one hand it felt like a very long time in which I haven´t really done much. On the other hand it seems that it was just yesterday that Hamish picked me up at the airport. The last two weeks we spent time taking some walks, hosting game nights and planning for our trip. Just after my surgery I bought some painting materials. This gave me something to do while I was limited by the healing process. I also did some maintenance on my bike and camping gear. A while ago I forgot to take my toothpaste out of my tent when I packed it up. This unfortunately resulted in about 15 small holes spread out all over the entire fly, caused by the sharp corners of the toothpaste tube. I was able to patch all the holes with a special tape and the tent is good to go again. Unexpectedly, some parts on my bike needed to be replaced as well. While at the bike shop to get my gears adjusted, they told me that my chain rings, the chain and the cassette were relatively worn. I guess I´m cycling too much;) At a fair price, everything necessary was replaced. Thanks again to my sponsor Micheal Kracke who is paying for the service.

Last week my friend Kevin came to visit me which was a very nice change. Originally from Scotland, I first met him when we were both bike touring around New Zealand. During that trip we had met on three separate occasions. He is currently working on a farm north of Auckland which made it easy for him to come down and visit.

Last Tuesday, 3 days before our flight, we started intense planning and packing. In the midst of this we spontaneously went out on a kayak trip Wednesday morning. My four weeks of healing and recovering time finally were over and I had wanted to kayak to Rangitoto Island for a while. The weather forecast was quite good and the wind was expected to not become stronger until the afternoon. Of course that was wrong … we are in New Zealand! It was really hard work on the way back into the wind. Totally exhausted (at least me) we got back close to the shore again when we suddenly spotted some dolphins a few meters away from us. So instead of paddling back home to the beach we followed the dolphins for about half an hour, so close that you could sometimes see them underneath the kayak. They often came up just a meter away from us und two times one of them even jumped fully out of the water. It was not the first time that I have seen dolphins on this trip, but the first time I have been so close to them. A very amazing experience :)

The weather was not really as good as it looks in the photos most of the time. It is probably a very mild winter, but the last few weeks it was often very rainy and windy. It’s time to travel again to a country with warmer weather. Bags and bicycles are now packed. Tomorrow we go to the airport. I’m very excited to experience Asia!

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Next flight is booked- happy to get back on my bike again!

Es ist so weit… meine Reise geht weiter und es geht endlich zurück aufs Rad. Nach drei Wochen Genesen und Ruhen kribbelt es langsam ganz schön. Es wird Zeit wieder aufzubrechen, sich auszupowern, neue Orte zu erkunden und neue Menschen kennen zu lernen. Letzte Woche habe ich meinen Flug aus Neuseeland gebucht. Am 28.7.2017 werde ich nach Singapur fliegen, von wo aus ich plane mit dem Fahrrad Richtung Norden durch Malaysia, Thailand und Kambodscha bis nach Vietnam zu fahren. Hamish wird mich für einen Monat bis nach Süd Thailand begleiten.
Ich bin gespannt auf meine erste Begegenung mit Asien. Es warten wärmeres Wetter, neue fremde Kulturen und viele verschiedene Gerichte, Snacks und Früchte zum Probieren.
Da ich weiterhin noch keine vollen 100% geben darf, wird die kommende Woche noch ziemlich entspannt aussehen und auch die ersten Wochen in Asien werde ich es langsam angehen lassen müssen. Aber immerhin ein neues Land, neue Leute und wieder zurück auf meinem geliebtem Fahrrad!


Finally… my journy continues and I´m going to be back on bike soon. After three weeks of recovering  and resting, I´m itching to go again. It´s time to carry on, explore new places and meet new people. Last week I booked my flight out of New Zealand. I will fly to Singapore on July 28, 2017, from where I plan to cycle northwards through Malaysia, Thailand and Cambodia to Vietnam. Hamish will join me for a month travelling up to South Thailand.
I am curious about my first encounter with Asia. It´s going to be warmer weather, there are new and interesting foreign cultures to learn about and many different dishes, snacks and fruits to be tasted.
Since I´m still not able to give a 100%, the upcoming week will still look quite relaxed as well as the first few weeks in Asia I´ll probably have to take it slow. But what is important for me is that I´m going to be in a new country, I´m going to meet new people and i will be back on my beloved bicycle.

Cripple Club Devonport- not only in love with my bicycle anymore!

Auf meiner Reise waren die Flüge bislang der einzige Teil, der wirklich geplant und vorweg gebucht war. Doch auch das kann sich, wie ich feststellen musste, unter gewissen Umständen plötzlich ändern. In Neuseeland hatte ich die letzten zwei Wochen im März, während ich zurück nach Auckland geradelt bin, Gesellschaft von Hamish. Wir hatten uns gut verstanden und während meiner Zeit in Australien festgestellt, dass wir uns noch mal sehen wollten. Hamish hatte sich „damals“ auf einer Wanderung, kurz bevor ich nach Australien geflogen bin, drei Mittelfußknochen gebrochen, wodurch seine Reisefähigkeit ziemlich eingeschränkt war. Ich habe also umgebucht und bin nicht von Brisbane, wie ursprünglich geplant nach Bangkok geflogen, sondern es ging am 10. Juni 2017 wieder zurück nach Neuseeland, Auckland.

Hamish und ich genießen die Zeit zusammen. Wir haben einen kleinen Trip Richtung Norden gemacht und ein paar Verwandte besucht und leben sonst so in den Tag hinein. Da ich mich im Secondhandladen mit ein paar Klamotten und Laufschuhen ausgestattet hatte, gehe ich fast jeden Tag laufen. Mir fehlt das Radfahren und die damit verbundene sportliche Betätigung, die ich sonst jeden Tag hatte.
Zwischenzeitig war hier ein Paket von dem Fahrradladen ´Zweirad & Service Kracke´ mit ein paar Ersatzteilen angekommen, sodass ich ein bisschen an meinem Fahrrad werkeln konnte. Vielen Dank nochmal  an Micheal Kracke und sein Team für die Unterstützung!

Letzte Woche Dienstag bin ich abends mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus gefahren, wo sich nach einigen Untersuchungen herausstellte, dass ich eine entzündete Gallenblase und drei Gallensteine habe. Ich wurde Mittwochnachmittag operiert und durfte Donnerstag glücklicherweise schon wieder nach Hause, mit drei Gallensteinen in einem Döschen als Souvenir. Seitdem ist Schonen angesagt, was mir so gar nicht gefällt. Im Prinzip ist es aber gutes Timing gewesen, dass ich gerade in Neuseeland war, als ich solche Schmerzen bekommen habe. Ich hätte jetzt schließlich auch irgendwo in Thailand unterwegs sein können. Hier habe ich zumindest ein Zuhause und jemanden, der sich sehr lieb um mich kümmert. Zudem hatte ich noch keinen Flug gebucht, was es mir erlaubt, ganz „entspannt“ abzuwarten bis alles verheilt.

Nun sind es schon zwei Krüppel, die in den Tag hinein leben und noch eingeschränkter sind, als vorher. Aber wir machen das Beste daraus;) Wenn ich wieder komplett fit bin und meine Schonungsphase hinter mir habe, werde ich nach Asien fliegen. Abhängig davon, wie die Heilung von Hamishs Fuß weiterhin verläuft, habe ich in Asien vielleicht sogar Begleitung:) Bis dahin muss ich abwarten und Tee trinken… hier ist ja schließlich Winter.


On my trip so far the only fixed travel plans that I have had are the flights that  I booked in advance. But I have discovered that these can also change under certain circumstances. In my last two weeks travelling New Zealand in March, I had some company from Hamish who cycled back to Auckland with me. We got along with each other really well and during my time in Australia we realized that we wanted to see each other again. Hamish broke several bones in his foot on a hike we did together just before I left New Zealand to fly to Australia, which meant that his ability to travel was quite limited. That´s why I changed my flights and flew from Brisbane back to Auckland, New Zealand on June 10, 2017 instead of Bangkok as originally planned.

Hamish and I are enjoying our time together. We took a small trip up north and visited a few of his relatives. Every day we do pretty much whatever we wanna do. I bought some clothes and running shoes in a second-hand shop and I go for a run almost every day. I miss being on my bike  for most of the day and the associated sporting activity which I previously had nearly every day.

While staying in Auckland a package from the bicycle store ‘Zweirad & Service Kracke’ arrived with a few spare parts so I could work on my bike a little bit. Thanks again to Micheal Kracke and his team for the support!

Last week on Tuesday night I suddenly experienced serious pain in my stomach.  We went to the hospital where they found out that my gallbladder was inflamed and that I had three gall stones. I had surgery on Wednesday afternoon to remove my gallbladder. Fortunately I could leave hospital the next day and go back home with my three gall stones in a small container as a souvenir. Since then I need to take it easy, which isn´t quite my favourite thing. It was fortunate that I was in New Zealand when this happened. I could have been traveling somewhere in the middle of nowhere in Thailand by that time. Here at least I have a safe place to stay and someone who is attentive to me. Another good thing is that I have not booked a flight out of New Zealand yet, which allows me to relax and wait until everything is healed properly.

Now we are two cripples that live for the day and are even more limited than before. But we make the most of it ;)
When I am fully recovered, I will fly to Asia. Depending on how the healing of Hamish’s foot goes, I may even have some company in Asia :) Until then I have to wait and see!

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Up to Fraser Island… or maybe not!

In Brisbane habe ich mich nicht wirklich lange aufgehalten. In einer großen Stadt merke ich immer wieder, dass es zum Radeln viel zu stressig, laut und gefährlich ist. Wenn man sich nicht wirklich intensiv mit einer Stadt beschäftigt, sehen sie auf eine Art und Weise sowieso immer ziemlich ähnlich aus. So habe ich mich auf dem Weg von der südlichen Spitze zur nördlichen Spitze Brisbanes, von einem Warmshower Host zum nächsten Warmshower Host ein bisschen umgesehen. Ich war allerdings froh, als ich Downtown dann wieder hinter mit gelassen hatte.

Ich konnte etwas von meinem Gepäck bei meinen zweiten Warmshower hosts in Brsibane deponieren. Von dort aus bin ich Richtung Norden aufgebrochen. Mein Plan war es Richtung Fraser Island zu radeln, vielleicht einen kleinen Trip auf die Insel zu machen (ohne Rad, da es eine Sandinsel ist) und dann wieder zurück nach Brisbane zu meinen Hosts zu fahren. Im Endeffekt bin ich nie bei Fraser Island angekommen. Es war am Ende nur ein kleiner Ausflug, eine Rundtour Richtung Norden, vorbei an den Glashouse Mountains, entlang der Sunshine Coast, hoch bis Noosa. Als ich von einigen Leuten empfohlen bekommen habe, eine geplante Schotter-/ Sandstraße zu meiden, habe ich angefangen hin-und her zu überlegen. Mir war es den Umweg nicht Wert, um zu sagen, dass ich auf Fraser Island gewesen bin. Eine Erkundung hätte sich ohne 4W Drive und ohne eine gebuchte Tour (bloß nicht:) ) als schwierig erwiesen. Ich habe also die gewonnene Zeit für einige Extratouren genutzt.  Da ich mich für ein paar Tage nicht 100-prozentig fit gefühlt habe, habe ich an diesen Tagen nicht ganz so viele Kilometer geschafft.  Von Gympie aus ging es durch das Tal ´Mary Valley´ wieder Richtung Süden. Das Anstrengendste in den zwei Wochen war wohl der Tag von Obiobi nach Mapleton und dann auf der Blackall Range durch Montville nach Maleny. Der gekennzeichnete steile Anstieg war diesmal wirklich unmenschlich steil. Wohnmobile und LKW etc. waren gar nicht erst erlaubt auf der Straße. Sie hätten wahrscheinlich genauso welche Schwierigkeiten gehabt wie ich, den Berg hoch zu kommen. Es war zwar immer hart bei dem Steigungsgrad der Straße wieder aufs Rad zu kommen, aber nach einigen Ministopps, viel Schweiß, und einer kaputten Pedale, war es irgendwann geschafft. Meine Muskeln waren nicht gerade begeistert, als es auch danach noch auf dem Kamm mit einigen kleinen steilen Hügeln weiter ging. Das einzig Gute und Atemberaubende war die Aussicht von dort. Man konnte bis zum Meer sehen und auch die Glashouse Mountains habe ich noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive gesehen.

Auch, wenn ich es nicht zu Fraser Island „geschafft“ habe, waren es dennoch zwei tolle letzte zwei Wochen in Australien. Die letzten Tage zurück in Brisbane bin ich neben dem üblichen Packchaos noch mit meinen Hosts wandern gewesen, was dank einem hervorragenden und sarkastischem Humor der Beiden ein riesen Spaß war.

Und dann war es am 10. Juni auch schon wieder Zeit in den Flieger zu steigen!


I didn´t spend much time in Brisbane itself. I always notice as soon as I cycle in a big city, especially with a packed bike that it is too stressful, loud and dangerous. If you don´t really invest much time in getting to know details about a city or in reading about places and the history, most of them look quite similar in a way. So I only had a quick look around Brisbane on the way from the southern tip to the northern tip of Brisbane; cycling from my first warmshower host to my next warmshower host. I was glad once I had left the busy area behind.

I was able to leave some of my luggage with my second Warmshower host in Brsibane. From there I was heading up north. My plan was to cycle towards Fraser Island, maybe do a small trip onto the island (without my bike, as it is a sand island) and then cycle back to my host in Brisbane. In the end, I never got to Fraser Island. So it was only a small trip, a round trip up north, past the Glashouse Mountains, along the Sunshine Coast, up towards Noosa. I had planned to take a shortcut which I knew would be a sandy/ gravel road. But when some people recommended me to avoid this road with my bike I began to think about it. For me the detour didn´t seem worth the effort just to be able to say I’ve been to Fraser Island. Exploring the island would have proved difficult without a 4W drive and without a booked tour (I´m not a big fan of those :)).

So in the end I used the time I gained for some more cycling. I didn´t completely feel well for a few days, so that I´ve had a some short days on my bike. When I reached Gympie I started heading south again through ‘Mary Valley’. The most strenuous days in my two weeks up north was cycling from Obiobi to Mapleton and further along the Blackall Range through Montville to Maleny. This time the marked steep climb was inhumanly steep. Motorhomes and trucks etc. were not even allowed on that road. They probably would have had the same trouble as I did getting up this mountain. It was always hard to get back on the bike caused by the steep grade of the road. But after a few short stops, lots of sweating and a broken pedal, I finally made it. My muscles were not very enthusiastic when it turned out that the road winding along the top of the range included quite a few small steep hills. The only advantage was the incredible and breathtaking view from there. You could view all the way to the ocean and I was also able to see the Glashouse Mountains again but from a totally different perspective.

Even though I didn´t “make it to Fraser Island”, I enjoyed my last two weeks cycling in Australia a lot. The last few days back in Brisbane, I boxed my bike and did some packing. Apart from the mess I made I went for a few hikes with my hosts. It was so much fun thanks to the excellent and sarcastic humor of my hosts.

On June 10th it was time to go! Bye Australia!

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On inland back roads up to Brisbane

Brisbane schien von Port Macquarie gar nicht mehr so weit entfernt zu sein. Wie schon zuvor habe ich versucht den autobahnähnlichen Freeway von Süden nach Norden zu meiden. Zur Auswahl standen ganz normale asphaltierte Nebenstrecken, unterschiedlichste Schotterpisten oder auch mal ein riesiger Sandkasten, der eine Straße darstellen sollte. Es war teilweise ziemlich anstrengend, aber alles besser, als der durchgehende Lärm, schnelle vorbei sausenden Autos und die Gefahr von einem solchen oder einem herumfliegenden Gegenstand vom Rad geholt zu werden. Ausnahmsweise habe ich auch mal wieder ein paar lange Tage auf dem Rad verbracht, was gut tat:)

Landschaftlich war es weiterhin super schön. Die Strände waren atemberauben und auch wenn ich mal nicht in Küstennähe geradelt bin, war die Umgebung relativ abwechslungsreich.
Mir hatten viele Leute zuvor gesagt, dass sich das Klima, je weiter ich Richtung Norden fahre, ändern würde. Ich hatte nicht angenommen, dass man es wirklich merken wird, aber das tut man. Es wurde immer wärmer und auch die Vegetation hatte sich geändert, je näher ich Brisbane kam. Auf einmal konnte ich nicht nur Äpfel am Straßenrand pflücken, sondern auch Mandarinen. Ich bin an riesigen Zuckerrohr Feldern, Macadamia Nuss- und Bananen Plantagen vorbei gefahren.

Genau wie in einigen Ländern zuvor, treffe ich jeden Tag aufs Neue einzigartige Menschen. Die Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft hier in Australien ist unglaublich. Sei es, dass ich in einem kleinen Ort mein Zelt aufschlage und mir von einer Dame im Haus nebenan Suppe raus gebracht wird oder ich auf ein Tee, ein Gläschen Wein oder Essen ins Haus eingeladen werde.
Oft sprechen mich Leute an, wenn sie mich mit meinem beladenen Fahrrad sehen. Aber auch wenn ich selbst auf fremde Leute zugehe, um vielleicht mal wieder zu fragen, ob ich im Garten zelten könnte, sind alle sehr lieb. Manchmal ist der erste Blick skeptisch und die Leute sind sehr zurückhaltend. Vielleicht fragen sie sich in dem Moment immer noch, wie um Himmels Willen ich doch alleine und auf diese Art und Weise reisen kann. Es dauert aber nicht lange, bis man seine Scherze macht, Erlebnisse von verschiedenen Reisen austauscht oder über die Familie quatscht.

Ich bin froh so zu reisen, wie ich reise, da es mir die Möglichkeit gibt diese vielen wundervollen Menschen kennen zu lernen. Ich kann sehen, wie die Leute leben, Geschichten von ihrem Leben oder über das Land erfahren oder einen kleinen Geheimtipp bekommen. Nicht nur die Gastfreundschaft, sondern auch das Vertrauen, dass mir „wildfremde“ Leute entgegen bringen ist unglaublich. Es fasziniert mich immer wieder auf Neue und macht mich glücklich. Nicht jeder oder alles in der Welt  ist perfekt, aber jeder sollte aufhören, insbesondere von seinem eigenen Land und den Menschen, die dort leben, so schlecht zu denken!

Am Mittwoch, den 24.05.2017 bin ich in Brisbane angekommen. Es war wieder ein tolles Gefühl eine weitere geplante Etappe geschafft zu haben:) Nun habe ich noch ein bisschen Zeit die Region nördlich von Brisbane zu erkunden, bevor ich wieder in den Flieger steige.


From Port Macquarie, Brisbane didn´t seem to be far away anymore. As before, I tried to avoid the main freeway along the coast. There was a choice of sealed back roads, a few gravel roads or very sandy roads… almost like a sandpit. It was sometimes quite exhausting because rough surfaces are harder work than smooth paved roads. But anything is better than the continuous noise, fast passing cars and the danger of flying debris of the highway. After only having cycled short days recently it felt good to have a few long days on the bike again. :)

The landscape was still very beautiful. The beaches were breathtaking and when I cycled inland a little bit, the countryside was quite varied. I had been told by many people beforehand that the climate would change as I traveled north. I had not assumed that I would really notice it, but I did. It was getting warmer and the vegetation had changed as I approached Brisbane. Suddenly I wasn´t only able to pick apples on the roadside but also tangerines. I drove past huge sugar cane fields, macadamia nut and banana plantations.

Just like in the previous countries I have cycled, I meet unique people every day. The friendliness, hospitality and helpfulness of the people here in Australia is incredible. I was allowed to pitch up my tent just anywhere in a small town, a lady in the house next door would give me soup or I would be invited to have a cup of tea, a glass of wine or dinner in their house. Often people start talking to me when they see me with my loaded bicycle. Even if I approach strangers, for example to ask if I could camp in their backyard, all are very welcoming. Sometimes their first glance is skeptical and they are very reserved. Maybe they are wondering why I am traveling alone and in this way. However it does not take much time until we are making jokes, exchanging experiences of different journeys or chatting about our families.

I am happy to travel as I do, as I have the opportunity to meet these many wonderful people. I can see how people live, hear stories about their lives or about their country and get little insider tips. Not only the hospitality, but also how stragers that I´ve just met actually trust me is unbelievable. It fascinates me over and over again and makes me very happy. Not everyone or everything in the world is perfect, but everyone should stop thinking so negative, especially of their own country and the people who live there!

On Wednesday, May 24th, 2017 I arrived in Brisbane. Again it was a great feeling to have finished another planned stage of my journey :) Now I still have about two weeks left to explore the area north of Brisbane before I leave Australia.

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Life is simple! – Eat. Bike. Sleep.

Am 27.4.2017 bin ich von Sydney Richtung Norden aufgebrochen. Da mein Flug aus Brisbane erst für den 10.6.2017 gebucht ist, habe ich noch super viel Zeit und kann die Sache tiefenentspannt angehen. Und genau das habe ich auch gemacht.
Die letzten zwei Wochen waren von Strandspaziergängen, kurzen Tagen auf dem Rad, viel Sonnenschein, schönen Wild-Campingspots und einigen Warmshowerhosts geprägt. Zwischendurch bin ich immer wieder im Meer oder in einen der vielen öffentlichen Schwimmbecken direkt am Strand schwimmen gewesen. Es ist genial, dass viele Städte an der Küste diese Pools haben. Genauso wie im Ozean, kann man in diesen Becken im Meerwasser schwimmen, hat jedoch keine Wellen (oder Haie), wodurch man entspannt seine Bahnen ziehen kann. Die Wellen hört man trotzdem und die Seebriese weht einem auch um die Nase:)

Die Strände an der Ostküste Australiens sind atemberaubend. Manche sind so lang, dass man für Stunden in eine Richtung laufen kann und oft sieht man keine Menschenseele.
Um den Highway 1 Richtung Norden zu meiden, bin ich auf Nebenstraßen gefahren, die näher am Meer entlang führen. Das machte einige Fährüberfahrten notwendig. Ein kluge Entscheidung, da es sich bei dem Highway 1 um eine 2-spurige „Schnellstraße“ handelt, auf der sehr viel Verkehr unterwegs ist. Auf den Teilstrecken, auf denen ich bis jetzt darauf fahren musste, habe ich mich wie auf dem Seitenstreifen einer deutschen Autobahn gefühlt. Einziger Unterschied ist, dass hier Linksverkehr ist;) und das Tempolimit bei 110km/h liegt.

Nördlich von Hawks Nest habe ich Finn aus Schottland kennengelernt. Er ist für längere Zeit in Australien und reist zwischen Jobs gerade ein bisschen mit dem Auto herum. Das Geniale war, dass er zwei Surfboards und einen Paragliding Schirm im Gepäck hatte. Beim Surfen bin ich diesmal kläglich gescheitert. Er hatte nur Surfboards für Fortgeschrittene und es war für mich schließlich erst das zweite Mal auf einem Bord seit Costa Rica. Paragliding jedoch war großartig und mal wieder ein kleines Highlight für mich. Wir sind von einer riesigen Sanddüne gelaufen, gesprungen oder geflogen, wie man es auch bezeichnen mag. Es handelte sich nur um eine relativ geringe Höhe und war somit ziemlich sicher. Wenn etwas schief gegangen wäre, wäre man im Sand gelandet. Den Schirm beim Anlaufen in die Luft zu kriegen, sich dagegen zu stemmen und letztendlich abzuheben war etwas anstrengend, der Flug viel zu kurz und der Weg im Sand zurück nach oben mit dem Schirm über der Schulter harte Arbeit. Aber was für ein geiles Gefühl es doch ist, kurz fliegen zu können:)
Genauso wie Fallschirmspringen ist es definitiv eine Sache, die ich nochmal machen möchte.

Ich habe es inzwischen langsam aber entspannt nach Port Macquarie geschafft. Ca. 550km noch bis nach Brisbane. Wahrscheinlich habe ich, wenn ich dort angekommen bin, noch genug Zeit, um die Küste nördlich von Brisbane noch ein bisschen zu erkunden.


On April 27, 2017, I left Sydney and headed north. My flight from Brisbane is booked for June 10 so I have a lot of time and can travel slowly and relaxed. And that’s exactly what I have been doing.
The last two weeks have been marked by beach walks, short days on the bike, lots of sunshine, beautiful wild camping spots and staying with some warmshower hosts. I have also been swimming daily in the sea or in one of the many public swimming pools right on the beach. It is awesome that many cities on the coast have these pools. The pools have sea water just like in the ocean, but there are no waves (or sharks), which allows you to relax and swim some laps. You can still hear the waves and feel the see breeze:)
The beaches on the east coast of Australia are breathtaking. Some are so long that you can walk for hours in one direction and often not see anyone.

To avoid Highway 1, I cycled on secondary roads that are closer to the sea. This made some ferry crossings necessary. It was a good decision to avoid Highway 1 as it is a busy two-lane “expressway” with lots of traffic. On the sections of the highway on which I had to cycle, it felt like being on the side of a German motorway. The only difference is that here traffic is on the left ;) and the speed limit is 110km / h.

North of Hawks Nest I met Finn from Scotland. He is in Australia for a long time, traveling around by car right now but also working various jobs. The great thing was that he had two surfboards and a paragliding kite with him. This time I miserably failed at surfing. He only had surfboards for advanced surfers and it was only my second time surfing since Costa Rica. Paragliding, however, was great and another highlight for me. We walked up a huge sand dune from where we ran down, jumped or flew off..however you wanna call it. It was quite safe as it was from only a relatively small height. If something had gone wrong I would have landed in the sand. To get the kite in the air, hold against it and then finally take off was quite exhausting. For this effort the flight was much too short and making your way back up in the sand with the kite over your shoulder was also hard work. But what a cool feeling it is to fly :) Like parachute jumping, it’s definitely something I want to do again.

I have now slowly, but relaxed, managed to make it to Port Macquarie. There is approximately 550km left to Brisbane. When I get there I will probably have plenty of time to explore the coast north of Brisbane.

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Good news- more time to cycle the world!:)

Neuigkeiten, auf die ich schon so lange gewartet habe! Silvester 2016 hatte ich bei meiner Arbeit einen Antrag auf Verlängerung meines Urlaubs gestellt. Vor etwa einer Woche habe ich nun endlich die Zusage bekommen. Ich kann definitiv bis Ende Januar 2018 verlängern. Im Gegensatz zu meinen Eltern und einigen Freunden, die mich gerne mal wieder gesehen hätten, bin ich super happy. Ich kann meinen Traum noch für ein paar Monate länger leben!


I had been waiting for this news for quite a while. On New Years Eve 2016 I sent a new application to my work, requesting to extend my unpaid holiday. About a week ago I finally got the firm promise that I can keep on travelling until the end of January 2018. I know that my parents, and also some friends, would have loved to see me back home again but I´m just so happy that it has worked out. This way I have a few more months to live my dream!

P. Sherman 42 Wallaby way- SYDNEY …Nemo!

Sydney war meine zweite große Stadt an der Küste Australiens, die ich besuchen wollte. Viele Leute glauben immer noch, dass Sydney die Hauptstadt des Landes ist, da es eine sehr große und wahrscheinlich die bekannteste Stadt ist. Doch die Hauptstadt ist Canberra, die Stadt, die sozusagen gebaut wurde, damit Australien eine Hauptstadt hat. Es ist ganz interessant darüber zu lesen:

Als es um die Ernennung der Hauptstadt für Australien ging, erhoben sowohl Sydney als auch Melbourne Anspruch auf den Status. Da es zu keiner Einigung zwischen den beiden Städten kam, wurde beschlossen, eine komplett neue Stadt zu errichten. Es wurde daraufhin in New South Wales Ausschau nach einem guten Standort gehalten, insbesondere unter landschaftlichem Aspekt. Man entschied sich dafür, dort die Planstadt Canberra zu errichten. Planstadt meint, dass der gesamte Stadtplan durch einen aus Chicago kommenden Architekten entworfen wurde. Man sieht dies insbesondere an einigen symmetrisch verlaufenden Aufbauten und Straßenverläufen.

Aber zurück zu Sydney. Ich glaube, dass die Stadt für mich erst durch den Film ´Findet Nemo´ berühmt geworden ist. „P. Sherman 42 Wallaby way Sydney.. NEMO!!“ Ja, ich weiß, es ist ein Kinderfilm, aber ich habe ihn trotzdem einige Male gesehen und liebe ihn einfach.
Ich habe Sydney zwei Tage lang mit dem Fahrrad erkundet und bin natürlich unter anderem zu all den bekannten Spots, wie dem Opernhaus oder der Harbourbridge gefahren. Ich mag die Stadt, da sie trotz der Größe und dem vielen Verkehr sehr viele grüne Parks hat und es gibt schöne Ecken, wo man an der Wasserfront sitzen kann. Natürlich ist sie, wie jeder bekannte Ort in einem Reiseland, voll mit Touristen, auffällig viele davon aus asiatischen Ländern. Typisch für die Touristen aus Asien ist, dass sie in dem neuen Zeitalter, in dem wir leben, meistens keine Kamera, sondern ein riesiges Handy haben. Es ist an der Spitze eines Selfisticks befestigt, sodass sie sich aus den unterschiedlichsten Winkeln und in den seltsamsten Momenten fotografieren oder filmen können. Ich habe mich neulich gefragt, ob sie wohl auch versuchen mit Selfistick am Handy zu telefonieren. Ich werde mal versuchen das herauszufinden;)
Montag hat mich mein Host zusammen mit einem Freund mit zum Segeln genommen, was für mich ziemlich interessant war. Zuerst einmal war es, soweit ich mich erinnern kann, das erste Mal Segeln für mich und zum anderen sind wir im Sydney Harbour unterwegs gewesen. Was für eine besondere Art und Weise Sydney mal von einer anderen Perspektive zu sehen.
Am Dienstag war in Australien ANZAC day, ein Feiertag und Gedenktag für die im ersten Weltkrieg gefallenen australischen und neuseeländischen Soldaten. In der Innenstadt fand eine riesige Parade statt, die ich mir mit den Menschenmassen nur kurz angesehen habe, um danach die Harbour Bridge mit dem Rad und zu Fuß zu überqueren. Nach zwei Tagen Erkundungstour mit dem Fahrrad habe ich am dritten Tag den Bus Richtung Osten zum Meer genommen und bin auf die Empfehlung eines guten Freundes hin den Costal Walk von Coocee nach Bondi gelaufen. Ein wirklich schöner und lohnenswerter Spaziergang direkt an der Küste entlang.


Sydney was the second big city on the Australian coast that I wanted to visit. Many people think that Sydney is the capital of the country since it is very large and the most well known city in Australia. But the capital is Canberra, a city built specifically to be Australia’s capital. It is quite interesting to read about:
When it came to the decision of which city would became the capital of Australia, both Sydney and Melbourne claimed status. As there was no agreement between the two cities, it was decided that a completely new city would be built. New South Wales was then searched for a good location, especially from a landscape point of view. It was decided to build Canberra. The entire city layout was designed by a Chicago architect. This can be seen, in particular, in the symmetry of structures and roads in the city.

But back to Sydney. The city has become well known to me only through the film ‘Finding Nemo’. “P. Sherman 42 Wallaby Way Sydney .. NEMO !!”. Yeah, I know it’s a children’s movie, but I’ve seen him a couple of times and I just love it.

I spent two days cycling and exploring Sydney, visiting all the famous spots such as the Opera House and the Harbour Bridge. I like the city as it has a lot of green parks, despite the size and the traffic, and there are nice spots around the waterfront where you can sit and relax. Of course it is, like any well known place in a country popular as a holiday destination, full of tourists, with many of them being from Asia. In this new age that we live, the tourists from Asia usually don’t have a camera, but instead have a huge mobile phone. It is attached to the end of a selfie stick so that they can take pictures or film themselves from different angles and at the strangest of moments. I recently wondered if they would also try to make a call with the phone on the selfie stick. I’ll try to figure it out;)

On Monday my host and on of his friends took me sailing, which was quite interesting for me. Firstly, as far as I can remember, it would have been my first time sailing and secondly we were on the Sydney Harbour. What a special way to see Sydney from a different perspective.

On Tuesday it was ANZAC day, a holiday and memorial day for the Australian and New Zealand soldiers killed in the first world war. I had a brief look at a huge parade that took place in the city center, then crossed the Harbour Bridge by bike and on foot. On the third day, after two days exploring by bike, I took a bus to the east on the recommendation of a good friend and did the coastal walk from Coogee to Bondi. It was a really nice and worthwhile walk along the coast.

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Canberra- 3 days off+ 3 days mountainbiking

Nach meinen zwei wohlverdienten Pausentagen in Jindabyne, in denen ich mich wirklich kaum bewegt hatte, war ich am Mittwoch, dem 12.4. wieder auf meinem Radl. Froh darüber, dass ich den Schnee, der auf den umliegenden Bergen gefallen war, verpasst hatte, war der erste Tag dennoch ein bisschen zäh. Meine Muskeln waren noch nicht ganz so glücklich darüber wieder arbeiten zu müssen aber es dauerte nicht lange bis ich zurück in meiner „Routine“ war.

Ich bin auf Empfehlung von meinem Host, Syd, Richtung Adaminaby gefahren, um dann auf einer nicht so viel befahrenen Nebenstrecke nach Canberra zu gelangen. Landschaftlich war der Abschnitt nicht ganz so besonders. Kühe, Schafe, Wiesen aber riesig große Gesteinsbrocken nördlich von Jindabyne, die ganz interessant aussahen. Mir sind während dieser Tage besonders die schön herbstlich gefärbten Bäume aufgefallen. So langsam wird es auch in Australien Herbst und wenn man nicht gerade von Eukalyptusbäumen umgeben ist, dann sieht und riecht man das auch:) Herbst meint aber auch, dass es in höheren Lagen, in denen ich nun immer noch unterwegs war, nachts auch ziemlich kalt werden kann. Die Nacht vor Canberra hatte ich auf dem Mt. Clear Campground mein Zelt aufgeschlagen. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen, dafür aber umso mehr Kängurus. Einige davon waren meiner Meinung nach ein bisschen zu neugierig und zutraulich, als sie auf einmal 3 Meter entfernt von mir waren und sich nicht wirklich irritieren lassen haben. Als ich an meinem kleinen Lagerfeuer saß, wurden meine Taschen inspiziert und nachts im Zelt konnte ich ein Känguru gleich daneben Gras futtern hören. Natur pur:) Wer braucht schon volle Caravan Parks.
Nachts wurde es so kalt, dass mein „alter“ Schlafsack nicht mehr ganz ausgereicht hat und morgens sogar das Wasser in meiner Trinkflasche am Rad gefroren war. Mit etwas Schlafmangel ging es also am nächsten Tag weiter bis nach Canberra, wo ich mich mit Amy getroffen habe.

Amy hatte ich mit meiner Schwester zusammen in Neuseeland kennen gelernt, als sie dort ebenfalls auf einer kleinen Radreise war. Sie wohnt in Canberra, AUS und hatte angeboten, dass ich sie besuchen kommen könnte. Ich war drei Tage, genau über ihr freies Osterwochenende da, sodass wir was zusammen unternehmen konnten. Was liegt da näher als Fahrradfahren?;) Wir sind jeden Tag mit dem Mountainbike unterwegs gewesen, was riesigen Spaß gemacht hat. Es war seit Kanada mein zweites Mal insgesamt auf einem Mountainbike, doch nachdem ich mich an das Fahrrad gewöhnt hatte und ein bisschen rumprobiert habe, lief es auch bei mir ganz gut. Die Beinmuskeln sind schließlich da, um den Berg hochzukommen, alles andere ist Übungssache.
Für mich steht auf jeden Fall fest, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich mit einem Mountainbike unterwegs war.
Meine drei Tage mit Amy in Canberra habe ich sehr genossen. Viel  Mountainbiken, gutes Wetter, gutes Essen, kaltes Bier und es tat gut einfach ein bisschen Zeit mit einer Freundin zu verbringen:)

Von Canberra aus ging es am Dienstag, dem 18.4. für mich weiter. Sydney war nun nicht mehr weit. Ich bin geradewegs nach Norden gefahren, um mit einem kleinen Umweg durch die Blue Mountains dann Richtung Osten nach Sydney zu fahren. Es ist eine ziemlich atemberaubende Landschaft, die man von verschiedenen Aussichtspunkten zu sehen bekommt. Leider ist es auch ein ´Must-Do´ für all die Touristen hier, sodass es super überlaufen war. Von Katoomba aus habe ich dann am Sonntag den Zug bis nach Sydney rein genommen, wo ich relativ nah zur Central Station für ein paar Tage bei einem Warmshower host unterkommen kann.

Dann wollen wir mal die nächste Großstadt erkunden..


After my two well-earned rest days in Jindabyne, where I had hardly even moved, I got back on my bike on Wednesday 12 April. While I was happy that I had missed the snow that had fallen on the surrounding mountains, the first day was still a bit tough. My muscles were not happy to have to work again, but it was not long before I was back into my “routine”.

On the recommendation of my host, Syd, I cycled first towards Adaminaby and then on an infrequently travelled road up to to Canberra . Scenically, this section was not really special: Cows, sheep and meadows… but some huge giant rock boulders north of Jindabyne looked quite interesting. One thing I noticed and liked were the beautiful autumn-colored trees. Even in Australia its slowly becoming autumn and if you are not surrounded by eucalyptus trees, then you can see and smell that as well:) Autumn also means that it can get quite cold at high altitudes. The night before I got to Canberra, I had pitched my tent at Mt. Clear Campground. I was the only person around, but there were many kangaroos. I found some of them a bit too curious and trusting  when they suddenly were three meters away from me and not really bothered by my presence. They inspected my bags as I sat at my small camp fire and at night in the tent I could hear a kangaroo right next to me eating grass. Pure nature :) Who needs full caravan parks? At night, it got so cold that my “old” sleeping bag was no longer quite warm enough, and even the water in my drinking bottle on the bike was frozen in the morning. The next day, after a short night, I rode on to Canberra, where I met Amy.
I had met Amy with my sister in New Zealand where she was also on a small bike trip. She lives in Canberra and said that I could visit her there. I was there for three days at exactly the time of her Easter holidays, so we could do stuff together. What is closer than cycling?;) We went mountain biking every day which was a lot of fun. It was my second time on a mountain bike since Canada, but after I had become accustomed to the bike and after trying a few things, it went well. I surely have the muscles in my legs to get up a mountain, for everything else it just needs a little bit of practice. I will definitely be mountain biking again. I really enjoyed my three days in Canberra with Amy. A lot of mountain biking, good weather, good food, cold beer and it was great to spend time with a girlfriend :)

I left Canberra on Tuesday 18 April. Sydney wasn´t too far away anymore. I cycled straight up north to take a small detour through the Blue Mountains before heading east to Sydney. It is a breathtaking landscape which can be admired from many different view point. It is also a ‘must-do’ for all the tourists so unfortunately it is very crowded. On Sunday I took the train from Katoomba to Sydney, where I can stay relatively close to the Central Station with a Warmshower host for a few days.
Time to explore the next big city in Australia…

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Unexpected beauty and a few climbs in the Australian Alps

Die Australischen Alpen- wie der Name schon sagt, handelt es sich um die Alpen, sprich, Berge, Hügel, Anstiege und Abfahrten. Das Radfahren die letzten zwei Wochen, insbesondere die letzte Woche war teilweise ziemlich anstrengend. Ich habe mich insgesamt einige Tausend Höhenmeter hochgekämpft aber wurde immer wieder von der unerwarteten Schönheit der Landschaft überrascht und damit belohnt.

Von Melbourne aus bin ich Richtung Norden nach Yea gefahren. Es hatte eine Weile gedauert bis ich es endlich aus den Randbezirken von Melbourne herausgeschafft hatte. Die Häuser und Siedlungen sind aber irgendwann der in großen Teilen unberührten Natur und dem Farmland gewichen. Ich habe es sehr genossen, wieder auf dem Rad zu sein und mich gefreut, dass es weiter geht. Das Fahren war die ersten Tage relativ entspannt, auch wenn es ziemlich warm war. Es war nicht ganz so viel Verkehr auf den Straßen unterwegs, die ich genommen habe. Das war sehr angenehm. Ab Yea bin ich auf dem ´Great Victorian Rail Trail´ bis nach Mansfield gefahren, wobei mich nur der Wind ein bisschen ausgebremst hat. Von Mansfield ging es über Tolmie, wo ich spontan einen Pausentag eingelegt habe, über Whitfield nach Lake Buffalo, Myrtleford und Bright. Man lernt immer wieder, dass man sich nicht bei einem „Nichtradfahrer“ nach dem besten Weg oder der Beschaffenheit der Straße erkundigen sollte. Nach der Auskunft eines netten Herrn im Laden in Whitfield sollte die Straße, die ich als Abkürzung zum Lake Buffalo nehmen wollte größtenteils flach sein. Ein paar Anstiege und Kurven würde ich wohl vorfinden, die Straße an sich sei Schotter, aber gut und ich müsste wirklich mit keinen steilen Hügeln rechnen. Ich wurde eines besseren belehrt. Er lag richtig damit, dass ich keine steilen Hügel hochfahren musste: Ich habe mein Rad nämlich alle steilen Hügel hochgeschoben und davon gab es einige. Man lerne wieder: Straßen sind nie flach! Und es geht nie immer nur bergab! ;)

Die Vogelvielfalt und die Tierwelt hier sind immer noch sehr faszinierend. Die ganze Zeit ist man umgeben von Papageien, Kakadus, Kookaburras und anderen interessanten Vögeln. Zudem sieht man auf dem Rad unglaublich viele Kängurus, weil man langsamer und leiser unterwegs ist.

Von Bright ging es für mich über Mt. Beauty nach Falls Creek. Das war einer meiner anstrengendsten Tage in den letzten zwei Wochen. Ich habe in 62km 2057 Höhenmeter überwunden und war abends doch ziemlich geschafft aber sehr stolz und happy, als ich in Falls Creek angekommen war, wo es auf ca.1500m deutlich kühler war. Die nächsten Tage bin ich über Omeo Richtung Süden gefahren und habe mich ab Bruthen wieder Richtung Norden vorgearbeitet. Es waren weiterhin viele Höhenmeter, die ich immer wieder hoch und runter fahren musste. Die Landschaft war allerdings einfach unglaublich und es ist hier super einfach Campingspots zu finden. Ich hatte mich entschlossen, eine etwas abgelegenere Straße, den Barry Way, hoch nach Jindabyne zu nehmen. Eine geniale, größtenteils aus Schotter und nicht viel befahrene, aber doch deutlich anspruchsvolle Straße. Leider hatte ich mich ein bisschen übernommen. Ich hätte zwischendurch einen weiteren Pausentag einlegen sollen, aber habe gedacht, dass ich es schon packe. Mein Körper hat allerdings am letzten Tag auf dem Weg nach Jindabyne etwas gestreikt. Ich konnte nicht mehr und war unglaublich erleichtert und froh, als ich völlig erschöpft auf einem langen Anstieg von einem glücklicherweise vorbeikommenden Auto die letzten 45km nach Jindabyne mitgenommen wurde. Zudem war das Wetter in der letzten Stunde umgeschlagen und es war ein Sturm aufgezogen. Glücklich über Tee und eine warme Dusche bin ich bei meinem Warmshower host Syd angekommen. Die Nacht habe ich definitiv gut geschlafen, 10 Stunden, eingekuschelt in 3 Bettdecken. Es folgten zwei sehr sehr entspannte Pausentage. Morgen geht es weiter.


The Australian Alps, as the name implies, is made up of Alps, mountains, hills, ascents and descents. The last two weeks of cycling, especially the last week, have been quite exhausting. I had to climb many thousands of vertical meters, but I was motivated and rewarded by the unexpected beauty of the landscape.

From Melbourne I headed north to Yea. It took a while before I finally managed to escape Melbourne’s border districts. Leaving the houses behind I was riding towards untouched nature and farmland. I really enjoyed being back on the bike and was happy to continue the journey. The first few days of riding were relatively relaxed, even with the warm weather. The lack of much traffic on the roads that I had chosen made the riding pleasant. From Yea I took the ‘Great Victorian Rail Trail’ to Mansfield, with only the wind slowing me down a little. From Mansfield I went to Tolmie (where I spontaneously took a day off) via Whitfield to Lake Buffalo, Myrtleford and Bright. Again I realised that it is never a good idea to ask “non-cyclists” about what is the best route to cycle or about the conditions of upcoming roads. A nice man in a shop in Whitfield told me that the road I wanted to ride as a shortcut to Lake Buffalo would be mostly flat. I could expect a few climbs and the road would be gravel, but I should not really expect any steep hills. How wrong he was! He was correct that I didn’t have to ride up any steep hills… they were so steep that I had to push my bike up them! I learnt again: roads are never flat! And they never only go downhill! ;)

The diversity of birds and animals is still very fascinating. I am always surrounded by parrots, cockatoos, kookaburras and other interesting birds. You also get to see a lot of kangaroos by bike because you travel slow and quiet.

From Bright I rode through Mt. Beauty to Falls Creek. This was one of the most exhausting days in the last two weeks. Arriving in Falls Creek I was pretty much out of energy, yet happy and proud, after climbing 2,057 vertical meters in 62km. Falls Creek was much cooler at an altitude of about 1500m. Over the next few days I rode south through Omeo to Bruthen, from where I headed north again. There were still many hills to climb in this area keeping the vertival meters which I climed each day quite high. The scenery was simply incredible and it was very easy to find places to camp. I had decided to take a more remote road, Barry Way, up to Jindabyne. Barry Way is predominantly gravel road and not very busy – it was pleasant but still very demanding. Unfortunately, I went a little bit over my limit. I should have had another day off, but I thought I would be able to do it. On the last day riding to Jindabyne, however, my body struggled. I couldn´t go any further and was incredibly relieved and glad when a car stopped while I was doing a long climb. They were so kind to give me a ride for the last 45km to Jindabyne. The weather had also changed over the last hour and a storm was moving in. I was glad to arrive at my warmshowers host Syd’s place and have a cup of tea and a hot shower. I definitely slept well that night – a full 10 hours, cuddled into 3 duvets. This was followed by two very relaxed rest days. Tomorrow I will continue.

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Melbourne, Great Ocean Road and a delayed departure

Melbourne ist riesig. Schon die Strecke mit dem Rad vom Flughafen zu Alee´s Haus (ein Freund einer Freundin, wo ich übernachten konnte) hat gefühlt eine halbe Ewigkeit gedauert. Ich bin 30km gefahren aber habe noch nicht mal ein Drittel von Melbourne durchquert. Die Stadt hat knapp über 4 Millionen Einwohner, was der Gesamteinwohnerzahl von ganz Neuseeland entspricht. Nicht schlecht!
Ich habe zwei Tage damit verbracht verschiedene Bereiche der Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden. Melbourne hat einige schöne Ecken und ist gefüllt mit Lifestyle, Kultur, Kunst, Cafés, Bars und Restaurants zum geselligen Zusammenkommen. Die Innenstadt scheint egal zu welcher Tageszeit voll mit Menschen zu sein. Leute, die mit Kamera als Touristen die Stadt erkunden, andere, die gestresst zur Arbeit oder einem Termin eilen, die bummeln gehen oder sich mit Freunden treffen. Es hat Spaß gemacht, sich einfach irgendwo entspannt hinzusetzen und die unterschiedlichsten Charakteren zu beobachten. Ich muss gestehen, dass mir zwei Tage im Großstadtgetümmel dann aber auch schon wieder gereicht haben. Samstag war ich mit Alee im Dandenong Ranches NP wandern, 10 km inklusive ersten Bekanntschaften mit Australiens Vogelvielfalt und dem Bestaunen von riesigen Eukalyptus Bäumen. Einige von euch denken sicherlich gleich an die ganzen giftigen Tierchen, von denen es in Australien nur so wimmeln soll und wodurch es hier so gefährlich sein soll. Nicht ganz so schlimm aber ähnlich sahen meine Gedanken über Australien auch aus, als ich hier ankam. Nach ein paar Gesprächen mit Einheimischen, und einer Freundin, die hier im Bereich Biologie und Tour Guiding arbeitet, hat sich jedoch relativ schnell herausgestellt, dass Australien nicht ganz so gefährlich ist, wie manch einer denkt. Natürlich soll es hier, verglichen zu anderen Ländern, die meisten giftigen Tiere geben, aber das heißt noch lange nicht, dass sie überall sind und nur auf einen warten. Mit einigen „Vorsichtsmaßnahmen“ kann man auch in Australien bedenkenlos in der Natur unterwegs sein und auf Erkundungstour gehen.

Montag hatte ich Lauren, die mit ihrer kleinen Familie in der Nähe von Melbourne wohnt, besucht. Mit ihr hatte ich 2011 in Kanada auf meiner interessantesten und schönsten Farm gearbeitet – The Outpost at Warden Rock, in the middle of nowhere in the Rocky Mountains. Es war wieder toll jemanden nach einer so langen Zeit wiederzusehen und es tat gut in Erinnerungen zu schwelgen und an bestimmte Momente zurückzudenken. Was für unglaubliche 3 Wochen ich damals doch auf dieser Farm verbringen durfte:)
Mittwoch bin ich dann, begleitet von meinem Host Alee, mit dem Zug nach Geelong gefahren, um von dort aus mit dem Fahrrad die Great Ocean Road bis Warrnambool zu fahren. 3,5 Tage entlang eines wunderschönen Abschnitts der Küste, südwestlich von Melbourne. Der kleine Ausflug hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Manche Abschnitte der Küste haben mich sehr an Teile der Westküste der USA erinnert, nur, dass ich diesmal mit Kangaroos gefrühstückt habe, ein paar Koalas in den Bäumen entdecken konnte und Papageien und Kakadus umhergeflogen sind.

Leider ist in den paar Tagen mein Gepäckträger wieder gebrochen, das dritte Mal und wie schon die letzten beiden Male, genau an der selben Stelle. Da wir erst Samstag Abend zurück in Melbourne waren und Sonntag eine Reparatur nicht möglich war, musste ich bis Montag warten. Ich hatte Glück, dass die Werkstatt sich gleich den Tag Zeit genommen hat, sodass ich meinen Gepäckträger abends wieder abholen konnte. Sachen gepackt, mit heilem und verstärktem Gepäckträger und voll neuer Energie ging es Dienstag also endlich los. Auf in die Autralischen Alpen…


Melbourne is huge. Even the bike trip from the airport to Alee’s house (a friend of a friend, with whom I could stay) seemed to take forever. I cycled 30km but had not even crossed a third of Melbourne. The city has just over 4 million inhabitants, which is similar to the total population of New Zealand. Not bad! I spent two days exploring different areas of the city by bike. Melbourne has some nice areas and is filled with lifestyle, culture, art, cafes, bars and restaurants for social gatherings. The city center seems to be full with people at all times of the day: Tourists with their cameras exploring the city, workers who are stressed to get to work or an appointment, and others taking a stroll or meeting with friends. It was fun to just relax and people-watch. I have to confess that two days in a big city like this was enough for me. On Saturday I went on a 10km hike with Alee in the Dandenong Ranges National Park which included my first encounters with Australia’s bird diversity and amazing giant eucalyptus trees. Some of you will surely be thinking of all the dangerous poisonous animals that are said to be swarming throughout Australia. I had similar thoughts when I arrived here, but it is not as bad as it seems. After a few conversations with locals and a friend who works here in the field of biology and as a tour guide, it quickly became clear that Australia is not quite as dangerous as many are lead to believe. Of course there are some of the most poisonous animals in the world, but that does not mean that they are everywhere, waiting in anticipation for a victim to arrive. With some precautions you can safely explore the nature of Australia.
On Monday I visited Lauren, who lives with her family near Melbourne. In 2011 I worked with her in Canada on my most interesting and beautiful Wwoofing farm – The Outpost at Warden Rock, in the middle of nowhere in the Rocky Mountains. It was great to see her again after such a long time and it was good to reminisce and think back to certain experiences. What an incredible 3 weeks I had on that farm back then :)

On Wednesday, my host Alee and I caught a train to Geelong to ride the Great Ocean Road to Warrnambool – 3.5 days along a beautiful section of the coast, south-west of Melbourne. The small excursion was definitely worth it. Some sections of the coast reminded me of parts of the West Coast of the USA, except that this time I had breakfast with kangaroos, discovered koalas up in the trees and parrots and cockatoos flew close by.
Unfortunately, during this ride, my rear rack broke for the third time, and in exactly the same place as it had broken before. Since we only got back to Melbourne on Saturday night and a repair was not possible on Sunday, I had to wait until Monday to get it fixed. I was lucky to find a workshop that had time to fix it during the day and I picked up the repaired rear rack in the evening. With my belongings packed, a strong, reinforced rear rack, and newfound energy, I was finally ready to leave on Tuesday. Australian Alps here I come…

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Australia- The Land Down Under

Ich bin am 16. März heile in Melbourne angekommen. Nachdem ich mich in den letzten Tagen ein paar organisatorischen Dingen gewidmet und die Stadt erkundet habe, geht es morgen wieder mit dem Rad weiter. Auf dem Plan steht die Great Ocean Road, dann Richtung Syndey und Brisbane. Ich bin gespannt:)


I safely arrived in Melbourne on March 16. After spending some time getting things organised and having a look around downtown the last few days, I´m going to be back on my bike tomorrow. My plan is to cycle the Great Ocean Road, then heading towards Sydney and Brisbane. I´m excited:)

Good Bye New Zealand!

Es fühlt sich immer noch faszinierender und überwältigender an, wenn man in einem Land wieder genau dort ankommt, wo man vor ein paar Wochen oder Monaten losgefahren ist. Es ist fast schon so, als wenn man wieder nach Hause kommt. Ich hatte in Neuseeland einige Hochs und Tiefs, habe einige Tage geliebt, einige aber auch gehasst. Laut den Einheimischen war es dieses Jahr der schlechteste Sommern, den sie je hatten. Perfekt also, um mit dem Rad loszuziehen und gegen das teilweise extreme Wetter anzukämpfen;) Es ist dennoch ein einzigartiges und vielseitiges Land, in dem man wunderschöne Ecken findet (manchmal sogar ohne Touristen;) ) und die Einheimischen sind super freundlich und hilfsbereit.

Ich möchte mich auf diesem Wege noch mal bei allen bedanken, die mich aufgenommen oder mir Tipps gegeben haben, die mir gesagt haben, dass sie es toll und inspirierend finden, was ich mache oder mir auf der Straße zugehupt haben, um mir einen ´Daumen hoch´ zu zeigen. Viele Leute fragen mich immer wieder, wie ich Unterkünfte finde oder wie ich plane. Planung wird überbewertet:) Wie schon in den USA bin ich auch in Neuseeland meistens morgens einfach losgefahren, ohne zu wissen, wo ich abends ankommen werde. Ich finde es stressiger und viel zu planungsintensiv mir immer raussuchen zu müssen, wo Campingplätze sind oder wo überhaupt der nächste Ort mit irgendeiner Art von Unterkunft ist. Sobald ich also keine Lust mehr hatte auf meinem Rad zu sitzen, bin ich meistens irgendwo im Nirgendwo auf ein Grundstück gefahren, wo ich ein Farmhaus entdecken konnte. Wenn niemand draußen war, habe ich an die Tür geklopft, kurz erläutert, was ich mache, wie ich reise und die Leute gefragt, ob ich eine Nacht auf deren Grundstück zelten kann. 99% der Leute haben ´ja´ gesagt, manchmal konnte ich überdacht in einem Schuppen übernachten, aber oft genug wurde ich auch eingeladen im Haus zu schlafen oder mit zu Abend zu essen. Die Gastfreundschaft und Großzügigkeit, die ich erfahren habe, ist unglaublich und überwältigend. Ich weiß es sehr zu schätzen und genau diese Begegnungen haben auch Neuseeland so besonders gemacht. Ich habe das Gefühl beide Inseln sehr intensiv bereist zu haben, aber ebenso habe ich das Gefühl nun auch überall Freunde und ´Familie´ zu haben, wo ich jederzeit willkommen wäre.

Ich war traurig weiterzuziehen, aber mein Flug nach Melbourne war für den 16. März gebucht und so hieß es: Auf in mein neuntes Land! Bye Neuseeland!


It feels fascinating and overwhelming to arrive back to the same city that you only just departed a few weeks or months ago. It’s almost like coming back home. I had some ups and downs in New Zealand – I loved some days but hated others. According to the locals this year was the worst summer they have ever had. Still it is a unique and diverse country, where you can find beautiful places (sometimes even without tourists) and the locals are very helpful and friendly.

I would like to take this opportunity to thank all of you who have hosted me, given me good advice, telling me that they find it inspiring what I´m doing, or have given me a “thumbs up” on the road.

Many people ask me how I find accommodation or how I plan. Planning is overvalued :) As in the USA, in New Zealand I usually start off in the morning, without knowing where I will end the day. I find it stressful and time-consuming to research where campsites or the next place with some kind of accommodation will be. As soon as I have had enough bike riding for the day, I usually find a house in the middle of nowhere. I knock on the door and briefly explain what I am doing, how I am traveling and then I ask the residents if I can camp a night on their land. 99% of people say yes. Sometimes I stayed in a shed, but very often I was invited to sleep in the house or to have dinner. The hospitality and generosity that I have experienced is incredible and overwhelming. I appreciate it very much and it is these encounters that have made New Zealand so special. I think I comprehensivly covered both, the North and the South Island, but as well I feel like I have friends and ‘family’ throughout the whole country now. If I come back I know that those people would always welcome me any time.

I was sad to move on, but my flight to Melbourne was booked for the 16th of March and so I kind of had to leave: On to my ninth country! Bye New Zealand!

 

Good times with the Kiwi cycling back to Auckland

So schnell können zwei Wochen vergehen, meine letzten zwei Wochen auf dem Rad in diesem Land. Neuseeland hat sich noch einmal von seiner besten Seite gezeigt. Es war tatsächlich endlich Sommer und beständiges Wetter inklusive Sonnenschein. Hinzu kam, dass die Route, die Stuart mir empfohlen hatte, einfach perfekt zum Radfahren war. In meinen letzten zwei Wochen hier konnte ich dann doch mal in den Genuss kommen zu 95% auf ruhigen, nicht viel befahrene Straßen zu radeln. Ein Traum, wenn man nicht die ganze Zeit auf schnell vorbeisausenden Verkehr achten muss! Bei der Idee, gemeinsam mit Hamish komplett zurück nach Auckland zu fahren, hatte ich erst etwas Bedenken. Nach einer so langen Zeit hat man sich einfach sehr an das flexible, spontane und abenteuerlustige Reisen alleine gewöhnt. Schon mit meiner Schwester hatte es etwas gedauert, bis man zu zweit seinen „Reiserhythmus“ gefunden hatte. Mit Hamish dagegen hat es von Anfang an super gut geklappt. Er hatte schon vorher ein paar Radreisen gemacht, was das Ganze vielleicht vereinfacht hat. In den zwei Wochen haben wir uns zusammen etliche Hügel hochgekämpft, einzigartige Spots zum Campen gefunden, die kreativsten Sandwichs zum Lunch kreiert, Späße gemacht, super viel gelacht, die Natur in vollsten Zügen genossen, einige Liter an Ice Cream gegessen, das eine oder andere Bierchen oder Glas Wein zusammen getrunken, etliche Obstbäume am Straßenrand geplündert und waren nicht nur einmal im Meer oder Fluss baden. Ich habe die Gesellschaft sehr genossen. Zudem war ich froh, dass ich meinen 26. Geburtstag am 3.März nicht alleine verbringen musste. Der Tag war fast wie jeder andere, natürlich inklusive Radfahren, aber dennoch großartig und was Besonderes:)

Nachdem wir den Forgotten World Highway von Taumarunui nach Stratfort genommen hatten, sind wir weiter bis nach New Plymouth gefahren, von wo aus wir zu einer zwei-tägigen Wanderung aufgebrochen sind. Der Pouakai Circuit inklusive Besteigung von Mt Taranaki (Mt Egmont) stand auf dem Plan, was eine sehr schöne, für mich letzte Wanderung in Neuseeland war. Die Gegend um New Plymouth hat es ziemlich weit nach oben auf meiner Liste der beliebtesten Orte auf der Nordinsel geschafft. Dennoch muss man ja nunmal weiterziehen und so ging es für uns immer auf der nahe der Küste gelegenen Straße Richtung Norden. Vorbei an Kawhia und Raglan erwischte uns erst am vorletzten Tag vor Auckland ziemlich starker Regen. Aber was soll´s? Es war warm genug und nachdem man komplett durchnässt war, war es dann auch egal und jede Pfütze wurde mitgenommen. Von Pukekohe aus haben wir den Zug das letzte Stück nach Auckland zurück genommen. Und schwupps war ich wieder dort, wo ich vor 4 Monaten losgefahren war.


Two weeks can pass quickly. During my last two weeks on the bike, New Zealand showed itself at its best. It finally felt like summer with stable weather and a lot of sunshine. The route that Stuart recommended was perfect for cycling with around 95% on quiet, seldom driven roads – a cyclist’s dream as one does not have to pay attention to persistent fast traffic!

The idea of ​​cycling back to Auckland with Hamish was a bit of a concern. After a long time traveling alone you become accustomed to flexible, spontaneous and adventurous travel. With my sister it took some time to find our ” traveling rhythm”. With Hamish, however, it worked very well from the start. He had already gone on a few bike trips before, which may have simplified the whole thing. In these two weeks we battled many hills, found unique camping spots, created the most creative sandwiches for lunch, made jokes, laughed a lot, enjoyed nature at its best, ate many liters of ice cream, shared a few beers and glasses of wine, looted roadside fruit trees and swam many times in rivers and the sea. I enjoyed his company very much. In addition, I was glad that I didn´t have to spend my 26th birthday on March 3 alone. The day was almost like every other day, including of course some cycling, but it was a great day and just more special than others:)

After taking the Forgotten World Highway from Taumarunui to Stratford, we cycled on to New Plymouth, from where we went on a two-day hike. We hiked the Pouakai Circuit, including an ascent of Mt Taranaki (Mt Egmont). The hike was amazing and it was also my last one in New Zealand. The area around New Plymouth has made it quite far up on the list of my favorite places in the North Island.
Nevertheless, one has to move on, and so we took the road near the coast northwards. Passing through Kawhia and Raglan, we didn´t get much rain until the last day before arriving in Auckland. But who cares? It was warm enough and after we were completely soaked it did not matter and every puddle was ridden through. From Pukekohe we took the train back to Auckland… back again to where I had started four months ago.

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Hiking Tongariro Alpine Crossing with a million other people

Schon bei meinem ersten Besuch bei Stuart, vor zwei Monaten mit meiner Schwester, hatte uns Stuart reichlich Tipps für Wanderungen, Radrouten und Aussichtspunkte auf der Südinsel gegeben. Und auch diesmal war er eine große Hilfe. So bin ich am 15.2. mit einem neuen Plan und ganz vielen Tipps im Gepäck von Wellington mit dem Zug nach Palmerston North gefahren, wo ich von Stuarts Schwester und ihrem Mann aufgenommen wurde. Auf Grund von schlechtem Wetter bin ich erst den übernächsten Tag weitergefahren und habe Paul an dem regnerischen Tag auf der Farm geholfen. Ich habe mit ihm einige Bullen und Kühe auf andere Paddocks getrieben, konnte eine „Nutztier Auktion“ besuchen, mit Mist schaufeln ein bisschen meinen Oberkörper trainieren;) und das erste Mal die Kettensäge benutzen. Wir haben viel gelacht, ich konnte einiges lernen und war mal wieder ein bisschen traurig den nächsten Tag weiterzuziehen. Auf Nebenstraßen ging es für mich Richtung Whanganui weiter, von wo aus ich die ´Whanganui River Road´ gen Norden genommen habe. Es ist eine sehr wenig befahrene aber sehr hügelige Straße. Die Steigung von Pipiriki zurück zum Hwy 4 war am anstrengendsten, da es ausnahmsweise mal Sommer in NZ war, Das Thermometer 35°C anzeigte und die Luftfeuchtigkeit bei etwa 80% lag. Dennoch habe ich die Abgelegenheit und die Landschaft genossen.

In National Park angekommen habe ich mich relativ spontan mit Michael Kracke getroffen. Er ist der Eigentümer des Radladens in meinem Heimatort und einer meiner Sponsoren. Er ist in Neuseeland, um seine Tochter zu besuchen, sodass sich ein Treffen angeboten hatte. Er hat mein Fahrrad durchgecheckt, die Schaltung und Bremsen kontrolliert und war insgesamt begeistert in was für einem guten Zustand mein Fahrrad noch ist, obwohl ich schon 14.500 km damit gefahren bin. Wir haben meinen Hinterreifen gewechselt, der letztendlich gar nicht so abgefahren war, wie er aussah und bei einem Bierchen und etwas zu Essen entspannt ein bisschen über meine Reise gequatscht.

Am 21.2., mein Rad beim Campingplatz in National Park verstaut, bin mit Rucksack zum Tongariro NP aufgebrochen. Nachdem ich an dem Tag nur eine kürzere Wanderung zu den Tama Lakes gemacht hatte, bin ich den Tag darauf von meinem geheimen Campingspot zum Startpunkt des Tongariro Crossing getramt. Tongariro Alpine Crossing ist eine 19,4km lange, wie ich feststellen durfte unglaublich überlaufene Wanderung, die einmal zwischen Mt Tongariro und Mt Ngauruhoe entlang geht. Abgesehen von den Menschenmassen, die wirklich kein Vergnügen waren, war die Wanderung selbst, die Aussichten und die Landschaft atemberaubend. Landschaftlich hat es mich doch sehr an Island erinnert.
Am nächsten Tag bin ich mit Muskelkater und mit, auf Grund von meinen alten Schuhen, schmerzenden Füßen nach Owhango weitergefahren, wo ich mich mit Hamish (der in Auckland wohnt und den ich letzten Sommer mit seinem Skateboard in den USA kennengelernt hatte) getroffen habe. Er begleitet mich mit dem Fahrrad zurück bis nach Auckland.


During my first stay with Stuart, two months ago, he gave me plenty of tips for hiking, cycling and places to see in the South Island. And he was a great help this time too. So on 15 February I headed off from Wellington to Palmerston North by train with a new plan and plenty of tips. There I was welcomed by Stuart’s sister and her husband. Due to bad weather I stayed and helped on the farm for a day, leaving a day later than I had expected. I herded bulls and cows to other paddocks, visited a “livestock auction”, moved manure with a shovel (great upper body exercise;)) and used a chainsaw for the first time. We laughed a lot, I learnt a lot and was once again I was a little sad to move on the next day. I travelled to Whanganui on secondary roads, from where I took the ‘Whanganui River Road’ to the north. The road had little traffic but was very hilly. The climb up from Pipiriki back to Highway 4 was the most exhausting climb on this road. My thermometer showed 35°C and the humidity was about 80%. Finally summer had arrived! Even with the high heat and humidity, I enjoyed the remoteness and the landscape.
In National Park I arranged last minute to meet up with Michael Kracke. He is the owner of the bike shop in my home town and one of my sponsors. As he was in New Zealand to visit his daughter,  he offered to meet. He checked my bike including the gears and brakes. He was very impressed what great condition my bike is still in, even though I have already ridden 14,500 km on it. We changed my back tire for the first time, which was not as worn as we had expected considering how far I travelled on it. Afterwards we had dinner and a beer and chatted about my trip.
On 21 February, I left my bike at the campsite in National Park and headed off with my backpack to Tongariro National Park. On my first day I did a short hike to the Tama Lakes. The next morning I hitchhiked from my wild camping spot to the starting point of the Tongariro Crossing. Tongariro Alpine Crossing has a total length of 19.4km and passes Mt Tongariro and Mt Ngauruhoe. It was the busiest hike I´ve done so far. Apart from the crowds (which were no pleasure at all) the hike, views and scenery were breathtaking. The landscape reminded me of Iceland.
The next day, with sore muscles, I continued on towards Owhango to meet Hamish (who lives in Auckland and who I met last summer with his skateboard in the USA). He will cycle with me on my journey back to Auckland.

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Cheating on my way back to Wellington

Nachdem mich meine Eltern abgesetzt hatten, ging es wieder auf dem Fahrrad weiter. Ich bin von Queenstown durch die Kawarau Gorge nach Cromwell und von dort durch die Cromwell Gorge nach Clyde gefahren. Die Strecken waren zwar landschaftlich ziemlich schön, aber die Straße hat sie durch die Schluchten (Gorge) irgendwie noch enger angefühlt. Wahrscheinlich musste ich mich nach zwei Wochen im Camper Van auch erstmal wieder ein bisschen an die ganzen verrückten Autofahrer gewöhnen;) In Clyde angekommen ging es auf dem  ´Otago Central Rail Trail´ weiter, worauf ich mich schon gefreut hatte. Es lagen nämlich 150km auf einer alten, zu einem Radweg umgebauten Bahnstrecke vor mir. Der Trail führt durch wunderschöne Landschaften und hat ausnahmsweise keinen einzigen steilen Anstieg. Yeai;) Es war zwar windig aber mit viel Sonnenschein habe ich die zwei Tage dennoch genossen. Einen Tag später war ich dann auch schon wieder in Dunedin, wo ich ja vor etwa zwei Wochen erst war.  Ab Dunedin ging es gefühlt größtenteil als Anhalter weiter. Es gab Teile, die ich nicht unbedingt mit dem Fahrrad fahren wollte, da ich sie entweder schon vom Camper Van aus gesehen hatte, sie landschaftlich nicht wirklich reizvoll waren oder es sehr viel befahrene Straßen waren.
Nach einem Tag Trampen und zwei Tagen radeln war ich in Darfield in der Nähe von Christchurch angekommen. In Christchurch habe ich mich am nächsten Tag noch ein letztes Mal mit meinen Eltern getroffen, bevor es für sie Sonntag zurück nach Deutschland ging.
Christchurch ist noch sehr geprägt von dem Erdbeben. Viele Häuser sind leer, weil sie nicht mehr betreten werden dürfen, es gibt viele Baustellen und immer wieder leere Schotterflächen zwischen den Häusern, wo einst einmal ein Haus gestanden hat. Ich habe allerdins nur einen so geringen Teil von Christchurch gesehen, dass ich euch kein wirklich detailiertes Bild geben kann. Es gibt auf jeden Fall einen schönen Park, wo ich mit meinem Eltern ein Picknick gemacht und die Sonne genossen habe.

Von Darfield bin ich LEIDER auf Grund von Wetter und starken Winden über den Arthur´s Pass getramt (was ich eigentlich so sehr mit dem Rad machen wollte) , zurück zur WET Coast, zwischendurch mal wieder geradelt, Richtung Norden, bis nach Picton und gestern mit der Fähre zurück nach Wellington. Es ging nun doch schneller als gedachte, aber irgendwie war es auch langsam Zeit wieder zurück zur Nordinsel zu kommen. Ich möchte hier noch genug Wochen haben, um einige Radwege/ ´back roads´ zu nehmen und zwischendurch wandern zu gehen. Mit wieder einigen guten Tipps von meinem host Stuart in der Tasche, nehme ich nachher den Zug aus Wellington raus und morgen geht es hier auf der Nordinsel weiter.


My parents had dropped me off in Queenstown from where I travelled on again by bike. I cycled from Queenstown through the Kawarau Gorge to Cromwell and from there through the Cromwell Gorge to Clyde. Although the routes were quite scenic, the roads through the gorges felt tight. After two weeks in the campervan I had to once again get used to all the crazy car drivers;)
The ‘Otago Central Rail Trail’, which I had been looking forward to, started in Clyde. The trail runs 150km along an old railway track, which has been converted into a cycle track. It leads through beautiful landscapes and has, exceptionally, no single steep ascent. Yey! ;) It was very windy but a lot of sunshine made the two days enjoyable nevertheless. A day later, I was back in Dunedin, where I had been only two weeks earlier. From Dunedin it felt much felt as hitchhikers continued. There were parts that I did not necessarily want to ride by bike, as I had seen them from the campervan –  the roads were not very scenic or where they were scenic they weree very busy. After a day hitchhiking and two days cycling I arrived in Darfield near Christchurch.
I travelled in to Christchurch to meet my parents on their last day before they flew back to Germany for her Sunday. Christchurch is still very much affected by the earthquake. Many houses are empty because they are no longer allowed to be entered due to safety concerns. There are many construction sites and empty spaces between houses where now destroyed houses once stood. I have only seen a small a part of Christchurch so I can not give you a really detailed picture. There is definitely a nice park, where I had a picnic with my parents and enjoyed the sun.
From Darfield, I hitched a ride through the Arthur’s Pass back to the WET Coast. I had really wanted to do ride the pass by bike, but bad weather and strong winds put a stop to that. intersected by the north again, to Picton from where I caught the ferry back to Wellington. It was now faster than thought, but somehow it was also slow time to come back to the North Island. I would had liked to have enough weeks here to take some bike trails / ‘backroads’ and walk between them. Once again I got some good travel tips from my host Stuart for the journey north. I will take the train from Wellington to Palmerston North tomorrow and continue from there up the North Island.

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Two weeks, one family and a campervan

Es ist schwer, zwei Wochen, die so vollgepackt waren mit Erlebnissen, Situationen, Emotionen, Orten und Unternehmungen in einem Blogeintrag unterzukriegen. Ich werde euch versuchen eine grobe Zusammenfassung zu geben, aber das meiste einfach mit Bildern wiedergeben oder ausnahmsweise mal für mich behalten:)

Ich kann euch sagen, dass ein Familienurlaub ganz schön anstrengend sein kann, nachdem man sich ein Jahr lang so alleine in der Weltgeschichte rumgetrieben hat. Es dauerte ein wenig bis sich alles eingespielt hatte und es gab zwischendurch immer mal die eine oder andere Zickerei. Schließlich trafen auf einmal vier Meinungen oder Ansichten aufeinander. Aber ich will nicht zu schlecht reden, denn wir hatten eine unglaubliche Zeit zusammen und es war insgesamt sehr schön einen kleinen Familienurlaub in meine Weltreise einbauen zu können. Ich habe sowohl die Zeit vorher alleine mit meiner Schwester genossen, als auch die Zeit mit der ganzen Familie. Wir haben viele Wanderungen zusammen gemacht, Viewpoints und touristische Punkte abgeklappert und an einigen super schönen und auch abgelegenen Plätzen gecampt. Das Wetter war leider nicht immer ganz auf unserer Seite. Auch wenn es auf den Fotos wieder meistens sonnig aussieht, hatten wir einige viele Tage und Nächte, in denen es einfach nicht aufhören wollte zu regnen oder zu stürmen. Diese regnerischen Abende haben wir dann gemütlich im Camper Van gesessen, Karten gespielt oder die nächsten Tage geplant. Tagsüber, wenn es mal wieder in Strömen regnete, wusste man es dann erst recht zu schätzen mit einem motorisierten Fahrzeug unterwegs zu sein.

Nachdem Natascha und ich uns in der Nähe von Twizel mit meinen Eltern getroffen hatten, wurde Nataschas und mein ganzes Gepäck im Innenraum des Camper Vans verstaut und die Fahrräder auf einen sehr unstabil wirkenden Fahrradträger geschnallt. Los geht´s.. Neuseeland im Camper Van.
Unsere Route war: zum Mount Cook, von dort Richtung Oamaru zur Ostküste, an der Küste nach Süden, an Dunedin vorbei, an der Catlins Coast entlang durch Invercargill. Von dort aus ging es auf der Scenic Route weiter nach Te Anau und zum Milford Sound. Im Milford Sound konnte meine Ma endlich ihr Geburtstagsgeschenk einlösen, was sie letztes Jahr im Mai von meiner Schwester und mir zu ihrem 50. bekommen hatte- eine Bootstour im Milford Sound. Ausnahmsweise und zum Glück hat das Wetter mitgespielt und es war ein atemberaubender und langer Tag, mit Bootstour, Wildlife 2m entfernt von uns, einer 6-stündigen Wanderung, spätem Abendessen, einer Packung Eis und einem kühlen Bier:)  Wieder aus dem Milford Sound zurück, haben wir uns von Natascha verabschiedet, die von dort aus alleine weiterziehen wollte. Meine Eltern und ich sind noch zusammen weiter nach Queenstown gefahren. Nach einem Abstecher hoch nach Glenorchy und bis zum Routeburn Track, ein paar Wanderungen und einem Sprung in den kalten See, hieß es am 1. Februar auch für mich Abschied nehmen. Meine Eltern erkunden noch 10 Tage genau die Gegend, die ich schon per Rad bereist hatte und fliegen dann auch schon wieder zurück nach Deutschland. Wie schnell die Zeit doch vergangen ist. Ich bin seit Queenstown also auch wieder alleine mit meinem Rad unterwegs und bin (wieder) Richtung Osten gefahren. Ich plane in den nächsten Wochen die Nordinsel zu erreichen, um dort an der Westküste zurück nach Auckland zu fahren. Ein bisschen Zeit habe ich ja schließlich noch bevor ich meinen Flieger nach Australien nehme.


It is hard to get two weeks so packed with experiences, situations, emotions, places and activities to fit into a single blog entry. I will try to give you a rough summary, upload a lot of pictures and exceptionally keep everything else to myself.
I can tell you that a family holiday can be quite exhausting after spending a year alone in the world. We had some disagreements and it took a little time until everything worked out. Finally, four opinions or views met. But I don´t want to talk too negatively, because we had an incredible time together and it was overall very nice to be able to have a small family holiday as part of my world trip. I enjoyed the time alone with my sister beforehand, as well as the time with the whole family. We had many walks together, saw lots of viewpoints and pretty places and camped in some super beautiful and remote places. The weather was not always on our side. Even though the pictures look sunny again, we had a few days and nights when it did not stop raining. During these rainy evenings we sat comfortably in the campervan, playing cards or planning the next days’ events. During the day, when it rained once again, I appreciated the comforts and dryness of a motorized vehicle.
After Natascha and I had met with my parents near Twizel, our luggage was stowed in the interior of the campervan and the bicycles were strapped onto a very unstable bicycle carrier. Let’s go … New Zealand in a campervan.
Our route was: Twizel to Mount Cook, to Oamaru on the east coast, along the coast to the south, past Dunedin, along the Catlins Coast to Invercargill. From there, on the Scenic Route, we headed for Te Anau and Milford Sound. At Milford Sound, my mother finally managed to redeem her birthday present, which she had received last year in May from my sister and me for her 50th – a boat trip in Milford Sound. Luckily the weather played along and it was a breathtaking and long day, with a boat trip, wildlife we´ve seen just 2m away from us, a 6 hour hike, late dinner, a container of ice cream and a cool beer :) Returning from Milford Sound, we said goodbye to Natascha the next day, who wanted to travel alone from there on. My parents and I went on together to Queenstown. After a trip up to Glenorchy and the Routeburn Track, a few hikes and a jump into the cold lake, I said goodbye to my parents on February 1st. They are still exploring the area, which I had already seen by bike, for 10 days, and then fly back to Germany. How fast the time has passed. Since Queenstown I’ve also been traveling alone with my bike again and have ridden east (again). I plan to reach the North Island in the next few weeks, to return to Auckland by riding up the West Coast. I´m glad I still have a few weeks left until I take the plane to Australia.

PICTURES- BILDER:

Mt Cook, Mueller hut, Clay cliffs: please click here

The east coast down from Oamaru, Catlins: please click here

Milford Sound, hiking, Queenstown: please click here

Travel anniversary and a big present

Am 11.1.2017 war der große Tag. Vor genau einem Jahr hat mich eine gute Freundin zusammen mit meinem Fahrrad nach Frankfurt gebracht, wo das Abenteuer beginnen sollte. Seitdem ist, ob ihr´s glaubt oder nicht, ein Jahr vergangen. Ein Jahr, dass ich wohl bis jetzt als das beste und erlebnisreichste Jahr meines Lebens bezeichnen würde. Es war die beste Entscheidung, einfach loszufahren… mit dem Fahrrad um die Welt, was hatte ich da für eine geniale Idee;) Ich habe das letzte Jahr meinen Traum gelebt und habe dafür zum Glück auch ab jetzt noch ein paar Monate Zeit.
1 Jahr, 13.000 Radkilometer, 8 Länder und neue „Familie“ und Freunde auf der ganzen Welt. Danke an alle, die meine Reise bisher so besonders und einzigartig gemacht haben!!! Ich bin froh, dass ihr Teil meiner Reise ward und seid.

Nachdem Natascha und ich einen Pausentag zum Wäschewaschen etc. in Wanaka eingelegt hatten, sind wir am Freitag, dem 13. weitergefahren. Was gibt es für ein besseres Datum, um spontan aus 12.000ft Höhe aus einem Flugzeug zu springen. Schon vor meiner Abreise hatte ich mir vorgenommen, in Neuseeland einen Fallschirmsprung zu machen. Da an der Westküste einfach viel zu schlechtes Wetter war, stand es immer noch auf meinem Plan, als wir an diesem sonnigen Freitag an dem kleinen Flughafen von Wanaka vorbeigefahren sind. Auf der Fahrt hatten wir schon mehrere Springer beobachtet, also habe ich mir gedacht, ich frage einfach mal nach, wie kurzfristig sowas möglich ist. Und siehe da. Etwa 2,5 Stunden später saß ich in voller Ausrüstung im Flieger und war doch ein bisschen aufgeregt. Der Sprung war einfach geil, Adrenalin hoch 10, ein unglaubliches Gefühl beim Fall und eine super Aussicht. Aber doch ging alles einfach viel zu schnell. Als ich wieder unten war, hätte ich gleich noch mal springen können:) Mein Geschenk, was ich mir gemacht habe, fand ich dennoch ziemlich gut;) Vielleicht gönne ich mir das ja irgendwann noch ein zweites Mal:)

Wir sind die letzten Tage über den Lindis Pass mit viel, viel Wind (richtig!, zu 80% Gegenwind) nach Norden Richtung Lake Tekapo weitergefahren. Der starke Wind, mit dem wir die Tage zu kämpfen hatten, sei wohl nicht normal für die Gegend hier. Darüber bin ich beruhigt, aber für uns war es dennoch nicht gerade optimales Timing für diese “Besonderheit”. Obwohl ich schon ein Jahr unterwegs bin, muss ich mich nun wieder verbessern. Gestern bin ich definitiv in dem stärksten Wind, den ich seit Beginn meiner Reise hatte, gefahren. Wir haben die Räder am Tekapo Canal teilweise geschoben, da es nicht möglich war zu fahren und wir nicht schon wieder, wie am Tag zuvor auf Grund von Wind aufgeben wollten. Heuten Abend treffen wir uns mit unseren Eltern, die vor ein paar Tagen auch zu ihrem vierwöchigen großen Abenteuer nach Neuseeland aufgebrochen sind. Wir werden einige Zeit zusammen verbringen und ich bin sehr gespannt und aufgeregt, wie sich so ein „Familienurlaub“ nach so langer Zeit anfühlt;)


The 11th of January was the big day. Exactly a year ago a good friend of mine gave me (+my bike) a ride to Frankfurt where the adventure was going to begin. Since then, belive it or not, a year has gone by. A year, that I would probably call the best and most exciting year of my life so far. It was the best decision to just go.. biking around the world.. what a brilliant idea I´ve had. I´ve lived my dream the last year and fortunately still have a few month left from now on.
1 year, 13,000 km by bicycle, 8 countries and new “family” and friends all around the world. Thanks to all of you who made my trip as special and unique as it is!!! I am glad that you could be part of my journey.

After Natascha and I had a day off in Wanaka, doing some laundry, etc., we were back on our bikes on Friday, the 13th. What a good date (if you are superstitious) to spontaneously do a skydive from 12,000ft. Before I´ve even started my trip I was planning to do a skydive at some point in New Zealand. Since the weather was simply too bad on the west coast, I hadn´t crossed it off my list as we passed by the small airport in Wanaka this sunny friday. When we got closer to the airport we could already see several parachutes coming down. So I thought, I might just ask if a skydive is possible without a booking or even the same day. And suddenly, about 2.5 hours later, I sat fully equipped in the small airplane and was pretty excited. The skydive was just unbelievable and amazing, a lot of adrenaline, an incredible feeling when you are just freefalling for 45 sec. and a great view. But it definitely was over way too fast. When I was back down, I felt like I could already jump again right away:) I really liked the present, which I´ve made myself;) Maybe I treat myself again to a second skydive one day. I wouldn´t mind another one at all:)

The last days we crossed over Lindis Pass towards Lake Tekapo further north with (of course) a lot, a lot of wind; right..mostly headwinds. We got told that the strong winds which we were fighting these days were not normal for that area. I relieved but for us it surely wasn´t the ideal timing for this “special feature”. Even though I´ve been on the road for a year already I need to change my statement regarding winds one more time. Yesterday I was definitely riding my bike in the strongest winds I´ve ever had since the beginning of my trip. We partly needed to walk the bikes at Tekapo Canal cause it wasn´t possible to ride at all and we didn´t want to give up again like the day before due to wind. Tonight we´ll meet up with my parents who also arrived to NZ a few days ago for their big 4 weeks adventure. We´ll spend some time together and I´m really excited how I like a “family holiday” after such a long time ;).

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