Pouring rain in Thailand and welcomed by crazy drivers in Cambodia

Ich war schon ein wenig froh wieder aus Bangkok raus zu sein. Endlich war ich wieder auf halbwegs ruhigen Straßen unterwegs und die Luft wurde wieder besser. Mein Plan war es nicht direkt auf kürzestem Weg nach Kambodscha zu kommen, sondern weiter an der Küste Thailands entlang zu fahren. Hamish hatte seine Operation gut überstanden und würde schon relativ bald wieder fit genug sein, um Fahrrad zu fahren. Er hatte seinen Flug für den 12.10.2017 nach Siem Reap gebucht. Ich habee also ein Ziel und eine Zeitspanne dafür;)

Nachdem ich von Bangkok aus nach Osten gefahren war, bin ich erst auf Höhe Pattaya wieder zurück an die Küste gekommen. Pattaya soll eine der Haupturlaubsregionen für Leute in Bangkok sein. Für mich ist dies relativ unverständlich. Der Strand ist nicht besonders schön. Jedoch gibt es Bars, Restaurants, Shops, die für den Ort berühmte ´Walking Street´ und etliche Hotels, was für einige Leute scheinbar wichtiger ist als ein bisschen schöne Natur um sich herum zu haben. Zwei Tage später hatte ich in Rayong gerade gestoppt und Lunch gegessen, als Chumpol mich ansprach und fragte, ob wir uns unterhalten könnten. Es stellte sich heraus, dass er in der Gegend wohnt und selbst sehr viel reist. Er würde sehr gerne auch selbst einmal mit dem Fahrrad reisen. Er sprach sehr gutes Englisch, was die Unterhaltung vereinfachte. Da ich sowieso in dem Ort bleiben wollte, haben wir den ganzen Nachmittag zusammen verbracht, Kaffee getrunken und uns über alles mögliche unterhalten. Neben seinem Beruf, hat er die Durian Farm seines Vater übernommen. Wir hatten abgemacht, dass ich ihn dort auf meinem Weg nach Kambodscha besuchen könne, um zu gucken wie Thailands bekannte ´Stinkefrucht´ wächst. Wir hatten uns spontan am nächsten Tag noch zum Abendessen getroffen, da ich auf Grund des starken Regens, der länger anhielt nicht wirklich weit gekommen war und er die Gegend gut kannte. Nach einem sehr langen Tag mit ziemlich beständigen Wetter hatte ich es am 3.10.2017 bis nach Chanthaburi geschafft. Von dort habe ich Mittwoch einfach nur einen Tagesausflug mit Chumpol gemacht und meine Sachen im Hotel gelassen. Auf dem Plan standen: Altstadt Chanthaburi, Besuch von zwei Verwandten, Besuch seiner Durian Farm bei dem Haus seiner Mutter und des Namtop Philo National Park, dann Dinner zurück in Chanthaburi. Ein interessanter Tag, voll gepackt mit neuen Sachen zum kennenlernen, netten Unterhaltungen und einem Wasserfallpool voller Fische (siehe Fotos). Es hat mich schon ein bisschen Überwindung gekostet dort rein zu gehen, da ich kein großer Fan von Algen oder Fischen bin, die einen an den Beinen berühren :D

Von Chanthaburi aus folgte ein Loop zurück zur Küste, entlang welcher ich fast bis nach Trat gefahren bin. Noch auf Thailändischer Seite bin ich Richtung Norden geradelt, um zum Grenzübergang bei Ban Leam zu gelangen. Dabei bin ich noch mal durch eine ganz neue Landschaft Thailands gefahren. Hügel waren inklusive und es sollte eine der wenigen Gegenden in Thailand sein, wo es noch wilde Elefanten gibt. Gesehen habe ich leider keine, nur die Warnschilder.

Auch wenn sie einen beim Grenzübergang versuchen abzuzocken und mehr Geld für das Visa zu verlangen als es kostet, war er doch relativ problemlos. Ich hatte mich im Voraus wieder so gut über das Land, in das ich als nächstes fahre (Kambodscha) informiert, dass ich nicht mal wusste, dass hier auf einmal Rechtsverkehr herrschte. Knapp ein Jahr bin ich nun schon in Ländern unterwegs gewesen, in denen auf der linken Straßenseite gefahren wird. Die Umstellung fällt mir doch arg schwer. Immer wieder fahre ich beim Abbiegen oder Losfahren auf die falsche Straßenseite. Es wird hoffentlich nur ein paar Tage dauern, bis ich mich wieder daran gewöhnt habe.

Mein erster Eindruck von Kambodscha ist, dass es schwieriger ist, als in Thailand außerhalb von Orten Essen und einen Schlafplatz zu finden und dass das Fahrverhalten ziemlich aggressiv ist. Die Bremse scheinen die Fahrer hier nicht zu kennen, dafür umso mehr die Hupe. Es wird mit den riskantesten Manövern überholt, obwohl absolut kein Platz dafür ist. Die Fahrer scheinen jedoch anzunehmen, dass durch ein durchgehendes Hupen auf einmal die Straße frei wird und jeder ausweichen würde. Ich hoffe, dass nicht alle Straßen in Kambodscha so sind, denn es macht absolut keinen Spaß, jeden Moment befürchten zu müssen, vom Rad geholt zu werden.
__________________________________________________________________________

The english version follows!

BILDER–PICTURES: please click here

 

 

Advertisements

Bangkok- the city with 14-lane highways

Ich hatte schon zuvor von einigen anderen Touring Radfahrern gelesen oder gehört, dass es stressig und absolut kein Vergnügen sein soll, nach Bangkok rein zu fahren. Manche Radfahrer nehmen daher öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi für das letzte Stück. Ich dachte mir, es wird schon schief gehen. Nach einer so langen Zeit auf dem Rad, bin ich bestimmt auch dem gewachsen und es ist sicherlich eine Erfahrung wert. Nunja…

Am Vormittag hatte ich noch verkehrruhigere kleine Nebenstraßen gefunden, auf denen man gut voran kam. Die letzten 20km war davon jedoch nichts mehr zu sehen. Plötzlich befand ich mich auf einer 14 spurigen Straße im nordwestlichen Teil von Bangkok. Mit einem ausreichend breiten Seitenstreifen wäre das sicherlich kein Problem gewesen, doch der wird für diese Straßen wohl als überflüssig empfunden. Das Verkehrsaufkommen ist gewaltig und auch wenn man auf der linken Spur so weit links fährt, wie nur möglich, muss man unglaublich aufmerksam sein und mit allem rechnen. Zum ersten Mal in Thailand hatte ich das Gefühl, dass mich das Verkehrsverhalten, was ich schon so oft beschrieben hatte, deutlich überfordert. Mein Ziel war zum Glück nicht Downtown Bangkok, sondern das Haus meines Warmshowerhosts, ein bisschen außerhalb gelegen (nicht, dass es einen großen Unterschied machen würde). Es war schwer genug dort hin zu kommen. Anfangs habe ich noch versucht mit meinem GPS Seitenstraßen zu finden, um diesen VIELspurigen Straßen auszuweichen. Bangkok ist jedoch ein reinstes Sackgassen Labyrinth. Wenn man doch mal eine Straße gefunden hat, die nicht auf einmal endet, so war auf dem GPS jedoch vorher nicht ersichtlich, dass man daraufhin eine 10 spurige Straße irgendwie überqueren musste/sollte, weil es auf der anderen Seite weiter geht. Es war zum verzweifeln :D Ich habe irgendwann aufgegeben und bin einige Kilometer auf einer der 14 Spuren auf der Hauptstraße gefahren. Bangkok- sie haben ihr Ziel erreicht!

Von meinen drei Tagen, die ich in der Hauptstadt verbracht hatte, habe ich zwei Tage das Zentrum ein wenig erkundet. Es hat mir nicht ganz so gut gefallen. Ich weiß, dass ich nicht die Person bin, die riesige Städte liebt, dennoch wollte ich mir ein Bild von Bangkok machen. Meine Haupteindrücke waren: laut, viel Verkehr, viele Leute, schlechte Luft, enorme Gegensätze von touristischen Plätzen, Tempelanlagen, dem Touristenviertel mit Bars und Restaurants und den ganz normalen Wohnvierteln. Es überforderte mich! Einerseits wollte ich mich umsehen und andererseits wieder schnellstmöglich raus aus dieser Riesenmetropole.

Googelt man die Einwohnerzahl Bangkoks, bekommt man die Zahl ca. 8 Millionen genannt. Ein Freund aus Thailand, der auch eine Zeit lang in Bangkok gewohnt hat, hat mir jedoch erklärt, dass es insgesamt wohl an die 30 Millionen sein müssen. Etliche Menschen, die in Bangkok arbeiten, sind weiterhin bei ihren Familien auf dem Land gemeldet. Es sei zu viel Arbeit sich umzumelden. Es gibt einen Tag im Jahr, wo es bei den Einheimischen üblich ist, sich mit der gesamten Familie zu treffen. Bangkok sei an diesem Tag wie ausgestorben, fast schon wie eine Geisterstadt.

Am 28.9.2017 habe ich mich wieder auf den Weg gemacht. Genug von der großen Stadt, auf geht´s nach Kambodscha!
________________________________________________________________________________________

The english version follows!

BILDER–PICTURES: please click here

 

Punctures on my way to Thailand´s capital

Meine Route Richtung Bangkok führte weiterhin direkt an der Küste entlang. Die touristischen und nicht so touristischen Gegenden, durch die es ging, konnte man immer gut daran unterscheiden, wie viele Hotels dort waren, ob sich die Preise für Essen verdreifachen und wie sauber und gepflegt der Strandabschnitt war. Eine Gegend, die ich super schön fand war Prachuap Khiri Khan. Die Stadt hat genau die richtige Größe, es gibt einen schönen Strand in der Nähe und die Buchten sind geprägt durch kleine Berge auf dem Festland und ein paar Inseln. Einen der Berge hatte ich natürlich gleich wieder ins Auge gefasst, allerdings ist er leider nur ganz selten für die Öffentlichkeit zugänglich. Schade! Ich musste mich also mit dem sogenannten Monkey Mountain zufrieden geben. Der kleine Berg macht seinem Namen alle Ehre. Ich dachte vielleicht, dass ich zuvor irgendwo die meisten Affen auf einem Fleck gesehen hätte, aber da irrte ich mich. Auf dem Berg wimmelte es nur so von Affen.  Ich war froh, dass ein paar Einheimische gerade überall Maiskolben und Bananen verteilten hatten. So waren die geschätzten 200 Affen (oder mehr) entlang der Treppen nach oben mehr damit beschäftigt zu essen, als Touristen zu belästigen. Es war schon eine Erfahrung wert, insbesondere das Verhalten untereinander zu beobachten und auch ganz viele Babyaffen zu sehen- definitiv besser als Zoo.

Innerhalb weniger Tage hatte ich drei Platten. Die ersten zwei habe ich relativ problemlos getauscht, auch wenn ich sagen muss, dass der faltbare Reifen, den ich seit Neuseeland nun auf meinem Hinterrad habe super, super schwer von der Felge zu kriegen ist. Platten Nr. 2 und 3 hatte ich kurz hintereinander am selben Tag. Bei Nr. 3 stand ich am Straßenrand, in praller Mittagssonne, kein Schatten weit und breit, ich konnte nicht vor und nicht zurück und ich hatte keinen heilen Schlauch mehr. Die Entscheidung nicht am Straßenrand in der Sonne meinen Reifen zu flicken fiel relativ leicht. Also, Daumen raus und hoffen, dass mich irgendjemand aufsammelt und zurück zu den letzten Häusern bringt, an denen ich kurz zuvor vorbeigefahren war. Ich hatte Glück! Ein Pick-Up Truck diente als Taxi für die 700m zurück und ein Mopedfahrer wusste von einem Hinterhof, wo jemand Motorräder und Fahrräder repariert. Ich durfte also zugucken und nach etwa 20 Minuten ging schon weiter. Es war eine sehr positive Erfahrung mit den Einheimischen, die sehr hilfsbereit waren:)

In Cha-am Beach habe ich nach langer Zeit mal wieder bei einem Warmshowerhost übernachtet. Paul und Natt haben mich super lieb aufgenommen und es tat gut mal wieder übers Biketouring zu quatschen. Wir haben viel gelacht und ich habe spontan einen Pausentag eingelegt.

Je weiter ich Richtung Norden geradelt bin, desto öfter wurde ich nass. Meistens gegen Nachmittag kamen plötzlich von irgendwo her riesige Gewitterwolken. Manchmal war es perfektes Timing, dass ich gerade für den Tag gestoppt hatte und manchmal wurde ich ziemlich nass. Eigentlich sind kurze heftige Schauer typisch für Thailand. Manchmal dauerte das ´kurz´ jedoch ganz schön lange.

Auf meinem Weg nach Bangkok habe ich bei dem berühmten ´Folding Umbrella Market´ angehalten. Ein großer Teil des Marktes sieht aus wie jeder andere. Ein Bereich ist jedoch entlang einer Bahnschiene ganz in der Nähe des Endbahnhofs aufgebaut. Die Stände befinden sich super nah an den Schienen, wobei manchmal die Körbe, Schalen oder Früchte sogar auf den Schienen liegen. Die Besucher laufen in dem Schienenbett entlang, wodurch es manchmal ziemlich eng werden kann. Sobald ein Zug kommt, was insgesamt 8 mal am Tag vorkommt, ertönt ein lautes Geräusch und eine Laufsprecherdurchsage. Die Standbesitzer wissen dann, dass in ein paar Minuten der Zug durchrollt. In einer atemberaubenden Geschwindigkeit und faszinierenden Routine falten sie die Standmarkisen nach hinten, rollen Stände zurück, oder räumen Sachen von den Schienen. Viele Auslagen, darunter beispielsweise Obst und Gemüsestapel scheinen genau abgemessen zu sein. Der Zug verfehlt sie gefühlt nur um einige Millimeter. Wenige Sekunden nachdem der Zug einen Stand passiert hat, wird alles genauso schnell wieder zurück gebaut und das Marktgeschehen ist, als sei nichts gewesen. Ich kann euch sagen, ich war noch nie in meinem Leben so nah am einem fahrenden Zug- ich habe ihn fast mit der Nasenspitze berühren können.

Am selben Tag bin ich durch etliche Kokosnussplantagen gefahren. Als ich bei einer Plantage einige Arbeiter gesehen habe, habe ich kurz angehalten, um zu gucken, was sie machen. Sie waren gerade dabei die Kokosnüsse zu ernten, sie in den zwischen den Kokosnusspalmen verlaufenden Kanälen zu sammeln, um sie dann auf einen LKW zu laden. Keiner konnte wirklich Englisch sprechen, aber ich durfte Fotos machen und mir wurde eine frisch geöffnete Kokosnuss angeboten, dann eine zweite und eine dritte;) Bei der Hitze war sowohl das Kokosnusswasser, als auch das Fleisch ein Genuss. Einer der Männer hatte mir angeboten, Kokosnüsse auf meinem Fahrrad mitzunehmen. Als er jedoch einen ganzen „Ast“ mit etwa 7 Kokosnüssen hoch hob und ihn zu meinem Rad bringen wollte, musste ich doch etwas schmunzelnd ablehnen und zeigte mit der Hand die Ziffer 3. Ein ganzer Ast wäre dann doch ein bisschen schwer geworden. Drei sollten mich am nächsten Tag bis Bangkok bringen.
_________________________________________________________________________________________

The english version follows!

BILDER-PICTURES: please click here

 

 

5 month left- back on the road by myself again

Nachdem ich Hamish zum Flughafen gebracht hatte, ging es am nächsten Tag wieder alleine weiter. Ich war traurig, dass er nicht mehr da ist. Es ist schön einen Freund und gleichzeitig Reisepartner gefunden zu haben, der fast genauso verrückt ist, wie ich und kein Problem damit hat auf meine Art, simpel, günstig und mit dem Fahrrad zu reisen. Ich hoffe, dass er mich vielleicht noch einen weiteren kleinen Teil meiner langen Reise begleiten kann. Ich vermisse es Erfahrungen und Erlebnisse teilen zu können. Es war schön, insbesondere in Asien jemanden zu haben, der schon mal dort gewesen ist. Hamish konnte mir einige Sachen zeigen, die ich probieren sollte und ein paar Dinge erklären. Natürlich ist es auch gut verschiedene Gerichte zu bestellen und teilen zu können;) Wenn ich etwas nicht mochte oder es zu scharf war, musste Hamish es eben essen. Gleichzeitig habe ich nach 1,5 Jahren alleine reisen auch einen gewissen Reisetrott/ Reiserhytmus entwickelt, in dem ich nun auch in Asien schnell wieder drin war. Spontanität, Planungslosigkeit und Lust auf Abenteuer waren zwar auch in der Zeit zusammen mit Hamish meine stetigen Begleiter aber dennoch war ich gespannt und habe mich auch ein bisschen gefreut erstmal wieder alleine loszuziehen.

Gefühlt treffe ich, seitdem ich wieder alleine unterwegs bin, viel mehr Leute. Fremde trauen sich vielleicht eher auf ein allein reisendes Mädel mit Fahrrad zuzugehen, als auf ein Pärchen oder eine Gruppe. Wie schon in vielen anderen Ländern fahre ich nun auch in Thailand fast jeden Tag morgens los, ohne zu wissen, in welcher Art von Unterkunft ich die Nacht verbringen werde. Ich versuche vorher bei Google Maps zu schauen, wo eventuell Möglichkeiten sind zu übernachten. Jeder Tag ist anders, abhängig davon, wie man sich fühlt, wie heiß oder windig es ist, wie viele Hügel man hoch fährt, wie lange man Mittagsschlaf macht oder was für Menschen man trifft. Ich lasse es auf auf mich zukommen und gucke, wann ich keine Lust mehr habe und anhalten will. Natürlich klappt es nicht immer perfekt und wenn man nichts geeignetes findet, muss man ab und zu auch einfach mal länger radeln als man möchte. Doch wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt. Irgendwo taucht immer etwas auf und das meistens genau im richtigen Moment. Die letzten Wochen habe ich also statt in Hotels größtenteils in verschiedenen Polizeistation, einem Community Education Center oder in Tempeln geschlafen.

Die Leute sind unglaublich hilfsbereit. Wenn ich frage, ob sie Englisch sprechen, verstehen sie zwar vielleicht die Vokabel ´english´, mehr aber oft nicht. Es ist dann aber manchmal vorgekommen, dass sie mit dem Handy jemanden im Bekanntenkreis anrufen, der/die Englisch versteht und unser Gespräch dann mit ständigem Hin-und herreichen des Handys verläuft. Aber auch das klappt!:)

Von Hat Yai bin ich Richtung Süd-Westen gefahren und dann zum etwas nördlich gelegenen Trang. Leider hatte ich wohl etwas falschen gegessen, sodass aus einer Nacht Aufenthalt im Hotel in Trang drei Nächte wurden und ich fast zwei Tage auf Grund von Appetitlosigkeit und Magenschmerzen nichts gegessen habe. Zwischenzeitig dachte ich, dass ich Malaria haben könnte, was ich aber glücklicherweise relativ schnell wieder ausschließen konnte. Noch ziemlich schlapp ging es am … weiter Richtung Krabi. Es war meine erste Stadt in Thailand mit deutlich mehr Touristen. Viele Leute planen dort einen Aufenthalt, weil es Ausgangspunkt für die Überfahrt zu einer der vielen Inseln ist. Ich hatte beschlossen keine der Inseln zu besuchen, weil es erstens mit dem Rad immer ein bisschen komplizierter ist solche Nebentrips zu machen und mir beim Nichts-tun auf einer „einsamen“ Insel schnell langweilig werden würde. Zudem verging mir relativ schnell die Lust darauf, als ich gesehen habe, was für Menschenmassen Boote zu Inseln und einsamen Stränden nahmen. Es gibt doch so viele andere schöne Plätzchen…
An meinem freien Tag in Krabi bin ich zum Tiger Temple geradelt und habe mal wieder einen Berg bestiegen. Ich liebe Berge und die Aussicht von oben einfach. Wie zuvor in Phatthalung hatte ich auch dieses Berg den Tag zuvor beim Vorbeiradeln gesehen. Es waren wieder viele Treppen, es war schweißtreibend, die Affen waren frech aber die Aussicht war top. Bei Recherche am Nachmittag hatte ich schnell noch einen weiteren Berg gefunden, den ich ebenfalls erklimmen wollte. Gesagt, getan, bin ich am nächsten Morgen um 5:30 Uhr gestartet und bin die 35km zum Startpunkt gefahren. Mein beladenes Fahrrad konnte ich bei einem der Resorts in der Nähe parken und bin zur 3-stündigen Wanderung aufgebrochen. Ich habe mich mehr als zwei Stunden am Gipfel aufgehalten (mich hetzt ja schließlich keiner), habe die atemberaubende Aussicht genossen und mich mit ein paar Leuten unterhalten. Wieder unten angekommen ging es zurück aufs Rad. Das kalte Bier hatte ich mir abends redlich verdient (Prost, auf meinen Opi, der an dem Tag 80 geworden ist!!!). Um Abendessen zu finden, musste ich jedoch ein bisschen herumradeln und suchen. Ich habe nicht eingesehen den, für deutsche Verhältnisse zwar immer noch günstigen, für thailändische Verhältnisse jedoch unverschämten Preis für die Gerichte zu zahlen. Abseits der zwei sehr touristischen Straßen in Strandnähe, habe ich aber zum Glück einen Straßenimbiss gefunden, wie man ihn kennt und einen normalen Preis für mein sehr gutes Abendessen bezahlt.

Die Gegend insgesamt um Krabi herum ist landschaftlich super schön und interessant, da sie durch etliche steil herausragende Kalksteinhügel geprägt ist. Jeder dieser Hügel/Berge ist anders geformt und nicht selten kann man blanke Felswände und kleine Höhlen entdecken. Die Straße, auf der ich mit dem Fahrrad gefahren bin, schlängelt sich so hindurch, was zur ewigflachen Ostküste eine willkommene Abwechslung war.

In einen meiner vorherigen Einträge hatte ich ja schon mal über das Verkehrsverhalten in Thailand berichtet. Alles ist erlaubt, man guckt sich von den Einheimischen Sachen ab und passt sich an. Bislang hatte sich noch kein Moped- oder Autofahrer aufgeregt, wenn man irgendwas so gemacht hat, wie es die meisten Leute hier machen. Jeder scheint ziemlich gelassen zu sein. Lustig war es also, als ich den einen Morgen von einem vorbeifahrendem Radfahrer (Nationalität tippe ich auf Deutsch) mit „[…] blöde Kuh!“ beschimpft wurde. Ich hatte Frühstück und Snacks gekauft und bin gerade auf ´thailändische Art´ wieder los gefahren, als er vorbeikam. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, was er schon nicht mehr gehört hat… jaja, die deutsche Ungelassenheit :D

In den letzten zwei Wochen habe ich ausnahmsweise aber auch mal zwei nicht ganz so gute Erfahrungen gemacht. Den einen Tag hat mich ein Typ auf seinem Moped für etwa eine halbe Stunde verfolgt, was sich letztendlich wie ein Katz- und Maus Spiel angefühlt hat. Er hatte wohl Spaß daran mich beim Vorbeifahren am Hintern zu begrabschen, hat sich in Seitenstraßen „versteckt“, damit ich vorbeifahre oder hat Abkürzungen genommen. Es ist kein so ganz berauschendes Gefühl und ich war froh, als ich ihn irgendwann abgewimmelt hatte. Einen anderen Tag, als ich in einem Tempel übernachtet habe, war einer der Mönche ein bisschen zu freundlich. Ich war froh, dass ich meinen Raum von innen verschließen konnte und war morgens vor Sonnenaufgang wieder auf dem Rad. Ich hoffe, dass solche Erfahrungen weiterhin eine Seltenheit bleiben. Ausschließen kann ich sie bei der Art, wie ich reise wahrscheinlich nicht, aber bislang war alles gut und ich möchte mich durch zwei Vorkommnisse auch nicht abschrecken lassen.
_________________________________________________________________________________________

After I had joined Hamish cycling to the airport and said goodbye, I started cycling by myself again the next day. I was sad that he was no longer there. It is awesome to have found a boyfriend and at the same time a travel partner who is almost as crazy as I am and who is fine with my way of travelling: simple, cheap and by bicycle. I hope he can join me again later, maybe for another small part of my long journey. I miss to share experiences with him and talk about things. It was nice to have someone there… especially someone who had been in Asia before. Hamish could show me some stuff I should try and taste and explain some things. Of course it is also great to be able to order different and multiple dishes with the two of us;) If I didn´t like something or it was too spicy for me than Hamish could just eat it. I have traveled by myself now for over 1,5 years though in which I also developed a kind of travel routine or travel rhythm. I quickly got back into that in Asia. Spontaneity, a lack of planning and desire for adventure are my constant companions, also during my time with Hamish. But I still was curious and quite happy to head off on my own again for a little while.

It seems like I´m meeting more people since I am traveling alone again. Strangers might be more comfortable talking to a single girl with a bicycle than to a couple or a group. As in most of the other countries I travelled in, I also started in Thailand to begin cycling in the morning without knowing where and in which kind of accommodation I will spend the night. I usually try to have a look on Google Maps to see whats coming up. Every day is different, depending on how you feel, how hot or windy it is, how many hills you climb, how long your nap is during the day or which  people you meet. I prefer to just go and stop whenever I don´t feel like cycling anymore. Of course, it does not always work perfectly and if you don´t find something suitable to stay, you might need to cycle a little bit further. But as you say: hope dies last. Somewhere there is always appearing something and mostly just at the right moment. The last weeks I mostly spent the night in different police stations, a community education center or temples rather than hotels.

The people are incredibly helpful. When I ask if they speak English, they may understand the vocabulary ‘english’, but often thats about it. Though sometimes it happened that they would call a friend or a relative who could speak english. We then ended up passing the phone back and forth so that we could have a small conversation. It works!

From Hat Yai I headed south-west and then up north towards Trang. Unfortunately, I had probably eaten something wrong. Instead of staying one night I ended up staying three nights in the hotel in Trang. I didn´t eat anything for almost two days due to a lack of appetite and a sore stomach. In the meantime, I thought I could have malaria, but luckily I could reject that relatively quickly. Still pretty limp I continued on … towards Krabi. It was my first city in Thailand with much more tourists. Many people are staying there for a few days because they are going to take a boat to one of the many popular islands. I had decided not to visit any of the islands. It is always a little bit more complicated to make this kind of side trips when you have the bicycle and I think I would quickly get bored on a “lonely” island. I also didn´t feel the urge to go anymore when I saw how many (hundreds) people walk along the beach to get a boat. There are so many other nice places …
On my day off in Krabi I cycled to the Tiger Temple and once again climbed up a mountain. I just love mountains and the view from the top. I had seen this mountain the day before when I was cycling past, like I did with the one in Phatthalung. There were again lots of stairs to climb, it was hard work in the heat and the monkeys were pretty cheeky. But the views from the summit were amazing. When I was doing some research in the afternoon I quickly found another mountain, which I also wanted to climb. A word and a blow I started very early around 5:30 o´clock the next morning to cycle 35km to the trailhead for the hike. Luckily I could store my packed bike safely at one of the resorts nearby and I set off to do the 3-hour hike. I spent more than two hours at the summit ( I´m not in a hurry right;) ), enjoyed the breathtaking view and chatted to some other people. Once I was back down again I went back on my bicycle. I definitely deserved the cold beer I had in the evening after a long day. (Cheers to my grandpa, whos 80th birthday was that day!!!). To find dinner though I had to cycle around for a little bit. The prices of the places selling food in the touristic area along the beach were still cheap if you compare them with german prices but for Thailand they were just ridiculous. In the end away from that area I found the kind of food stands I knew. I had good dinner and payed a normal price.

The area around Krabi is very scenic and interesting. It is a so called karst landscape which is characterized by several steep limestone hills. Each of these hills or mountains is shaped differently and often you can see some bare rock faces and small caves. The road I was cycling on was winding through those hills which was a welcome change to the flat roads on the east coast.

In one of my previous entries, I had written about the traffic behavior in Thailand. Everything is allowed, you kind of watch the locals and adjust yourself. So far, no moped rider or car driver had got upset when I did something the same way most of the people do it here. Everyone seems quite relaxed. So it was funny when I got yelled at by a cyclist one morning (nationality I guess German) with “[…] blöde Kuh (stupid cow)!”. I had bought breakfast and snacks and I just got back on the road in ‘Thai style’ as locals do it. Thats when this guy passed me. I laughed, he didn´t hear it anymore … well, seems like the Germans just don´t have the thai composure.  :D

In the past two weeks, I unfortunately and exceptionally also had two not very good experiences. One day, a guy on a moped followed me for about half an hour, which kind of felt like a cat-and-mouse game. He seemed to enjoy bothering me and grabed my bump while he was riding past, he was “hiding” in side streets until I went past or he took shortcuts. It is not a very comfortable and good feeling and I was glad when I finally fobbed him off. Another day, when I stayed in a temple, one of the monks was a little bit too friendly. I was glad that I could lock my room from the inside and I left very early before the sunrise the next morning. I hope that this kind of experiences will continue to be a rarity. I probably can´t except it completely the way I´m travelling but so far everything was good and I don´t want to be deterred by those two incidents.

BILDER–PICTURES: please click here

Last little loop with my beloved travel buddy

Von Songkhla war unsere Route noch nicht wirklich sicher. Hamishs Flug war von Hat Yai gebucht, was nur 25 km von Songkhla entfernt ist und wir hatten noch 7 Tage. Eine Option wäre gewesen unabhängig davon Richtung Norden zu fahren, von wo aus Hamish dann einfach einen Bus zurück nach Hat Yai genommen hätte. Wir haben uns allerdings dazu entschieden eine kleine Rundtour zu machen, die in Hat Yai enden sollte, sodass wir uns gemeinsam noch ein bisschen die größte Stadt hier im Süden angucken konnten.

Nach einem langen Tag auf dem Drahtesel hatten wir abends (24.8.2017) schon Phatthalung erreicht, wo wir bei unserem zweiten Warmshowerhost in Asien übernachtet haben. Am nächsten Tag, unserem freien Tag dort haben wir ein paar kleine Märkte besucht und ich hatte meine erste Thai Massage. Unser Host und eine Freundin von ihm hatten uns empfohlen zur Massage ins Krankenhaus zu gehen. Es würde dort einen separaten Bereich für verschiedene Massagen geben und es sei günstig. Auch wenn es uns komisch vorkam, haben wir uns also auf den Weg zum Krankenhaus gemacht. 1 Stunde Thai Massage kostete 150 THB (3,80€). Hinzu kamen, wie sich erst im Nachhinein herausstellte 50 THB (1,20€) für die Registrierung im Krankenhaus, die jeder machen muss. Davon hatte uns vorher niemand etwas gesagt. Dennoch war es super günstig und immerhin haben wir jetzt ein kleines Kärtchen vom Krankenhaus mit unserem Namen drauf. Die Massage selbst war gut und schmerzhaft zugleich. Aus irgendeinem Grund schien die Dame zu wissen, dass meine Beinmuskeln am härtesten arbeiten und sie hat sich sehr auf den Bereich konzentriert. Autsch.

Am Nachmittag sind wir noch auf den Khao Ok Talu Mountain gegangen. Ich hatte den Berg am Tag zuvor gesehen, als wir nach Phatthalung rein gefahren sind und dachte mir, da will ich rauf. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass es fast bis ganz oben Treppen gibt. Nur das letzte Stück bin ich alleine etwas waghalsig zum Gipfel geklettert, was sich auf jeden Fall gelohnt hatte, die Aussicht war atemberaubend. Abends gab es dann als kleine Belohnung meinen ersten Mango sticky Rice. Yummi!

Den nächsten Tag sind wir dann nördlich vom Thale Sap (dem östlich von Phatthalung gelegenen riesigen See) zurück zur Ostküste geradelt, um wieder Richtung Songkhla zu gelangen. Durch Zufall sind wir am späten Nachmittag auf einem kleinen Markt auf einem Tempelgelände gelandet, wo eine Dame, Utai in der kleinen Bücherei dort ein wenig Englisch sprach. Sie bat uns an, dass wir in dem kleinen Raum der Bücherei übernachten könnten, was wir dankend angenommen haben. Utai hat uns zudem mit Abendessen und Frühstück am nächsten Morgen versorgt und mir die Aussprache der Zahlen in Thai beigebracht. Eine erste sehr gute Erfahrung in einem Buddhistischen Tempel.

Nach der nächsten Nacht in Songkhla sind wir am 28.8.2017 dann zu unserer letzten gemeinsamen Radetappe nach Hat Yai aufgebrochen. Leider mussten wir größtenteils auf einer vierspurigen Schnellstraße fahren, wobei es starker Regen nicht gerade angenehmer gemacht hat. Wenigstens ist es jedoch warm genug und alles trocknet super schnell wieder. Nachdem wir uns beim Food Curt der Universität (viel Auswahl und sehr günstig) gestärkt hatten, haben wir Hat Yai ein bisschen erkundet. Genauso wie schon in Songkhla waren wir auch dort als weiße Touristen auf Fahrrädern nicht mehr die größte Attraktion, wodurch man sich ein bisschen anonymer gefühlt hat. Neben der Stadt selbst haben wir drei riesige Supermärkte erkundet. Einer davon war Metro- oder Cosco ähnlich, wo es einfach alles und das in riesigen Mengen gab. Wir hatten so unseren Spaß und es war interessant zu sehen, wo die ganzen kleinen Kioskinhaber ihre Ware her bekommen. Zudem ist es immer ganz nett für eine kurze Zeit in klimatisierten Räumen zu sein.
In Hat Yai habe ich  auch endlich mal meine ganzen Klamotten anständig in einer Waschmaschine gewaschen. Den letzten Monat über wurde das zwischendurch immer mal per Hand erledigt. So genau nehmen muss man es ja nicht, schließlich schwitzt man den nächsten Tag ja sowieso gleich wieder;)

Am Mittwochabend (30.8.2017) hieß es dann auf zum Flughafen. Fast drei Monate hatten Hamish und ich nun zusammen verbracht, den letzten Monat davon auf dem Rad zusammen in Asien. Der Abschied fiel daher schon ein bisschen schwer, insbesondere weil wir noch nicht genau wissen, wann wir uns wieder sehen. Bis es soweit ist, geht es für mich erstmal wieder alleine weiter. 5 Monate habe ich noch bis ich wieder zurück zur Arbeit muss.
_______________________________________________________________________________________________

After reaching Songkhla our route wasn´t really planned. Hamish’s flight was booked from Hat Yai, which is only 25 km from Songkhla and we had 7 days left. One option would have had been to travel northwards and Hamish would have had taken a bus back to Hat Yai. But we decided, however, to do a small round trip. We planned to end in Hat Yai, so that we could have a look at the largest city in the South together.

After a long day on the bike we had reached Phatthalung in the evening (24.8.2017), where we stayed with our second Warmshowerhost in Asia. The next day, which was our day off, we visited a few small markets and I had my first Thai massage. Our host and one of his friends had recommended us to go to the hospital for the massage. They have a separate area for different massages and it is cheap. Even though it felt weird going to the hospital to get a massage, we went in the early afternoon. One hour Thai massage costs 150 THB (€ 3.80). Additional to that we needed to pay 50 THB (€ 1.20) for the hospital registration, which every new partient has to pay. No one had told us that beforehand though. Nevertheless it was super cheap and after all we have a small card from the hospital with our name on it. The massage itself was good and painful at the same time. For some reason the lady seemed to know that the muscles in my legs work hardest. She seemed very focused on that area. Ouch.

In the afternoon we went to Khao Ok Talu Mountain. I had seen the mountain the day before when we were riding into Phatthalung and thought to myself, I want to get up there. Fortunately, it turned out that there are stairs going up almost all the way to the top. Only the last little bit to the summit was climbing straight up on some rocks. I did that part by myself and it was definitely worth it, the view was breathtaking. In the evening I got my little reward on a night market- my first Mango sticky rice. Yummi!

The next day we carried on cycling north of Thale Sap (the giant lake east of Phatthalung) back to the east coast to get back to Songkhla. We happended to stopp at a small market close to a temple in the afternoon. Utai, the lady who was working in the small library there spoke some English. She offered us that we could stay in the small room of the library for the night. That sounded great and we accepted her offer with gratitude. Utai also bought us some dinner and breakfast the next morning and helped me to learn the pronunciation of the numbers in Thai. It was a very good first experience in a Buddhist temple.

After the next night in Songkhla, on 28.8.2017 we headed off to our last ride together to Hat Yai. Unfortunately we needed to cycle on a four-lane expressway for most of the way. Lots of rain didn´t really make it more pleasant. At least, however, it is warm enough and everything dries super quick. After we had some lunch at the University’s Food Curt (lots of choices and very cheap), we explored Hat Yai for a bit. Just like in Songkhla, we were no longer the biggest attraction, as white tourists on bicycles, which made you feel a bit more anonymous. Additional to the city we also explored three huge supermarkets. One of them was similar to Metro- or Cosco, where you can get simply everything and in huge quantities. We had a lot of fun and it was interesting to see, where all the small kiosk owners get their supplies. As well, it is always nice to be in rooms with air conditioning for a while.

In Hat Yai I finally managed to wash all my clothes properly in a washing machine. The last month I had only done it by hand. In the end you are going to sweat again the next day anyway so I couldn´t care less;)

On Wednesday evening (30.8.2017) we went to the airport. Hamish and I had almost spend three months together now, the last month cycling together in Asia. So saying goodbye was quite hard and sad, especially because we don´t know yet when we are going to see each other again. Until then I will continue my adventure by myself again. I still have 5 months left until I need to get back to work.

BILDER–PICTURES: please click here

Cycling through a conflict zone- South Thailand

Kurz nachdem Hamish und ich in Auckland unseren Plan geschmiedet und die Flüge gebucht hatten, haben wir realisiert, dass wir durch eine Gegend fahren wollen, in der schon seit 2004 ein Konlikt herrscht. Auf der Internetseite des auswärtigen Amts wird immer noch davon abgeraten, die südlichsten Gebiete Thailands zu bereisen. Wir haben daraufhin viel im Internet gelesen, ein paar Blogs von anderen Touring Radfahrern durchstöbert und beschlossen, wie geplant Richtung Norden durch genau diese Region zu radeln und aufs Beste zu hoffen.

Unser letzter Stopp in Malaysia war Kota Bharu. Sehr bekannt sind dort der Central Market und der Night Market. Der Central Market war ein Highlight. Auch wenn es nicht der größte Market war, den ich bislang besucht habe, herrschte dort doch eine sehr besondere Atmosphäre. In der oberen Etage war neben Verkaufsständen der Food Court mit etlichen verschieden Gerichten und Snacks zum Probieren. Von dort konnte man auch in der Mitte des Gebäudes von oben das Geschehen bei den  Marktständen beobachten; eine Vielfalt an Farben, Gerüchen, Geräuschen und Geschehen.

Am 18.8. ging es dann die letzten paar Kilometer nach Thailand. Da wir noch einige malaysische Ringgit über hatten, die wir aufbrauchen wollten, gab es den Morgen ein riesen Frühstück, Cendol (eine Art Dessert Drink), ein Coconut Shake und Mittagessen innerhalb von wenigen Stunden. Das Gute ist, dass man kein allzu schlechtes Gewissen haben muss, weil man ja beim Radeln auch wieder ein paar Kalorien verbrennt.

Der Grenzübergang und die Kontrollen waren genauso unproblematisch und schnell, wie von Singapur nach Malaysia. Auch wenn es eigentlich nur die andere Seite vom Fluss war, über den wir die kleine Fähre genommen hatten, hat man relativ schnell gemerkt, dass man in Thailand ist. Plötzlich konnte man so gut wie kein Straßenschild, keine Plakate, Werbung oder Menü mehr lesen. Das Bestellen von Essen wurde dadurch deutlich erschwert, denn viele Leute, insbesondere in dem nicht touristischen Süd-Osten Thailands sprechen kein Englisch. Wenn nicht gerade jemand etwas bei dem Essensstand isst, wo man anhält, und man auf das Gericht zeigen kann, muss man auf Zutaten deuten, versuchen zu zeigen, dass man eine Portion von was auch immer haben möchte oder aufgeben und weiterziehen. Das thailändische Essen ist köstlich:) Es gibt viele Currys, Gemüse, Pad Thai und mein neuer Favourit grüner Papaya Salat. Da ich mich immer noch im “Schärfetraining” befinde, ist es manchmal schwer sich auf den Geschmack und nicht auf die Schärfe zu konzentrieren. Aber ich bin mir sicher, dass ich nach 2 Monaten hier in Thailand keine Probleme mehr haben werde.

Obwohl der Süden Thailands inklusive all der Orte, die wir passiert haben (Narathiwat, Pattani und Songkhla) wie erwähnt auch derzeit noch eine Konfliktzone ist, haben wir uns zu keinen Moment unsicher gefühlt. Man bekommt als weißer Tourist, insbesondere mit den Fahrrädern noch viel mehr Aufmerksamkeit als sonst, aber die Leute sind freundlich und schienen sehr aufgeregt gewesen zu sein, wenn sie uns gesehen haben. Eine Besonderheit auf der Strecke waren die etlichen, wie wir sie nannten, Checkpoints, die man passieren musste. Sie bestehen aus einer Art Aufbauten auf der Straße, die eine Verlangsamung des Verkehrs verursachen. Meistens wird auf eine Bahn reduziert und schwer bewaffnete Polizisten nehmen die Autos und Leute beim Vorbeifahren kurz in Augenschein. Richtig anhalten musste man nicht. Zusätzlich waren Kameras aufgebaut, sodass jedes passierende Fahrzeug gefilmt wurde. Den einen Tag haben wir 17 “Checkpoints” gezählt durch die wir gefahren sind.

Nach zwei langen Tagen über 100km haben wir in Songkhla zwei Tage Pause gemacht. Wir haben die Stadt erkundet, ich bin auf den Tangkuan Hill gegangen, auf dem ich so viele Affen wie noch nie zuvor auf einem Fleck gesehen habe und wir haben natürlich viel verschiedes lokales Essen probiert. Zudem war ich in meinem ersten großen Thailändischen Supermarkt. Supermärkte sind hier in Thailand seltener zu finden als in Malaysia, somit war selbst das ein ganz interessanter Trip. Zu meinem Bedauern musste ich feststellen, dass sich der Preis für Peanutbutter hier verdreifacht hatte :(

Am 24.8.2017 ging es weiter nach Phatthalung. 6 Tage noch bis Hamish wieder zurück nach Neuseeland fliegt.
______________________________________________________________________________________________

Hamish and I had planned our route and had booked our flights to Asia while we were still in Auckland. Just shortly afterwards we realized that we were planning to cycle through a region in which there had been a conflict since 2004. On the website of the Ministry of Foreign Affaires they still recommend to not travel to the southernmost regions of Thailand. We did some research in the Internet, read some blogs of other touring cyclists and decided that we will however cycle northwards through exactly this region hoping for the best:)

Our last stop in Malaysia was Kota Bharu. Very well known are the Central Market and the Night Market. The Central Market was my little highlight. Although it was not the biggest market I have visited so far, it seemed like there was a very special atmosphere. On the upper floor in the builing  was the food court with several different dishes and snacks to try. From that level you could also observe the market in the center of the building from above; a variety of colors, smells, sounds and events.

On August 18 we cycled the last few kilometers to Thailand. Since we had some Malaysian Ringgit left which we wanted to get rid of, we had a huge breakfast, Cendol (a kind of dessert drink), a coconut shake and lunch within a few hours. The good thing is that you don´t have to worry that much about calories cause you´re burning it off again anyway.

The border crossing was as easy and fast as the one from Singapore to Malaysia. Even though it was only the other side of the river, where we had taken the small ferry across, you realised pretty soon that you are in Thailand. Suddenly you could read almost no road sign, no posters, advertising or menu anymore. Ordering food was much more difficult this way because many people, especially in the non-touristic South-East of Thailand, do not speak any English. If there is no one eating at the food stand you are stopping at and you can´t point at someones dish, you need to try pointing at ingredients or try to show that you want to have a portion of whatever they serve. The other option is to give up and move on. The Thai food is delicious :) There are lots of currys, vegetables, pad thai and my new favorite green papaya salad. Since I am still in my ´spice training´, it is sometimes difficult to focus on the taste more than the spicyness. But I am sure that by the end of my stay in Thailand I won´t have any trouble any more.

Although the southern part of Thailand, including all the places we passed (Narathiwat, Pattani and Songkhla) is as metioned still a conflict zone, we never felt unsafe. As a white tourist you get more attention as usual, especially on bicycles. But the people are friendly and seem to be very excited when they saw us. One thing which was special and new for me in that area were the checkpoint, as we called them, which we had to pass. It is a construction on the road, which causes the traffic to slow down. Mostly, it gets reduced to one lane and heavily armed police officers check the cars and the people briefly while they are passing. You didn´t need to stop though. Additional there were cameras built up so that each passing vehicle was filmed. One day we counted 17 “checkpoints” we passed.

After two long days of over 100km, we had two days off in Songkhla. We explored the city and of course we tried a lot of different local food. I went up Tangkuan Hill where there were as many monkeys as I´ve never seen before in a spot. I also went to my first big Thai supermarket. Supermarkets are more rare in Thailand than in Malaysia, so that even this trip was quite interesting. To my regret, I found out that the price for Peanutbutter had tripled here:(

On 24.8.2017 we carried on to Phatthalung. 6 days left until Hamish flies back to New Zealand.

BILDER–PICTURES: please click here

 

The sound of the mosques and a total of 20.000km

Ich bin schon lange nicht mehr für eine so lange Zeit auf einer Straße gewesen, die so flach ist, wie die entlang der Ostküste Malaysias. Nur die ersten zwei Tage in Malaysia, als wir durch die vielen Palmölplantagen gefahren sind, hatten wir die altbekannten ´rolling hills´. Die restliche Zeit war die Straße flach.

Wir haben oft versucht, die verkehrsärmeren Nebenstraßen zu nehmen. Aber auch wenn wir auf die „Hauptstraße“ ausweichen mussten, waren die Autofahrer zu 95% sehr rücksichtsvoll. Aufpassen musste man nur, wenn einem plötzlich auf seiner Seite auf dem Seitenstreifen ein Moped entgegengesetzt der Fahrtrichtung entgegen kam. Viele Leute machen das, um von einer abgehenden Seitenstraße zur nächsten zu gelangen, ohne zweimal die gesamte verkehrsreiche Straße, inklusive einer bordsteinähnlichen ziemlich hohen Mittelbarriere überqueren zu müssen. (Das ist nur eine Vermutung) Da wir in Asien sind und alles erlaubt zu sein scheint, passen wir uns natürlich an und verhalten uns dementsprechend genauso regelfrei im Straßenverkehr. Manchmal erscheint das ganz praktisch.

Die Staatsreligion in Malaysia ist der Islam. Eine Sache, die einem daher in dem Land auffällt, sind die Moscheen. Egal wo man sich im befindet, man scheint immer in der Nähe einer Moschee zu sein. Ganz nach dem Motto, wenn man sie nicht sieht, dann hört man sie. Während meiner Zeit in Malaysia habe ich mich total an den Gebetsgesang gewöhnt. Mehrmals am Tag hört man ihn aus der Ferne oder ganz aus der Nähe. Früh am Morgen war es der Klang, zu dem man aufgewacht ist.

Mit dem Rad durch Malaysia zu fahren, war insgesamt eine sehr gute Erfahrung. Die Menschen hier waren freundlich und hilfsbereit. Man hat gemerkt, dass in vielen Gegenden, gerade in den kleinen Dörfern, durch die wir auf schmalen Nebenstraßen gefahren sind, Touristen nicht das Alltägliche sind. Leute scheinen aufgeregt zu sein und sich zu freuen, jeder grüßt einen freundlich und ein paar Leute wollten sogar ein Foto mit uns. Einmal hat uns ein Auto auf der Schnellstraße überholt und ist in einiger Entfernung auf den Seitenstreifen gefahren. Als wir dann an ihm vorbeigefahren sind, wurden wir mit dem Handy aus dem Fenster gefilmt, solange bis der Fahrer uns dann nochmals überholt hatte und wir freundlich gewunken haben. Wir sind schon eine Rarität;)

16 Tage, inklusive Pausentage haben wir gebraucht, um von Singapur nach Kota Bharu, der nördlichsten Stadt an der Ostküste Malaysias zu fahren. Die Zeit scheint nur so geflogen zu sein. Gerade hatte man sich an Gegebenheiten, Preise oder ein paar Vokabeln gewöhnt und wusste sich zurecht zu finden, da war man auch schon am anderen Ende von Malaysia.

Ein kleines Highlight, insbesondere auf meine gesamte Reise bezogen, war, dass ich nach etwas mehr als 1,5 Jahren auf meinem Fahrrad in Malaysia nun endlich die Gesamtkilometerzahl von 20.000km erreicht habe.


It is a long time ago since I have been on a road as flat as the one along the east coast of Malaysia. Only the first two days while cycling through the palm oil plantations in the south of Malaysia, we were facing the well-known ‘rolling hills’. North from there the road were as flat as a pancake. We were often able to find small backroads with not much traffic on. But even if we needed to go back on the main road, 95% of the drivers were very considerate. You just had to be careful when suddenly a motorcycle sped towards you on the shoulder on the wrong side of the road. I guess many people are doing this to get from one small side road to another without having to cross the entire busy street twice, including a fairly high middle barrier. Since we are in Asia and everything seems to be allowed on the roads, we of course adjust ourselves and try to act like there are traffic rules. Sometimes it seems quite convenient.

The state religion in Malaysia is the Islam. One thing that strikes you in this country are the mosques. No matter where you are, you always seem to be near a mosque. If you can´t see them, you can at least hear them. During my time in Malaysia, I got used to the prayer call. Several times during the day you can hear it from a distance or from nearby. Early in the morning it was the sound you woke up to.

In total cycling through Malaysia was a very good experience. The people here were friendly and helpful. We noticed that in many areas, especially in the small villages we cycled through on narrow side streets, tourists are not part of the everyday life. People seem to be excited and happy, everyone says hello and a few people even wanted a photo with us. Once there was a car stopping further ahead on the side of the highway after overtaking us. When we cycled past, I saw that he was filming us with his phone out of the window. He passed us a second time still filming and we friendly waved at him. We are a real rarity;)

Cycling from Singapore to Kota Bharu which is the northermost city on the east coast of Malaysia took 16 days including a few days off. It seemed like the time flew by so fast. I just started to grow accustomed to culture, prices and some vocabulary, as well as finding my way around. But suddenly we had already reached the other end of Malaysia.

A small highlight, especially referred to my entire trip, was the fact that after a little more than 1.5 years on my bicycle, I finally reached the total mileage of 20,000km in Malaysia.

BILDER–PICTURES: please click here

Little Brompton gives up

Wie in meinem vorherigen Blogeintrag erwähnt, ist es ziemlich heiß hier und das Klima ist tropisch und schwül. Wir haben uns also angewöhnt, wie ich es schon “damals” in Costa Rica gemacht hatte, früh zu starten und die Mittagshitze zu vermeiden. So sind wir morgens vor der Sonne und allen anderen auf der Straße, was ziemlich angenehm ist und können guten Gewissens gegen 9/ 10 Uhr für eine Weile stoppen, wenn es zu warm wird.

Malaysia ist ein ziemlich günstiges Land zum Reisen. Die Gesamtkosten von 25$AUS, die ich in Australien für die gesamten drei Monate für Übernachtungen ausgegeben habe, kann ich dennoch nicht toppen. Da es hier in der Hitze nach einem schweißtreibenden Tag auf dem Rad nicht sehr angenehm ist zu zelten, haben wir bislang nachts ein Zimmer genommen. Die Preisspanne dafür liegt bis jetzt zwischen 7€ und 15€ pro Nacht für uns Beide zusammen, größtenteils für ein Zimmer mit Bad und Klimaanlage. Um die Energiereserven wieder aufzufüllen stoppen wir meistens 3 mal am Tag in einen der vielen kleinen Restaurants am Straßenrand. Dort geben wir im Durchschnitt 2-3 € für Essen +Getränk für uns Beide aus. Für mich ist es auf dieser Reise eine ganz neue Erfahrung nicht zu kochen und keinen Haferschleim zum Frühstück zu haben. Manchmal ist es sogar ziemlich schwer, wenn man hungrig und erschöpft vor dem riesen Menü steht, was man anfangs nur halbwegs lesen konnte und entscheiden soll, was man essen möchte. Zum Frühstück ist das malaysische Brot, Roti Canai genannt, sehr lecker. Es wird aus Wasser, Mehl, Öl und Salz hergestellt, sieht aus wie ein Pfannkuchen und man bekommt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Es wird beispielsweise mit Ei, Banane, Sardinen, süß oder ohne alles gebraten. Serviert wird es mit es mit Dahl (indischer Soße aus Linsen hergestellt) oder mit der Soße von einem Curry.

Schon den ersten Tag, nachdem wir die Grenze überquert hatten, schwächelte Hamishs Fahrrad leider ein bisschen. Hamish hatte sich entschieden sein faltbares Brompton Fahrrad mitzunehmen, falls er auf Grund seines Fußes auf den Bus umsteigen muss. Er war schon vorher einmal damit getourt, als das Rad noch etwas jünger war. Diesmal schien es nach und nach den Geist aufzugeben.
Tag 1: Eine Speiche hinten gebrochen
Tag 2: Eine Speiche vorne, eine Speiche hinten gebrochen
Tag 3: Pausentag, beim Speichen einstellen, eine Speiche vorne gebrochen
Somit waren die mitgebrachten Ersatzspeichen aufgebraucht. Am Tag 4 haben wir Fahrräder getauscht, da ich ein paar Kilo leichter bin und es die Speichen vielleicht ein bisschen entlasten würde. Als wir nach 50km zum Frühstück gestoppt haben, sind plötzlich ohne, dass auch nur einer auf dem Rad saß, zwei Speichen hinten gebrochen. Game over. Ein Plan B musste her. Hamish ist mit dem Bus nach Kuantan, der nächst größere Stadt an der Ostküste gefahren und ich bin mit dem Fahrrad weiter. Nach meinem bislang längsten Tag auf meinem gesamten Trip (143km) bin ich schon am nächsten Tag ebenfalls in Kuantan angekommen. Nach etwas Hin-und Herüberlegen haben wir am Montag dann einen Tagesausflug mit dem Bus nach Kuala Lumpur, der an der Westküste gelegenen Hauptstadt,  gemacht. Hamish hat ein neues Fahrrad gekauft und sein altes nach Hause geschickt. Am Dienstag ging es also weiter, Hamish auf seinem neuen, pinken, vielleicht auch lila farbenden Brompton(es war im Angebot).
Wir sind bis Chareting gefahren, wo mich dann endgültig eine dicke Erkältung eingeholt hat. Wir haben daraufhin in dem kleinen Ort zweieinhalb Tage Pause gemacht, bevor es Freitag noch ziemlich verschnupft weiter ging. Ich kann einfach nicht still sitzen.


As mentioned in my previous blog entry, temperatures are pretty high here and the climate is tropical and muggy. To avoid the midday heat we aimed for an early start as I also did when I was in Costa Rica. This way we are on the road before the sunrise and any other traffic which is quite pleasant. As soon as it gets to hot around 9/10 am we can stop for a while and already have done a few kilometers.

Malaysia is a fairly inexpensive country to travel. The total cost of 25 AUS$  that I´ve spent on accommodation in Australia for the entire three months is hard to beat though. Since it is not very pleasant to camp in the heat after a sweaty day on the bike, we so far stayed in hotels every night. The price range is between 7 € and 15 € per night for both of us, mostly for a room with bathroom and air conditioning. To replenish our energy reserves, we usually stop three times a day at one of the many small restaurants along the road. There we spend an average of 2-3 € for food + drinks for both of us. For me it is a whole new experience on this trip not to cook and to not have my oatmeal in the morning for breakfast. Sometimes you are standing infront of a huge menu though which you can only read halfway through, beeing hungry and exhausted. Then it is quite hard to decide what you want to eat. For breakfast I really enjoy having the Malaysian bread, called Roti Canai. It is very delicious. It is made from water, flour, oil and salt, looks like a pancake and you get it in different variations. It is for example fried with eggs, banana, sardines or you can have it sweet or just plain. It is served with dahl (Indian sauce made out of lentils) or with sauce of a curry.

The first day, after we had crossed the border to Malaysia, Hamish unfortunately started to have some trouble with his bicycle. He had decided to take his foldable Brompton bicycle, so that he could easily take a bus in case he starts feeling pain in his foot. He has been touring with his Brompton before but that was a couple of years ago. This time it seemed like the little Brompton was giving up.
Day 1: One broken spoke in the backwheel
Day 2: One broken spoke in the frontwheel, one broken spoke in the backwheel
Day 3: Day off. While adjusting his spokes one spoke in the frontwheel broke
By now all the spare spokes he had brought along were exhausted. On day 4, we changed bicycles. I’m a few kilos lighter so we were hoping to maybe relieve the spokes a little bit. When we stopped for breakfast after 50km, two spokes suddenly broke even though at that moment none of us was actually sitting on the bike. Game over…time for a Plan B. Hamish took the bus to Kuantan, the next largest city on the east coast. I carried on by bicycle. After my longest day on my entire trip (143km) I already arrived the next day in Kuantan as well. On Monday after some research we made a day trip with the bus to Kuala Lumpur, the capital located on the west coast. Hamish bought a new bike and sent his old one home. This way we were back on the road on Tuesday, Hamish on his new, pink, maybe purple-colored Brompton (it was on special).

We cycled to Chareting, where I got a bad cold. It forced us to take a break for two and a half days in the small town. On Friday we finally continued, me still not feeling very well but I just can not sit still.

PICTURES–BILDER: please click here

Singapore- Gateway to Malaysia, my 11th country

Für alle Leute, die noch nie in Asien waren (wie ich), soll Singapur die „sanfte Art und Weise sein“, anzukommen. Es ist eine sehr moderne, saubere und entwickelte Stadt, in der man trotzdem Wohnviertel und Lebensweisen unterschiedlichster Art findet. Während unserer drei Tagen dort, haben wir versucht so viele Gegenden, wie möglich zu erkunden und uns an die extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen.

Um vom Singapur nach Malaysia zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten. Man fährt entweder über die Brücke, die die beide Länder miteinander verbindet oder man nimmt ein Boot von der nördlichen Spitze Singapurs nach Malaysia. Wir haben uns für das Boot entschieden, was jedoch die Besonderheit hat, dass es zu keinen geregelten Zeiten abfährt. Sobald zwölf Leute am kleinen Fährenterminal erscheinen, geht es los. Wie hatten Glück, dass wir nach schon 1,5 Stunden mit nur 3 Leuten losgefahren sind. Normalerweise muss jemand die Kosten für die fehlenden Gäste übernehmen, wenn man eher ablegen möchte. Vielleicht hatte der Bootfahrer ja aber Feierabend oder eine Verabredung in Malaysia, wer weiß. Die Einreise in mein nun schon elftes Land war super einfach. Es wurde weder nach Einreisegrund, Dauer oder Adresse gefragt, geschweige denn wurde das Gepäck kontrolliert. So ging das ganze wenigstens schön flott.

Die Temperatur draußen hatte sich durch die 45-minütige Bootsfahrt nicht sonderlich geändert. In der prallen Mittagshitze haben wir also unsere ersten Kilometer in Malaysia zurückgelegt. Schnell aufgefallen ist, dass die südliche Ostküste Malaysias durch Palm-Öl Plantagen geprägt ist. Für etliche Kilometer sieht man einfach eine Palme nach der Anderen. Wenn man so vor sich hin fährt stellt man sich dann auf einmal die Frage, aus welchem Teil der Palme wohl das Öl gewonnen wird. Obwohl sich die Palmen auf den Feldern in der Größe unterschieden haben und wir zuerst vermutet haben, dass vielleicht der ganze Baum zur Gewinnung gefällt werden muss, lagen wir falsch. Es sind die Früchte, die geerntet werden und aus denen das Öl gewonnen wird.

Nach einem langen ersten Tag, glücklich, zurück auf dem beladenen Fahrrad, hat das Essen und erst recht meine künstlich aromatisierte Bananenmilch, die ich einfach kaufen musste, gleich doppelt so gut geschmeckt.


For all the people who haven’t been to Asia (like me), Singapore is supposed to be the “gentle way” to arrive. It is a very modern, clean and developed city, where you can still find a lot of different urban areas and different lifestyles. During our three days there, we tried to explore as many areas as possible and we also attempted to get used to the extreme heat and humidity.

There are two ways to get from Singapore to Malaysia. You can either go over the bridge which is connecting the two countries or you take a boat from the eastern tip of Singapore to Malaysia. We decided to take the boat even though it had the downside not having a fixed schedule – it leaves as soon as there are twelve people ready to leave at the small ferry terminal. We were lucky that we only had to wait 1.5 hours, departing with only 3 people. Normally, someone has to pay the costs for the missing passengers if you want to leave before there are 12 passengers. Perhaps it was the last ride for the captain that day or he had an appointment in Malaysia… who knows. The entry into my 11th country was super easy. The officer didn´t ask for the reason to enter Malaysia, nothing about how long we were going to stay or an intended address.. and our bags didn´t get checked either. So we sped through customs very quickly.

We started our cycled our first kilometers in the blazing Malaysian midday heat. We noticed soon that the southern east coast of Malaysia is dominated by palm oil plantations. For a kilometers on end you see palm tree after palm tree. While we were riding along we began to wonder from which part of the palm tree the oil is extracted. Because I saw quite a few fields with different sized palm trees along the way, I first guessed that perhaps the whole tree is felled for extraction. It turned out I was wrong. It is the fruit that is harvested and from which the oil is extracted.

After a first long day back on my loaded bicycle, the food, and even more so, my artificially-flavored banana milk, which I had to buy when I layed eyes on it, tasted twice as good.

BILDER–PICTURES: please click here

Kayaking with dolphins

Über 6 Wochen bin ich nun schon zurück in Auckland. Einerseits kommt es mir wie eine sehr lange Zeit vor, in der ich nicht wirklich viel gemacht habe und andererseits scheint es erst letzte Woche gewesen zu sein, dass ich von Hamish am Flughafen abgeholt worden bin. Die letzten zwei Wochen haben wir uns die Zeit mit Spaziergängen, Spieleabenden und Reiseplanung vertrieben. Ich hatte mir kurz nach meiner Operation ein paar Malsachen gekauft, sodass ich die vier Wochen, in denen ich sportlich durch den Heilungsprozess super eingeschränkt war, kreativ sinnvoll nutzen konnte. Ich habe mich außerdem ein bisschen um meine Ausrüstung gekümmert. Ich hatte blöderweise vor einiger Zeit meine Zahncreme in meinem Zelt vergessen, als ich es zusammen gepackt habe. Die Folge waren etwa 15 kleine Löcher über das ganze Außenzelt verteilt, verursacht von den scharfkantigen Ecken der Zahncreme. Jetzt sind alle Löcher mit speziellem Tape geflickt und das Zelt wieder einsatzbereit.
Nicht vorhersehbar mussten auch an meinem Rad ein paar Teile ausgetauscht werden. Als ich wegen meiner Schaltung im Radladen war, stellte sich heraus, dass meine Schaltringe, die Kette und die Kassette relativ abgenutzt waren. Ich schätze, ich fahre einfach zu viel Fahrrad;) Zu einem fairen Preis wurde alles Nötige erneuert. Ich kann mich hier nur nochmals bei meinem Sponsor Micheal Kracke bedanken, der die Kosten für die Reperatur übernimmt.  Letzte Woche hat mich Kevin besucht. Das war eine sehr nette Abwechslung. Ursprünglich aus Schottland war er ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs, als ich Neuseeland bereist habe. Ich hatte ihn damals 3 Mal getroffen. Zur Zeit arbeitet er auf einer Farm hier in der Nähe.

Letzten Dienstag ist dann endgültig das Planungs- und Packchaos ausgebrochen. Dennoch sind wir Mittwochfrüh spontan zu einer Kajaktour aufgebrochen, da für mich die vier Wochen Schonungszeit endlich rum waren und ich immer noch nicht beim Rangitoto Island war. Die Wettervorhersage war ganz gut und der Wind sollte erst am Nachmittag stärker werden. Natürlich war dem nicht so, …wir sind in Neuseeland! Ich hatte ganz schön zu kämpfen auf dem Weg zurück. Völlig erschöft (zumindest meine Wenigkeit) gerade wieder in Ufernähe angekommen, haben wir ein paar Meter von uns entfernt Delfine gesehen. Wir sind also anstatt zum Strand zurück zu paddeln den Delfinen für etwa 20 Minuten gefolgt, so nah, dass man sie unterm Kajak sehen konnte und sie 1 Meter von uns entfernt immer wieder aufgetaucht sind. Zwei Mal ist sogar einer komplett auf dem Wasser gesprungen.
Es war nicht das erste Mal, dass ich Delfine auf dieser Reise gesehen habe, aber das erste Mal von so nah. Eine sehr einzigartige Erfahrung:)

Das Wetter war übrigens die meiste Zeit nicht wirklich so gut, wie es auf den Fotos aussieht. Es ist bislang wohl ein sehr milder Winter, aber die letzten Wochen war es oft sehr regnerisch und windig. Es wird Zeit wieder in ein Land mit wärmerem Wetter zu reisen. Taschen und Fahrräder sind nun so gut wie ge-/verpackt. Morgen geht es zum Flughafen. Ich bin sehr gespannt… auf nach Asien!


It´s been 6 weeks since I arrived back in Auckland. On one hand it felt like a very long time in which I haven´t really done much. On the other hand it seems that it was just yesterday that Hamish picked me up at the airport. The last two weeks we spent time taking some walks, hosting game nights and planning for our trip. Just after my surgery I bought some painting materials. This gave me something to do while I was limited by the healing process. I also did some maintenance on my bike and camping gear. A while ago I forgot to take my toothpaste out of my tent when I packed it up. This unfortunately resulted in about 15 small holes spread out all over the entire fly, caused by the sharp corners of the toothpaste tube. I was able to patch all the holes with a special tape and the tent is good to go again. Unexpectedly, some parts on my bike needed to be replaced as well. While at the bike shop to get my gears adjusted, they told me that my chain rings, the chain and the cassette were relatively worn. I guess I´m cycling too much;) At a fair price, everything necessary was replaced. Thanks again to my sponsor Micheal Kracke who is paying for the service.

Last week my friend Kevin came to visit me which was a very nice change. Originally from Scotland, I first met him when we were both bike touring around New Zealand. During that trip we had met on three separate occasions. He is currently working on a farm north of Auckland which made it easy for him to come down and visit.

Last Tuesday, 3 days before our flight, we started intense planning and packing. In the midst of this we spontaneously went out on a kayak trip Wednesday morning. My four weeks of healing and recovering time finally were over and I had wanted to kayak to Rangitoto Island for a while. The weather forecast was quite good and the wind was expected to not become stronger until the afternoon. Of course that was wrong … we are in New Zealand! It was really hard work on the way back into the wind. Totally exhausted (at least me) we got back close to the shore again when we suddenly spotted some dolphins a few meters away from us. So instead of paddling back home to the beach we followed the dolphins for about half an hour, so close that you could sometimes see them underneath the kayak. They often came up just a meter away from us und two times one of them even jumped fully out of the water. It was not the first time that I have seen dolphins on this trip, but the first time I have been so close to them. A very amazing experience :)

The weather was not really as good as it looks in the photos most of the time. It is probably a very mild winter, but the last few weeks it was often very rainy and windy. It’s time to travel again to a country with warmer weather. Bags and bicycles are now packed. Tomorrow we go to the airport. I’m very excited to experience Asia!

BILDER–PICTURES: please click here

Next flight is booked- happy to get back on my bike again!

Es ist so weit… meine Reise geht weiter und es geht endlich zurück aufs Rad. Nach drei Wochen Genesen und Ruhen kribbelt es langsam ganz schön. Es wird Zeit wieder aufzubrechen, sich auszupowern, neue Orte zu erkunden und neue Menschen kennen zu lernen. Letzte Woche habe ich meinen Flug aus Neuseeland gebucht. Am 28.7.2017 werde ich nach Singapur fliegen, von wo aus ich plane mit dem Fahrrad Richtung Norden durch Malaysia, Thailand und Kambodscha bis nach Vietnam zu fahren. Hamish wird mich für einen Monat bis nach Süd Thailand begleiten.
Ich bin gespannt auf meine erste Begegenung mit Asien. Es warten wärmeres Wetter, neue fremde Kulturen und viele verschiedene Gerichte, Snacks und Früchte zum Probieren.
Da ich weiterhin noch keine vollen 100% geben darf, wird die kommende Woche noch ziemlich entspannt aussehen und auch die ersten Wochen in Asien werde ich es langsam angehen lassen müssen. Aber immerhin ein neues Land, neue Leute und wieder zurück auf meinem geliebtem Fahrrad!


Finally… my journy continues and I´m going to be back on bike soon. After three weeks of recovering  and resting, I´m itching to go again. It´s time to carry on, explore new places and meet new people. Last week I booked my flight out of New Zealand. I will fly to Singapore on July 28, 2017, from where I plan to cycle northwards through Malaysia, Thailand and Cambodia to Vietnam. Hamish will join me for a month travelling up to South Thailand.
I am curious about my first encounter with Asia. It´s going to be warmer weather, there are new and interesting foreign cultures to learn about and many different dishes, snacks and fruits to be tasted.
Since I´m still not able to give a 100%, the upcoming week will still look quite relaxed as well as the first few weeks in Asia I´ll probably have to take it slow. But what is important for me is that I´m going to be in a new country, I´m going to meet new people and i will be back on my beloved bicycle.

Cripple Club Devonport- not only in love with my bicycle anymore!

Auf meiner Reise waren die Flüge bislang der einzige Teil, der wirklich geplant und vorweg gebucht war. Doch auch das kann sich, wie ich feststellen musste, unter gewissen Umständen plötzlich ändern. In Neuseeland hatte ich die letzten zwei Wochen im März, während ich zurück nach Auckland geradelt bin, Gesellschaft von Hamish. Wir hatten uns gut verstanden und während meiner Zeit in Australien festgestellt, dass wir uns noch mal sehen wollten. Hamish hatte sich „damals“ auf einer Wanderung, kurz bevor ich nach Australien geflogen bin, drei Mittelfußknochen gebrochen, wodurch seine Reisefähigkeit ziemlich eingeschränkt war. Ich habe also umgebucht und bin nicht von Brisbane, wie ursprünglich geplant nach Bangkok geflogen, sondern es ging am 10. Juni 2017 wieder zurück nach Neuseeland, Auckland.

Hamish und ich genießen die Zeit zusammen. Wir haben einen kleinen Trip Richtung Norden gemacht und ein paar Verwandte besucht und leben sonst so in den Tag hinein. Da ich mich im Secondhandladen mit ein paar Klamotten und Laufschuhen ausgestattet hatte, gehe ich fast jeden Tag laufen. Mir fehlt das Radfahren und die damit verbundene sportliche Betätigung, die ich sonst jeden Tag hatte.
Zwischenzeitig war hier ein Paket von dem Fahrradladen ´Zweirad & Service Kracke´ mit ein paar Ersatzteilen angekommen, sodass ich ein bisschen an meinem Fahrrad werkeln konnte. Vielen Dank nochmal  an Micheal Kracke und sein Team für die Unterstützung!

Letzte Woche Dienstag bin ich abends mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus gefahren, wo sich nach einigen Untersuchungen herausstellte, dass ich eine entzündete Gallenblase und drei Gallensteine habe. Ich wurde Mittwochnachmittag operiert und durfte Donnerstag glücklicherweise schon wieder nach Hause, mit drei Gallensteinen in einem Döschen als Souvenir. Seitdem ist Schonen angesagt, was mir so gar nicht gefällt. Im Prinzip ist es aber gutes Timing gewesen, dass ich gerade in Neuseeland war, als ich solche Schmerzen bekommen habe. Ich hätte jetzt schließlich auch irgendwo in Thailand unterwegs sein können. Hier habe ich zumindest ein Zuhause und jemanden, der sich sehr lieb um mich kümmert. Zudem hatte ich noch keinen Flug gebucht, was es mir erlaubt, ganz „entspannt“ abzuwarten bis alles verheilt.

Nun sind es schon zwei Krüppel, die in den Tag hinein leben und noch eingeschränkter sind, als vorher. Aber wir machen das Beste daraus;) Wenn ich wieder komplett fit bin und meine Schonungsphase hinter mir habe, werde ich nach Asien fliegen. Abhängig davon, wie die Heilung von Hamishs Fuß weiterhin verläuft, habe ich in Asien vielleicht sogar Begleitung:) Bis dahin muss ich abwarten und Tee trinken… hier ist ja schließlich Winter.


On my trip so far the only fixed travel plans that I have had are the flights that  I booked in advance. But I have discovered that these can also change under certain circumstances. In my last two weeks travelling New Zealand in March, I had some company from Hamish who cycled back to Auckland with me. We got along with each other really well and during my time in Australia we realized that we wanted to see each other again. Hamish broke several bones in his foot on a hike we did together just before I left New Zealand to fly to Australia, which meant that his ability to travel was quite limited. That´s why I changed my flights and flew from Brisbane back to Auckland, New Zealand on June 10, 2017 instead of Bangkok as originally planned.

Hamish and I are enjoying our time together. We took a small trip up north and visited a few of his relatives. Every day we do pretty much whatever we wanna do. I bought some clothes and running shoes in a second-hand shop and I go for a run almost every day. I miss being on my bike  for most of the day and the associated sporting activity which I previously had nearly every day.

While staying in Auckland a package from the bicycle store ‘Zweirad & Service Kracke’ arrived with a few spare parts so I could work on my bike a little bit. Thanks again to Micheal Kracke and his team for the support!

Last week on Tuesday night I suddenly experienced serious pain in my stomach.  We went to the hospital where they found out that my gallbladder was inflamed and that I had three gall stones. I had surgery on Wednesday afternoon to remove my gallbladder. Fortunately I could leave hospital the next day and go back home with my three gall stones in a small container as a souvenir. Since then I need to take it easy, which isn´t quite my favourite thing. It was fortunate that I was in New Zealand when this happened. I could have been traveling somewhere in the middle of nowhere in Thailand by that time. Here at least I have a safe place to stay and someone who is attentive to me. Another good thing is that I have not booked a flight out of New Zealand yet, which allows me to relax and wait until everything is healed properly.

Now we are two cripples that live for the day and are even more limited than before. But we make the most of it ;)
When I am fully recovered, I will fly to Asia. Depending on how the healing of Hamish’s foot goes, I may even have some company in Asia :) Until then I have to wait and see!

BILDER–PICTURES: please click here

Up to Fraser Island… or maybe not!

In Brisbane habe ich mich nicht wirklich lange aufgehalten. In einer großen Stadt merke ich immer wieder, dass es zum Radeln viel zu stressig, laut und gefährlich ist. Wenn man sich nicht wirklich intensiv mit einer Stadt beschäftigt, sehen sie auf eine Art und Weise sowieso immer ziemlich ähnlich aus. So habe ich mich auf dem Weg von der südlichen Spitze zur nördlichen Spitze Brisbanes, von einem Warmshower Host zum nächsten Warmshower Host ein bisschen umgesehen. Ich war allerdings froh, als ich Downtown dann wieder hinter mit gelassen hatte.

Ich konnte etwas von meinem Gepäck bei meinen zweiten Warmshower hosts in Brsibane deponieren. Von dort aus bin ich Richtung Norden aufgebrochen. Mein Plan war es Richtung Fraser Island zu radeln, vielleicht einen kleinen Trip auf die Insel zu machen (ohne Rad, da es eine Sandinsel ist) und dann wieder zurück nach Brisbane zu meinen Hosts zu fahren. Im Endeffekt bin ich nie bei Fraser Island angekommen. Es war am Ende nur ein kleiner Ausflug, eine Rundtour Richtung Norden, vorbei an den Glashouse Mountains, entlang der Sunshine Coast, hoch bis Noosa. Als ich von einigen Leuten empfohlen bekommen habe, eine geplante Schotter-/ Sandstraße zu meiden, habe ich angefangen hin-und her zu überlegen. Mir war es den Umweg nicht Wert, um zu sagen, dass ich auf Fraser Island gewesen bin. Eine Erkundung hätte sich ohne 4W Drive und ohne eine gebuchte Tour (bloß nicht:) ) als schwierig erwiesen. Ich habe also die gewonnene Zeit für einige Extratouren genutzt.  Da ich mich für ein paar Tage nicht 100-prozentig fit gefühlt habe, habe ich an diesen Tagen nicht ganz so viele Kilometer geschafft.  Von Gympie aus ging es durch das Tal ´Mary Valley´ wieder Richtung Süden. Das Anstrengendste in den zwei Wochen war wohl der Tag von Obiobi nach Mapleton und dann auf der Blackall Range durch Montville nach Maleny. Der gekennzeichnete steile Anstieg war diesmal wirklich unmenschlich steil. Wohnmobile und LKW etc. waren gar nicht erst erlaubt auf der Straße. Sie hätten wahrscheinlich genauso welche Schwierigkeiten gehabt wie ich, den Berg hoch zu kommen. Es war zwar immer hart bei dem Steigungsgrad der Straße wieder aufs Rad zu kommen, aber nach einigen Ministopps, viel Schweiß, und einer kaputten Pedale, war es irgendwann geschafft. Meine Muskeln waren nicht gerade begeistert, als es auch danach noch auf dem Kamm mit einigen kleinen steilen Hügeln weiter ging. Das einzig Gute und Atemberaubende war die Aussicht von dort. Man konnte bis zum Meer sehen und auch die Glashouse Mountains habe ich noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive gesehen.

Auch, wenn ich es nicht zu Fraser Island „geschafft“ habe, waren es dennoch zwei tolle letzte zwei Wochen in Australien. Die letzten Tage zurück in Brisbane bin ich neben dem üblichen Packchaos noch mit meinen Hosts wandern gewesen, was dank einem hervorragenden und sarkastischem Humor der Beiden ein riesen Spaß war.

Und dann war es am 10. Juni auch schon wieder Zeit in den Flieger zu steigen!


I didn´t spend much time in Brisbane itself. I always notice as soon as I cycle in a big city, especially with a packed bike that it is too stressful, loud and dangerous. If you don´t really invest much time in getting to know details about a city or in reading about places and the history, most of them look quite similar in a way. So I only had a quick look around Brisbane on the way from the southern tip to the northern tip of Brisbane; cycling from my first warmshower host to my next warmshower host. I was glad once I had left the busy area behind.

I was able to leave some of my luggage with my second Warmshower host in Brsibane. From there I was heading up north. My plan was to cycle towards Fraser Island, maybe do a small trip onto the island (without my bike, as it is a sand island) and then cycle back to my host in Brisbane. In the end, I never got to Fraser Island. So it was only a small trip, a round trip up north, past the Glashouse Mountains, along the Sunshine Coast, up towards Noosa. I had planned to take a shortcut which I knew would be a sandy/ gravel road. But when some people recommended me to avoid this road with my bike I began to think about it. For me the detour didn´t seem worth the effort just to be able to say I’ve been to Fraser Island. Exploring the island would have proved difficult without a 4W drive and without a booked tour (I´m not a big fan of those :)).

So in the end I used the time I gained for some more cycling. I didn´t completely feel well for a few days, so that I´ve had a some short days on my bike. When I reached Gympie I started heading south again through ‘Mary Valley’. The most strenuous days in my two weeks up north was cycling from Obiobi to Mapleton and further along the Blackall Range through Montville to Maleny. This time the marked steep climb was inhumanly steep. Motorhomes and trucks etc. were not even allowed on that road. They probably would have had the same trouble as I did getting up this mountain. It was always hard to get back on the bike caused by the steep grade of the road. But after a few short stops, lots of sweating and a broken pedal, I finally made it. My muscles were not very enthusiastic when it turned out that the road winding along the top of the range included quite a few small steep hills. The only advantage was the incredible and breathtaking view from there. You could view all the way to the ocean and I was also able to see the Glashouse Mountains again but from a totally different perspective.

Even though I didn´t “make it to Fraser Island”, I enjoyed my last two weeks cycling in Australia a lot. The last few days back in Brisbane, I boxed my bike and did some packing. Apart from the mess I made I went for a few hikes with my hosts. It was so much fun thanks to the excellent and sarcastic humor of my hosts.

On June 10th it was time to go! Bye Australia!

PICTURES–BILDER: please click here

 

On inland back roads up to Brisbane

Brisbane schien von Port Macquarie gar nicht mehr so weit entfernt zu sein. Wie schon zuvor habe ich versucht den autobahnähnlichen Freeway von Süden nach Norden zu meiden. Zur Auswahl standen ganz normale asphaltierte Nebenstrecken, unterschiedlichste Schotterpisten oder auch mal ein riesiger Sandkasten, der eine Straße darstellen sollte. Es war teilweise ziemlich anstrengend, aber alles besser, als der durchgehende Lärm, schnelle vorbei sausenden Autos und die Gefahr von einem solchen oder einem herumfliegenden Gegenstand vom Rad geholt zu werden. Ausnahmsweise habe ich auch mal wieder ein paar lange Tage auf dem Rad verbracht, was gut tat:)

Landschaftlich war es weiterhin super schön. Die Strände waren atemberauben und auch wenn ich mal nicht in Küstennähe geradelt bin, war die Umgebung relativ abwechslungsreich.
Mir hatten viele Leute zuvor gesagt, dass sich das Klima, je weiter ich Richtung Norden fahre, ändern würde. Ich hatte nicht angenommen, dass man es wirklich merken wird, aber das tut man. Es wurde immer wärmer und auch die Vegetation hatte sich geändert, je näher ich Brisbane kam. Auf einmal konnte ich nicht nur Äpfel am Straßenrand pflücken, sondern auch Mandarinen. Ich bin an riesigen Zuckerrohr Feldern, Macadamia Nuss- und Bananen Plantagen vorbei gefahren.

Genau wie in einigen Ländern zuvor, treffe ich jeden Tag aufs Neue einzigartige Menschen. Die Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft hier in Australien ist unglaublich. Sei es, dass ich in einem kleinen Ort mein Zelt aufschlage und mir von einer Dame im Haus nebenan Suppe raus gebracht wird oder ich auf ein Tee, ein Gläschen Wein oder Essen ins Haus eingeladen werde.
Oft sprechen mich Leute an, wenn sie mich mit meinem beladenen Fahrrad sehen. Aber auch wenn ich selbst auf fremde Leute zugehe, um vielleicht mal wieder zu fragen, ob ich im Garten zelten könnte, sind alle sehr lieb. Manchmal ist der erste Blick skeptisch und die Leute sind sehr zurückhaltend. Vielleicht fragen sie sich in dem Moment immer noch, wie um Himmels Willen ich doch alleine und auf diese Art und Weise reisen kann. Es dauert aber nicht lange, bis man seine Scherze macht, Erlebnisse von verschiedenen Reisen austauscht oder über die Familie quatscht.

Ich bin froh so zu reisen, wie ich reise, da es mir die Möglichkeit gibt diese vielen wundervollen Menschen kennen zu lernen. Ich kann sehen, wie die Leute leben, Geschichten von ihrem Leben oder über das Land erfahren oder einen kleinen Geheimtipp bekommen. Nicht nur die Gastfreundschaft, sondern auch das Vertrauen, dass mir „wildfremde“ Leute entgegen bringen ist unglaublich. Es fasziniert mich immer wieder auf Neue und macht mich glücklich. Nicht jeder oder alles in der Welt  ist perfekt, aber jeder sollte aufhören, insbesondere von seinem eigenen Land und den Menschen, die dort leben, so schlecht zu denken!

Am Mittwoch, den 24.05.2017 bin ich in Brisbane angekommen. Es war wieder ein tolles Gefühl eine weitere geplante Etappe geschafft zu haben:) Nun habe ich noch ein bisschen Zeit die Region nördlich von Brisbane zu erkunden, bevor ich wieder in den Flieger steige.


From Port Macquarie, Brisbane didn´t seem to be far away anymore. As before, I tried to avoid the main freeway along the coast. There was a choice of sealed back roads, a few gravel roads or very sandy roads… almost like a sandpit. It was sometimes quite exhausting because rough surfaces are harder work than smooth paved roads. But anything is better than the continuous noise, fast passing cars and the danger of flying debris of the highway. After only having cycled short days recently it felt good to have a few long days on the bike again. :)

The landscape was still very beautiful. The beaches were breathtaking and when I cycled inland a little bit, the countryside was quite varied. I had been told by many people beforehand that the climate would change as I traveled north. I had not assumed that I would really notice it, but I did. It was getting warmer and the vegetation had changed as I approached Brisbane. Suddenly I wasn´t only able to pick apples on the roadside but also tangerines. I drove past huge sugar cane fields, macadamia nut and banana plantations.

Just like in the previous countries I have cycled, I meet unique people every day. The friendliness, hospitality and helpfulness of the people here in Australia is incredible. I was allowed to pitch up my tent just anywhere in a small town, a lady in the house next door would give me soup or I would be invited to have a cup of tea, a glass of wine or dinner in their house. Often people start talking to me when they see me with my loaded bicycle. Even if I approach strangers, for example to ask if I could camp in their backyard, all are very welcoming. Sometimes their first glance is skeptical and they are very reserved. Maybe they are wondering why I am traveling alone and in this way. However it does not take much time until we are making jokes, exchanging experiences of different journeys or chatting about our families.

I am happy to travel as I do, as I have the opportunity to meet these many wonderful people. I can see how people live, hear stories about their lives or about their country and get little insider tips. Not only the hospitality, but also how stragers that I´ve just met actually trust me is unbelievable. It fascinates me over and over again and makes me very happy. Not everyone or everything in the world is perfect, but everyone should stop thinking so negative, especially of their own country and the people who live there!

On Wednesday, May 24th, 2017 I arrived in Brisbane. Again it was a great feeling to have finished another planned stage of my journey :) Now I still have about two weeks left to explore the area north of Brisbane before I leave Australia.

BILDER–PICTURES: please click here

Life is simple! – Eat. Bike. Sleep.

Am 27.4.2017 bin ich von Sydney Richtung Norden aufgebrochen. Da mein Flug aus Brisbane erst für den 10.6.2017 gebucht ist, habe ich noch super viel Zeit und kann die Sache tiefenentspannt angehen. Und genau das habe ich auch gemacht.
Die letzten zwei Wochen waren von Strandspaziergängen, kurzen Tagen auf dem Rad, viel Sonnenschein, schönen Wild-Campingspots und einigen Warmshowerhosts geprägt. Zwischendurch bin ich immer wieder im Meer oder in einen der vielen öffentlichen Schwimmbecken direkt am Strand schwimmen gewesen. Es ist genial, dass viele Städte an der Küste diese Pools haben. Genauso wie im Ozean, kann man in diesen Becken im Meerwasser schwimmen, hat jedoch keine Wellen (oder Haie), wodurch man entspannt seine Bahnen ziehen kann. Die Wellen hört man trotzdem und die Seebriese weht einem auch um die Nase:)

Die Strände an der Ostküste Australiens sind atemberaubend. Manche sind so lang, dass man für Stunden in eine Richtung laufen kann und oft sieht man keine Menschenseele.
Um den Highway 1 Richtung Norden zu meiden, bin ich auf Nebenstraßen gefahren, die näher am Meer entlang führen. Das machte einige Fährüberfahrten notwendig. Ein kluge Entscheidung, da es sich bei dem Highway 1 um eine 2-spurige „Schnellstraße“ handelt, auf der sehr viel Verkehr unterwegs ist. Auf den Teilstrecken, auf denen ich bis jetzt darauf fahren musste, habe ich mich wie auf dem Seitenstreifen einer deutschen Autobahn gefühlt. Einziger Unterschied ist, dass hier Linksverkehr ist;) und das Tempolimit bei 110km/h liegt.

Nördlich von Hawks Nest habe ich Finn aus Schottland kennengelernt. Er ist für längere Zeit in Australien und reist zwischen Jobs gerade ein bisschen mit dem Auto herum. Das Geniale war, dass er zwei Surfboards und einen Paragliding Schirm im Gepäck hatte. Beim Surfen bin ich diesmal kläglich gescheitert. Er hatte nur Surfboards für Fortgeschrittene und es war für mich schließlich erst das zweite Mal auf einem Bord seit Costa Rica. Paragliding jedoch war großartig und mal wieder ein kleines Highlight für mich. Wir sind von einer riesigen Sanddüne gelaufen, gesprungen oder geflogen, wie man es auch bezeichnen mag. Es handelte sich nur um eine relativ geringe Höhe und war somit ziemlich sicher. Wenn etwas schief gegangen wäre, wäre man im Sand gelandet. Den Schirm beim Anlaufen in die Luft zu kriegen, sich dagegen zu stemmen und letztendlich abzuheben war etwas anstrengend, der Flug viel zu kurz und der Weg im Sand zurück nach oben mit dem Schirm über der Schulter harte Arbeit. Aber was für ein geiles Gefühl es doch ist, kurz fliegen zu können:)
Genauso wie Fallschirmspringen ist es definitiv eine Sache, die ich nochmal machen möchte.

Ich habe es inzwischen langsam aber entspannt nach Port Macquarie geschafft. Ca. 550km noch bis nach Brisbane. Wahrscheinlich habe ich, wenn ich dort angekommen bin, noch genug Zeit, um die Küste nördlich von Brisbane noch ein bisschen zu erkunden.


On April 27, 2017, I left Sydney and headed north. My flight from Brisbane is booked for June 10 so I have a lot of time and can travel slowly and relaxed. And that’s exactly what I have been doing.
The last two weeks have been marked by beach walks, short days on the bike, lots of sunshine, beautiful wild camping spots and staying with some warmshower hosts. I have also been swimming daily in the sea or in one of the many public swimming pools right on the beach. It is awesome that many cities on the coast have these pools. The pools have sea water just like in the ocean, but there are no waves (or sharks), which allows you to relax and swim some laps. You can still hear the waves and feel the see breeze:)
The beaches on the east coast of Australia are breathtaking. Some are so long that you can walk for hours in one direction and often not see anyone.

To avoid Highway 1, I cycled on secondary roads that are closer to the sea. This made some ferry crossings necessary. It was a good decision to avoid Highway 1 as it is a busy two-lane “expressway” with lots of traffic. On the sections of the highway on which I had to cycle, it felt like being on the side of a German motorway. The only difference is that here traffic is on the left ;) and the speed limit is 110km / h.

North of Hawks Nest I met Finn from Scotland. He is in Australia for a long time, traveling around by car right now but also working various jobs. The great thing was that he had two surfboards and a paragliding kite with him. This time I miserably failed at surfing. He only had surfboards for advanced surfers and it was only my second time surfing since Costa Rica. Paragliding, however, was great and another highlight for me. We walked up a huge sand dune from where we ran down, jumped or flew off..however you wanna call it. It was quite safe as it was from only a relatively small height. If something had gone wrong I would have landed in the sand. To get the kite in the air, hold against it and then finally take off was quite exhausting. For this effort the flight was much too short and making your way back up in the sand with the kite over your shoulder was also hard work. But what a cool feeling it is to fly :) Like parachute jumping, it’s definitely something I want to do again.

I have now slowly, but relaxed, managed to make it to Port Macquarie. There is approximately 550km left to Brisbane. When I get there I will probably have plenty of time to explore the coast north of Brisbane.

BILDER–PICTURES: please click here

Good news- more time to cycle the world!:)

Neuigkeiten, auf die ich schon so lange gewartet habe! Silvester 2016 hatte ich bei meiner Arbeit einen Antrag auf Verlängerung meines Urlaubs gestellt. Vor etwa einer Woche habe ich nun endlich die Zusage bekommen. Ich kann definitiv bis Ende Januar 2018 verlängern. Im Gegensatz zu meinen Eltern und einigen Freunden, die mich gerne mal wieder gesehen hätten, bin ich super happy. Ich kann meinen Traum noch für ein paar Monate länger leben!


I had been waiting for this news for quite a while. On New Years Eve 2016 I sent a new application to my work, requesting to extend my unpaid holiday. About a week ago I finally got the firm promise that I can keep on travelling until the end of January 2018. I know that my parents, and also some friends, would have loved to see me back home again but I´m just so happy that it has worked out. This way I have a few more months to live my dream!

P. Sherman 42 Wallaby way- SYDNEY …Nemo!

Sydney war meine zweite große Stadt an der Küste Australiens, die ich besuchen wollte. Viele Leute glauben immer noch, dass Sydney die Hauptstadt des Landes ist, da es eine sehr große und wahrscheinlich die bekannteste Stadt ist. Doch die Hauptstadt ist Canberra, die Stadt, die sozusagen gebaut wurde, damit Australien eine Hauptstadt hat. Es ist ganz interessant darüber zu lesen:

Als es um die Ernennung der Hauptstadt für Australien ging, erhoben sowohl Sydney als auch Melbourne Anspruch auf den Status. Da es zu keiner Einigung zwischen den beiden Städten kam, wurde beschlossen, eine komplett neue Stadt zu errichten. Es wurde daraufhin in New South Wales Ausschau nach einem guten Standort gehalten, insbesondere unter landschaftlichem Aspekt. Man entschied sich dafür, dort die Planstadt Canberra zu errichten. Planstadt meint, dass der gesamte Stadtplan durch einen aus Chicago kommenden Architekten entworfen wurde. Man sieht dies insbesondere an einigen symmetrisch verlaufenden Aufbauten und Straßenverläufen.

Aber zurück zu Sydney. Ich glaube, dass die Stadt für mich erst durch den Film ´Findet Nemo´ berühmt geworden ist. „P. Sherman 42 Wallaby way Sydney.. NEMO!!“ Ja, ich weiß, es ist ein Kinderfilm, aber ich habe ihn trotzdem einige Male gesehen und liebe ihn einfach.
Ich habe Sydney zwei Tage lang mit dem Fahrrad erkundet und bin natürlich unter anderem zu all den bekannten Spots, wie dem Opernhaus oder der Harbourbridge gefahren. Ich mag die Stadt, da sie trotz der Größe und dem vielen Verkehr sehr viele grüne Parks hat und es gibt schöne Ecken, wo man an der Wasserfront sitzen kann. Natürlich ist sie, wie jeder bekannte Ort in einem Reiseland, voll mit Touristen, auffällig viele davon aus asiatischen Ländern. Typisch für die Touristen aus Asien ist, dass sie in dem neuen Zeitalter, in dem wir leben, meistens keine Kamera, sondern ein riesiges Handy haben. Es ist an der Spitze eines Selfisticks befestigt, sodass sie sich aus den unterschiedlichsten Winkeln und in den seltsamsten Momenten fotografieren oder filmen können. Ich habe mich neulich gefragt, ob sie wohl auch versuchen mit Selfistick am Handy zu telefonieren. Ich werde mal versuchen das herauszufinden;)
Montag hat mich mein Host zusammen mit einem Freund mit zum Segeln genommen, was für mich ziemlich interessant war. Zuerst einmal war es, soweit ich mich erinnern kann, das erste Mal Segeln für mich und zum anderen sind wir im Sydney Harbour unterwegs gewesen. Was für eine besondere Art und Weise Sydney mal von einer anderen Perspektive zu sehen.
Am Dienstag war in Australien ANZAC day, ein Feiertag und Gedenktag für die im ersten Weltkrieg gefallenen australischen und neuseeländischen Soldaten. In der Innenstadt fand eine riesige Parade statt, die ich mir mit den Menschenmassen nur kurz angesehen habe, um danach die Harbour Bridge mit dem Rad und zu Fuß zu überqueren. Nach zwei Tagen Erkundungstour mit dem Fahrrad habe ich am dritten Tag den Bus Richtung Osten zum Meer genommen und bin auf die Empfehlung eines guten Freundes hin den Costal Walk von Coocee nach Bondi gelaufen. Ein wirklich schöner und lohnenswerter Spaziergang direkt an der Küste entlang.


Sydney was the second big city on the Australian coast that I wanted to visit. Many people think that Sydney is the capital of the country since it is very large and the most well known city in Australia. But the capital is Canberra, a city built specifically to be Australia’s capital. It is quite interesting to read about:
When it came to the decision of which city would became the capital of Australia, both Sydney and Melbourne claimed status. As there was no agreement between the two cities, it was decided that a completely new city would be built. New South Wales was then searched for a good location, especially from a landscape point of view. It was decided to build Canberra. The entire city layout was designed by a Chicago architect. This can be seen, in particular, in the symmetry of structures and roads in the city.

But back to Sydney. The city has become well known to me only through the film ‘Finding Nemo’. “P. Sherman 42 Wallaby Way Sydney .. NEMO !!”. Yeah, I know it’s a children’s movie, but I’ve seen him a couple of times and I just love it.

I spent two days cycling and exploring Sydney, visiting all the famous spots such as the Opera House and the Harbour Bridge. I like the city as it has a lot of green parks, despite the size and the traffic, and there are nice spots around the waterfront where you can sit and relax. Of course it is, like any well known place in a country popular as a holiday destination, full of tourists, with many of them being from Asia. In this new age that we live, the tourists from Asia usually don’t have a camera, but instead have a huge mobile phone. It is attached to the end of a selfie stick so that they can take pictures or film themselves from different angles and at the strangest of moments. I recently wondered if they would also try to make a call with the phone on the selfie stick. I’ll try to figure it out;)

On Monday my host and on of his friends took me sailing, which was quite interesting for me. Firstly, as far as I can remember, it would have been my first time sailing and secondly we were on the Sydney Harbour. What a special way to see Sydney from a different perspective.

On Tuesday it was ANZAC day, a holiday and memorial day for the Australian and New Zealand soldiers killed in the first world war. I had a brief look at a huge parade that took place in the city center, then crossed the Harbour Bridge by bike and on foot. On the third day, after two days exploring by bike, I took a bus to the east on the recommendation of a good friend and did the coastal walk from Coogee to Bondi. It was a really nice and worthwhile walk along the coast.

BILDER–PICTURES: please click here

Canberra- 3 days off+ 3 days mountainbiking

Nach meinen zwei wohlverdienten Pausentagen in Jindabyne, in denen ich mich wirklich kaum bewegt hatte, war ich am Mittwoch, dem 12.4. wieder auf meinem Radl. Froh darüber, dass ich den Schnee, der auf den umliegenden Bergen gefallen war, verpasst hatte, war der erste Tag dennoch ein bisschen zäh. Meine Muskeln waren noch nicht ganz so glücklich darüber wieder arbeiten zu müssen aber es dauerte nicht lange bis ich zurück in meiner „Routine“ war.

Ich bin auf Empfehlung von meinem Host, Syd, Richtung Adaminaby gefahren, um dann auf einer nicht so viel befahrenen Nebenstrecke nach Canberra zu gelangen. Landschaftlich war der Abschnitt nicht ganz so besonders. Kühe, Schafe, Wiesen aber riesig große Gesteinsbrocken nördlich von Jindabyne, die ganz interessant aussahen. Mir sind während dieser Tage besonders die schön herbstlich gefärbten Bäume aufgefallen. So langsam wird es auch in Australien Herbst und wenn man nicht gerade von Eukalyptusbäumen umgeben ist, dann sieht und riecht man das auch:) Herbst meint aber auch, dass es in höheren Lagen, in denen ich nun immer noch unterwegs war, nachts auch ziemlich kalt werden kann. Die Nacht vor Canberra hatte ich auf dem Mt. Clear Campground mein Zelt aufgeschlagen. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen, dafür aber umso mehr Kängurus. Einige davon waren meiner Meinung nach ein bisschen zu neugierig und zutraulich, als sie auf einmal 3 Meter entfernt von mir waren und sich nicht wirklich irritieren lassen haben. Als ich an meinem kleinen Lagerfeuer saß, wurden meine Taschen inspiziert und nachts im Zelt konnte ich ein Känguru gleich daneben Gras futtern hören. Natur pur:) Wer braucht schon volle Caravan Parks.
Nachts wurde es so kalt, dass mein „alter“ Schlafsack nicht mehr ganz ausgereicht hat und morgens sogar das Wasser in meiner Trinkflasche am Rad gefroren war. Mit etwas Schlafmangel ging es also am nächsten Tag weiter bis nach Canberra, wo ich mich mit Amy getroffen habe.

Amy hatte ich mit meiner Schwester zusammen in Neuseeland kennen gelernt, als sie dort ebenfalls auf einer kleinen Radreise war. Sie wohnt in Canberra, AUS und hatte angeboten, dass ich sie besuchen kommen könnte. Ich war drei Tage, genau über ihr freies Osterwochenende da, sodass wir was zusammen unternehmen konnten. Was liegt da näher als Fahrradfahren?;) Wir sind jeden Tag mit dem Mountainbike unterwegs gewesen, was riesigen Spaß gemacht hat. Es war seit Kanada mein zweites Mal insgesamt auf einem Mountainbike, doch nachdem ich mich an das Fahrrad gewöhnt hatte und ein bisschen rumprobiert habe, lief es auch bei mir ganz gut. Die Beinmuskeln sind schließlich da, um den Berg hochzukommen, alles andere ist Übungssache.
Für mich steht auf jeden Fall fest, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich mit einem Mountainbike unterwegs war.
Meine drei Tage mit Amy in Canberra habe ich sehr genossen. Viel  Mountainbiken, gutes Wetter, gutes Essen, kaltes Bier und es tat gut einfach ein bisschen Zeit mit einer Freundin zu verbringen:)

Von Canberra aus ging es am Dienstag, dem 18.4. für mich weiter. Sydney war nun nicht mehr weit. Ich bin geradewegs nach Norden gefahren, um mit einem kleinen Umweg durch die Blue Mountains dann Richtung Osten nach Sydney zu fahren. Es ist eine ziemlich atemberaubende Landschaft, die man von verschiedenen Aussichtspunkten zu sehen bekommt. Leider ist es auch ein ´Must-Do´ für all die Touristen hier, sodass es super überlaufen war. Von Katoomba aus habe ich dann am Sonntag den Zug bis nach Sydney rein genommen, wo ich relativ nah zur Central Station für ein paar Tage bei einem Warmshower host unterkommen kann.

Dann wollen wir mal die nächste Großstadt erkunden..


After my two well-earned rest days in Jindabyne, where I had hardly even moved, I got back on my bike on Wednesday 12 April. While I was happy that I had missed the snow that had fallen on the surrounding mountains, the first day was still a bit tough. My muscles were not happy to have to work again, but it was not long before I was back into my “routine”.

On the recommendation of my host, Syd, I cycled first towards Adaminaby and then on an infrequently travelled road up to to Canberra . Scenically, this section was not really special: Cows, sheep and meadows… but some huge giant rock boulders north of Jindabyne looked quite interesting. One thing I noticed and liked were the beautiful autumn-colored trees. Even in Australia its slowly becoming autumn and if you are not surrounded by eucalyptus trees, then you can see and smell that as well:) Autumn also means that it can get quite cold at high altitudes. The night before I got to Canberra, I had pitched my tent at Mt. Clear Campground. I was the only person around, but there were many kangaroos. I found some of them a bit too curious and trusting  when they suddenly were three meters away from me and not really bothered by my presence. They inspected my bags as I sat at my small camp fire and at night in the tent I could hear a kangaroo right next to me eating grass. Pure nature :) Who needs full caravan parks? At night, it got so cold that my “old” sleeping bag was no longer quite warm enough, and even the water in my drinking bottle on the bike was frozen in the morning. The next day, after a short night, I rode on to Canberra, where I met Amy.
I had met Amy with my sister in New Zealand where she was also on a small bike trip. She lives in Canberra and said that I could visit her there. I was there for three days at exactly the time of her Easter holidays, so we could do stuff together. What is closer than cycling?;) We went mountain biking every day which was a lot of fun. It was my second time on a mountain bike since Canada, but after I had become accustomed to the bike and after trying a few things, it went well. I surely have the muscles in my legs to get up a mountain, for everything else it just needs a little bit of practice. I will definitely be mountain biking again. I really enjoyed my three days in Canberra with Amy. A lot of mountain biking, good weather, good food, cold beer and it was great to spend time with a girlfriend :)

I left Canberra on Tuesday 18 April. Sydney wasn´t too far away anymore. I cycled straight up north to take a small detour through the Blue Mountains before heading east to Sydney. It is a breathtaking landscape which can be admired from many different view point. It is also a ‘must-do’ for all the tourists so unfortunately it is very crowded. On Sunday I took the train from Katoomba to Sydney, where I can stay relatively close to the Central Station with a Warmshower host for a few days.
Time to explore the next big city in Australia…

BILDER–PICTURES: please click here

Unexpected beauty and a few climbs in the Australian Alps

Die Australischen Alpen- wie der Name schon sagt, handelt es sich um die Alpen, sprich, Berge, Hügel, Anstiege und Abfahrten. Das Radfahren die letzten zwei Wochen, insbesondere die letzte Woche war teilweise ziemlich anstrengend. Ich habe mich insgesamt einige Tausend Höhenmeter hochgekämpft aber wurde immer wieder von der unerwarteten Schönheit der Landschaft überrascht und damit belohnt.

Von Melbourne aus bin ich Richtung Norden nach Yea gefahren. Es hatte eine Weile gedauert bis ich es endlich aus den Randbezirken von Melbourne herausgeschafft hatte. Die Häuser und Siedlungen sind aber irgendwann der in großen Teilen unberührten Natur und dem Farmland gewichen. Ich habe es sehr genossen, wieder auf dem Rad zu sein und mich gefreut, dass es weiter geht. Das Fahren war die ersten Tage relativ entspannt, auch wenn es ziemlich warm war. Es war nicht ganz so viel Verkehr auf den Straßen unterwegs, die ich genommen habe. Das war sehr angenehm. Ab Yea bin ich auf dem ´Great Victorian Rail Trail´ bis nach Mansfield gefahren, wobei mich nur der Wind ein bisschen ausgebremst hat. Von Mansfield ging es über Tolmie, wo ich spontan einen Pausentag eingelegt habe, über Whitfield nach Lake Buffalo, Myrtleford und Bright. Man lernt immer wieder, dass man sich nicht bei einem „Nichtradfahrer“ nach dem besten Weg oder der Beschaffenheit der Straße erkundigen sollte. Nach der Auskunft eines netten Herrn im Laden in Whitfield sollte die Straße, die ich als Abkürzung zum Lake Buffalo nehmen wollte größtenteils flach sein. Ein paar Anstiege und Kurven würde ich wohl vorfinden, die Straße an sich sei Schotter, aber gut und ich müsste wirklich mit keinen steilen Hügeln rechnen. Ich wurde eines besseren belehrt. Er lag richtig damit, dass ich keine steilen Hügel hochfahren musste: Ich habe mein Rad nämlich alle steilen Hügel hochgeschoben und davon gab es einige. Man lerne wieder: Straßen sind nie flach! Und es geht nie immer nur bergab! ;)

Die Vogelvielfalt und die Tierwelt hier sind immer noch sehr faszinierend. Die ganze Zeit ist man umgeben von Papageien, Kakadus, Kookaburras und anderen interessanten Vögeln. Zudem sieht man auf dem Rad unglaublich viele Kängurus, weil man langsamer und leiser unterwegs ist.

Von Bright ging es für mich über Mt. Beauty nach Falls Creek. Das war einer meiner anstrengendsten Tage in den letzten zwei Wochen. Ich habe in 62km 2057 Höhenmeter überwunden und war abends doch ziemlich geschafft aber sehr stolz und happy, als ich in Falls Creek angekommen war, wo es auf ca.1500m deutlich kühler war. Die nächsten Tage bin ich über Omeo Richtung Süden gefahren und habe mich ab Bruthen wieder Richtung Norden vorgearbeitet. Es waren weiterhin viele Höhenmeter, die ich immer wieder hoch und runter fahren musste. Die Landschaft war allerdings einfach unglaublich und es ist hier super einfach Campingspots zu finden. Ich hatte mich entschlossen, eine etwas abgelegenere Straße, den Barry Way, hoch nach Jindabyne zu nehmen. Eine geniale, größtenteils aus Schotter und nicht viel befahrene, aber doch deutlich anspruchsvolle Straße. Leider hatte ich mich ein bisschen übernommen. Ich hätte zwischendurch einen weiteren Pausentag einlegen sollen, aber habe gedacht, dass ich es schon packe. Mein Körper hat allerdings am letzten Tag auf dem Weg nach Jindabyne etwas gestreikt. Ich konnte nicht mehr und war unglaublich erleichtert und froh, als ich völlig erschöpft auf einem langen Anstieg von einem glücklicherweise vorbeikommenden Auto die letzten 45km nach Jindabyne mitgenommen wurde. Zudem war das Wetter in der letzten Stunde umgeschlagen und es war ein Sturm aufgezogen. Glücklich über Tee und eine warme Dusche bin ich bei meinem Warmshower host Syd angekommen. Die Nacht habe ich definitiv gut geschlafen, 10 Stunden, eingekuschelt in 3 Bettdecken. Es folgten zwei sehr sehr entspannte Pausentage. Morgen geht es weiter.


The Australian Alps, as the name implies, is made up of Alps, mountains, hills, ascents and descents. The last two weeks of cycling, especially the last week, have been quite exhausting. I had to climb many thousands of vertical meters, but I was motivated and rewarded by the unexpected beauty of the landscape.

From Melbourne I headed north to Yea. It took a while before I finally managed to escape Melbourne’s border districts. Leaving the houses behind I was riding towards untouched nature and farmland. I really enjoyed being back on the bike and was happy to continue the journey. The first few days of riding were relatively relaxed, even with the warm weather. The lack of much traffic on the roads that I had chosen made the riding pleasant. From Yea I took the ‘Great Victorian Rail Trail’ to Mansfield, with only the wind slowing me down a little. From Mansfield I went to Tolmie (where I spontaneously took a day off) via Whitfield to Lake Buffalo, Myrtleford and Bright. Again I realised that it is never a good idea to ask “non-cyclists” about what is the best route to cycle or about the conditions of upcoming roads. A nice man in a shop in Whitfield told me that the road I wanted to ride as a shortcut to Lake Buffalo would be mostly flat. I could expect a few climbs and the road would be gravel, but I should not really expect any steep hills. How wrong he was! He was correct that I didn’t have to ride up any steep hills… they were so steep that I had to push my bike up them! I learnt again: roads are never flat! And they never only go downhill! ;)

The diversity of birds and animals is still very fascinating. I am always surrounded by parrots, cockatoos, kookaburras and other interesting birds. You also get to see a lot of kangaroos by bike because you travel slow and quiet.

From Bright I rode through Mt. Beauty to Falls Creek. This was one of the most exhausting days in the last two weeks. Arriving in Falls Creek I was pretty much out of energy, yet happy and proud, after climbing 2,057 vertical meters in 62km. Falls Creek was much cooler at an altitude of about 1500m. Over the next few days I rode south through Omeo to Bruthen, from where I headed north again. There were still many hills to climb in this area keeping the vertival meters which I climed each day quite high. The scenery was simply incredible and it was very easy to find places to camp. I had decided to take a more remote road, Barry Way, up to Jindabyne. Barry Way is predominantly gravel road and not very busy – it was pleasant but still very demanding. Unfortunately, I went a little bit over my limit. I should have had another day off, but I thought I would be able to do it. On the last day riding to Jindabyne, however, my body struggled. I couldn´t go any further and was incredibly relieved and glad when a car stopped while I was doing a long climb. They were so kind to give me a ride for the last 45km to Jindabyne. The weather had also changed over the last hour and a storm was moving in. I was glad to arrive at my warmshowers host Syd’s place and have a cup of tea and a hot shower. I definitely slept well that night – a full 10 hours, cuddled into 3 duvets. This was followed by two very relaxed rest days. Tomorrow I will continue.

BILDER–PICTURES: please click here

Melbourne, Great Ocean Road and a delayed departure

Melbourne ist riesig. Schon die Strecke mit dem Rad vom Flughafen zu Alee´s Haus (ein Freund einer Freundin, wo ich übernachten konnte) hat gefühlt eine halbe Ewigkeit gedauert. Ich bin 30km gefahren aber habe noch nicht mal ein Drittel von Melbourne durchquert. Die Stadt hat knapp über 4 Millionen Einwohner, was der Gesamteinwohnerzahl von ganz Neuseeland entspricht. Nicht schlecht!
Ich habe zwei Tage damit verbracht verschiedene Bereiche der Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden. Melbourne hat einige schöne Ecken und ist gefüllt mit Lifestyle, Kultur, Kunst, Cafés, Bars und Restaurants zum geselligen Zusammenkommen. Die Innenstadt scheint egal zu welcher Tageszeit voll mit Menschen zu sein. Leute, die mit Kamera als Touristen die Stadt erkunden, andere, die gestresst zur Arbeit oder einem Termin eilen, die bummeln gehen oder sich mit Freunden treffen. Es hat Spaß gemacht, sich einfach irgendwo entspannt hinzusetzen und die unterschiedlichsten Charakteren zu beobachten. Ich muss gestehen, dass mir zwei Tage im Großstadtgetümmel dann aber auch schon wieder gereicht haben. Samstag war ich mit Alee im Dandenong Ranches NP wandern, 10 km inklusive ersten Bekanntschaften mit Australiens Vogelvielfalt und dem Bestaunen von riesigen Eukalyptus Bäumen. Einige von euch denken sicherlich gleich an die ganzen giftigen Tierchen, von denen es in Australien nur so wimmeln soll und wodurch es hier so gefährlich sein soll. Nicht ganz so schlimm aber ähnlich sahen meine Gedanken über Australien auch aus, als ich hier ankam. Nach ein paar Gesprächen mit Einheimischen, und einer Freundin, die hier im Bereich Biologie und Tour Guiding arbeitet, hat sich jedoch relativ schnell herausgestellt, dass Australien nicht ganz so gefährlich ist, wie manch einer denkt. Natürlich soll es hier, verglichen zu anderen Ländern, die meisten giftigen Tiere geben, aber das heißt noch lange nicht, dass sie überall sind und nur auf einen warten. Mit einigen „Vorsichtsmaßnahmen“ kann man auch in Australien bedenkenlos in der Natur unterwegs sein und auf Erkundungstour gehen.

Montag hatte ich Lauren, die mit ihrer kleinen Familie in der Nähe von Melbourne wohnt, besucht. Mit ihr hatte ich 2011 in Kanada auf meiner interessantesten und schönsten Farm gearbeitet – The Outpost at Warden Rock, in the middle of nowhere in the Rocky Mountains. Es war wieder toll jemanden nach einer so langen Zeit wiederzusehen und es tat gut in Erinnerungen zu schwelgen und an bestimmte Momente zurückzudenken. Was für unglaubliche 3 Wochen ich damals doch auf dieser Farm verbringen durfte:)
Mittwoch bin ich dann, begleitet von meinem Host Alee, mit dem Zug nach Geelong gefahren, um von dort aus mit dem Fahrrad die Great Ocean Road bis Warrnambool zu fahren. 3,5 Tage entlang eines wunderschönen Abschnitts der Küste, südwestlich von Melbourne. Der kleine Ausflug hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Manche Abschnitte der Küste haben mich sehr an Teile der Westküste der USA erinnert, nur, dass ich diesmal mit Kangaroos gefrühstückt habe, ein paar Koalas in den Bäumen entdecken konnte und Papageien und Kakadus umhergeflogen sind.

Leider ist in den paar Tagen mein Gepäckträger wieder gebrochen, das dritte Mal und wie schon die letzten beiden Male, genau an der selben Stelle. Da wir erst Samstag Abend zurück in Melbourne waren und Sonntag eine Reparatur nicht möglich war, musste ich bis Montag warten. Ich hatte Glück, dass die Werkstatt sich gleich den Tag Zeit genommen hat, sodass ich meinen Gepäckträger abends wieder abholen konnte. Sachen gepackt, mit heilem und verstärktem Gepäckträger und voll neuer Energie ging es Dienstag also endlich los. Auf in die Autralischen Alpen…


Melbourne is huge. Even the bike trip from the airport to Alee’s house (a friend of a friend, with whom I could stay) seemed to take forever. I cycled 30km but had not even crossed a third of Melbourne. The city has just over 4 million inhabitants, which is similar to the total population of New Zealand. Not bad! I spent two days exploring different areas of the city by bike. Melbourne has some nice areas and is filled with lifestyle, culture, art, cafes, bars and restaurants for social gatherings. The city center seems to be full with people at all times of the day: Tourists with their cameras exploring the city, workers who are stressed to get to work or an appointment, and others taking a stroll or meeting with friends. It was fun to just relax and people-watch. I have to confess that two days in a big city like this was enough for me. On Saturday I went on a 10km hike with Alee in the Dandenong Ranges National Park which included my first encounters with Australia’s bird diversity and amazing giant eucalyptus trees. Some of you will surely be thinking of all the dangerous poisonous animals that are said to be swarming throughout Australia. I had similar thoughts when I arrived here, but it is not as bad as it seems. After a few conversations with locals and a friend who works here in the field of biology and as a tour guide, it quickly became clear that Australia is not quite as dangerous as many are lead to believe. Of course there are some of the most poisonous animals in the world, but that does not mean that they are everywhere, waiting in anticipation for a victim to arrive. With some precautions you can safely explore the nature of Australia.
On Monday I visited Lauren, who lives with her family near Melbourne. In 2011 I worked with her in Canada on my most interesting and beautiful Wwoofing farm – The Outpost at Warden Rock, in the middle of nowhere in the Rocky Mountains. It was great to see her again after such a long time and it was good to reminisce and think back to certain experiences. What an incredible 3 weeks I had on that farm back then :)

On Wednesday, my host Alee and I caught a train to Geelong to ride the Great Ocean Road to Warrnambool – 3.5 days along a beautiful section of the coast, south-west of Melbourne. The small excursion was definitely worth it. Some sections of the coast reminded me of parts of the West Coast of the USA, except that this time I had breakfast with kangaroos, discovered koalas up in the trees and parrots and cockatoos flew close by.
Unfortunately, during this ride, my rear rack broke for the third time, and in exactly the same place as it had broken before. Since we only got back to Melbourne on Saturday night and a repair was not possible on Sunday, I had to wait until Monday to get it fixed. I was lucky to find a workshop that had time to fix it during the day and I picked up the repaired rear rack in the evening. With my belongings packed, a strong, reinforced rear rack, and newfound energy, I was finally ready to leave on Tuesday. Australian Alps here I come…

PICTURES–BILDER: please click here