Seattle, Olympia and Portland

Von Whidbey Island aus habe ich die Fähre zurück zum Festland genommen und es ging weiter nach Seattle. Ich bin bei strahlendem Sonnenschein dort angekommen, musste aber relativ schnell feststellen, dass die Stadt nicht ganz so ideal ist, um mit einem voll beladenem Fahrrad unterwegs zu sein. Nachdem ich völlig aus der Puste ein paar steile Hügel hochgefahren war, wurde ich sehr herzlich von meinem warmshowerhost Reen empfangen. Wir haben einen ultra leckeren Bananen Peanutbutter Smoothie gemacht und sind dann zusammen mit einem Freund noch eine bisschen herum geradelt. Die Hügel waren zwar immer noch da aber ohne das ganze Gepäck am Rad war es doch wesentlich angenehmer zu fahren. Den Abend haben wir zu fünft mit leckerer Pizza und Bier ausklingen lassen. Der nächste Tag war leider nicht mehr so sonnig, es war bewölkt, hat geregnet und es war ungemütlich draußen. Reen und ich sind dennoch mit dem Rad aufgebrochen, damit ich Seattle ein bisschen erkunden kann. Es war eine coole Rundtour, bei der wir unter anderem einen Eiscreme Stopp gemacht und eine Schokoladenfabrik besucht haben. Genau das Richtige, wenn man mit dem Fahrrad um die Welt reist. Die Schokoladenfabrik hatte nämlich einen kleinen Verkaufsshop, wo man so ziemlich alles probieren konnte, was sie produzieren. Man soll es kaum glauben, aber mein Schokoladen- und Zuckerbedarf war den Tag gedeckt. Ich habe sogar ein „Schokoladenprobierhäppchen“ im Supermarkt abgelehnt, als wir danach für die Tacos am Abend eingekauft haben.

Am Sonntag hat mich Reen morgens netterweise noch ein Stück aus Seattle raus begleitet. Da die Fähre von West Seattle nach Vashon Island gerade vor meiner Nase weggefahren war, bin ich zu einer Bäckerei gefahren, um mir die Zeit zu vertreiben. Und wie es der Zufall wieder so will, werde ich zuerst von einer kleinen Familie zu Donut und Kaffee eingeladen und bevor ich wieder zur Fähre zurückfahre, komme ich mit Zack ins Gespräch, der mit seinem Vater vor der Bäckerei sitzt. Es stellte sich heraus, dass er nur zu Besuch in Seattle ist und eigentlich in Portland wohnt, was auf meiner Route liegt. Wir tauschten die Kontaktdaten aus und ich machte mich wieder auf dem Weg. Ich habe es den Tag nicht ganz bis Olympia geschafft, wurde aber von einer netten Familie in Steilacoom für eine Nacht aufgenommen.

Am Montag bin ich dafür dann relativ zeitig in Olympia angekommen, sodass ich noch ein bisschen die Stadt erkunden konnte und den besten Laden überhaupt gefunden habe. ´Finders Keepers´, ein Laden, in dem verschiedene Leute kleine Bereiche gemietet haben und dort allerlei Gebrauchtes, Antiquitäten, Kleidung, Schmuck etc. verkaufen. Wie ein kleiner riesiger Flohmarkt. Der ganze Landen ist so voll, dass man jedes Mal, wenn man den selben Gang noch mal lang geht wieder etwas neues entdeckt. Man gut (LEIDER), dass ich mit dem Rad unterwegs bin, sonst hätte ich dort sicherlich viel Geld gelassen. Schlafen konnte ich in Olympia bei einer Freundin von Joe, mit dem ich in Costa Rica/ Nicaragua zusammen geradelt war.

Von Olympia nach Portland habe ich zwei Tage gebraucht, wobei der zweite Tag von Toledo nach Portland mit 133km mein bislang längster Tag auf dieser Reise war. Geschafft aber glücklich bin ich Mittwoch Abend bei Zack und seiner Familie eingetroffen. Obwohl ich wieder bei Sonnenschein angekommen war, konnte ich die Stadt den nächsten Tag dennoch nur bei sehr wechselhaftem und regnerischem Wetter erkunden. Portland ist eine sehr fahrradfreundliche Stadt, die unglaublich viele Bierbrauereien hat. Die zwei, die ich mit Zack besucht habe, machen einen ganz guten Job.
Ich habe meinen Besuch noch um einen Tag verlängern, da ich mich dringend mal wieder ein bisschen um die Planung der nächsten Woche/ Etappe kümmern musste. Nach ein paar Stunden mit Laptop und Karten war auch das erledigt und ich konnte ganz entspannt eine Allgäuer Kartoffelsuppe für meine Gastgeber kochen:)


From Whidbey Island I took the ferry back to mainland and I continued to Seattle. I arrived there having the best weather but I recognised very soon that Seattle is not the perfect town to bike around with a fully loaded bike. Totally exhausted after climbing up some pretty steep hills my warmshower host Reen warmly welcomed me at his place. We made an incredible tasty banana peanutbutter smoothie and then biked around a bit with a friend of Reen. The hills were still there but it was way easier to climb them without having all the luggage on my bike. We ended the day with the five of us having delicious pizza and a beer. Unfortunately the next day it wasn´t as sunny anymore. It was cloudy, rainy and not really nice outside. Anyway I went on a bike ride with Reen to explore Seattle a bit and it was a wet but really cool round trip on all the different bike trails. We stopped for some ice creme and to visit a chocolate factory with a little store where they´re selling everything they are producing. It´s exactly what you need when you are cycling around the world cause in this little store you could sample the chocolate before you buy it or just sample it without buying any. Fantastic! Belive it or not.. I definitely had enough sugar and enough chocolate that day. I didn´t even like to try the chocolate sample they offered us in the grocery store when we bought some stuff for making tacos that night.

On sunday Reen was so kind to accompany me on my way out of Seattle. Arriving at the ferry station in West Seattle I just missed the ferry so that I went to a bakery close by to kill some time. Once again I got invited from a small family to a donut and coffee and before I headed back to the ferry station I talked with Zack who was sitting in front of the bakery with his father. It turned out that he was only visiting Seattle and he´s originally from Portland which is on my way going south. We exchanged our contact informations and I kept going to chatch the next ferry. I couldn´t make it all the way to Olympia that day but I found a nice family in Steilacoom who offered to host me for one night.
On monday I arrived in Olympia before noon so that I had some time to explore the town. While I was walking around I found the best store ever: Finders Keepers. It´s a shop where several people are renting some space to sell all diffenrent kind of things, used things, antiques, clothes, jewelry etc. It was like a little but huge flea market. The store was so fully packed with stuff that every time you went through the same alley again you would see something new what you didn´t notice the first time you went through there. It´s good (unfortunately ;) ) I´m travelling with my bike..otherwise I would have spent a lot of money there. Overnight I could stay with a friend of Joe, the guy I cycled with in Costa Rica/ Nicaragua.

From Olympia to Portland it took me two days. The second day of those (from Toledo to Portland) was the longest day on my trip so far with 133km. Exhausted but happy I arrived at the house where Zack lives with his family. Even though it was again sunny when I got there it was unfortunaley very changeable the next day and I could  explore Portland only with rain. Portland is still a really bikefriendly town and has an incredible amount of local breweries. The two of them I visited with Zack are doing a pretty good job.

I stayed one more day cause I badly needed to do some planning for the upcoming week and the next part of my trip. After a few hours spending on my laptop and with some maps it was all done and I could enjoy cooking some „Allgäuer“ potato soup for my hosts:)

BILDER- PICTURES: please click here

 

Advertisements

Hello USA!

Am Dienstag bin ich von Vancouver aus über die Grenze bis nach Bellingham in den USA gefahren, wo ich von super lieben warmshowerhosts empfangen wurde. Ich liebe couchsurfing aber auf dieser Reise ist warmshowers einfach großartig.

Auf meinem Weg Richtung Süden bin ich über Fidalgo Island und Whidbey Island gefahren. Meine hosts in Bellingham hatten mir die Route empfohlen und es war wirklich eine schöne Alternative. Es ist faszinierend wie die USA mich “begrüßt”, die Menschen hier sind bisher unglaublich freundlich und hilfsbereit. Ein Pärchen hat mir zum Beispiel ein paar Cookies gekauft als ich in der Nähe einer Bäckerei eine Pause gemacht hatte und ich wurde einige Male von Leuten eingeladen auf ihrem Grundstück zu übernachten. Ich weiß so etwas sehr zu schätzen und ich genieße es all diese Leute zu treffen.


On tuesday I crossed the border to the US and cycled all the way to Bellingham where I stayed with great warmshowerhosts again. I loved couchsurfing before but I´m really enjoying warmshower on this trip as well:)
On my way south I crossed to Fidalgo Island and Whidbey Island to have a prettier ride. My hosts in Bellingham did recommend it and it was beautiful.
I love the way the US is kind of welcoming me. People have been incredibly friendly to me. A couple for example bought some cookies for me when I was having lunch close to a bakery and I got invited a few times to stay somewhere. I appreciate it a lot and I love it to meet all those people.

BILDER- PICTURES: please click here

Great time in Vancouver B.C.

Am Dienstag (3.5.16) habe ich mich von Vernon aus auf den Weg gemacht und den Bus nach Langley genommen. Ich hatte auch dort im Jahr 2011 auf einer Farm ´Dragonfly Acres´ gewwooft, einer wundervollen Farm mit dem Friesen Hengst Otto. Es fühlt sich so an, als hätte sich überhaupt nichts verändert in den 5 Jahren, die ich weg war. Kanada ist einfach so wunderbar und wie ein zweites Zuhause für mich. Nach einem zweitägigen Besuch bin ich Donnerstag mit dem Rad nach Vancouver Downtown gefahren. Ich war froh, dass ich einen Radweg finden konnte, der unterhalb vom Skytrain Richtung Downtown führte. Es war wesentlich angenehmer auf einem Radweg anstatt auf einer verkehrsreichen Straße zu fahren. In Vancouver hatte ich mich mit Rachel und Trevor, die ich auf der Wanderung in Chile zum ´Base del Torres´ das erste Mal getroffen hatte, verabredet. Die beiden wohnen in Vancouver und ich konnte für ein paar Tage bei Trevor einziehen;) Wir hatten eine unglaubliche Zeit zusammen, wir sind gewandert, waren bummeln, haben Moose taccos gemacht und unser Leben genossen. Eigentlich wollten wir auf den Brunswick Moutain wandern, aber die Schneegrenze war zu niedrieg, sodass wir leider nicht bis ganz zum Gipfel gehen konnten. Es war dennoch eine unglaubliche Aussicht von dort. Danach sind wir noch zu den Shannon falls gefahren.

Am Sonntag habe ich mich mit Mike getoffen. Ich hatte auch ihn bei meinem Trip 2011 kennengelernt. Er ist für ein paar Stunden von Victoria nach Vancouver gekommen und wir sind den halben Tag durch Vancouver Downtown gelaufen und haben die Sonne genossen:)
Und diesmal konnte ich auch endlich an einem wunderschönen Tag auf den Grouse Moutain wandern. Das letzte Mal als ich in Vancouver war, war es wolkig und regnerisch, sodass ich total happy war, dass es diesmal geklappt hat. Obwohl ich Vancouver schon kannte, habe ich meine 4 Tage dort sehr genossen. Es war schön nochmal “zurück zu kommen” und ich hatte eine Menge Spaß mit Trevor und Rachel!


I left Vernon on tuesday (3.5.16) by bus going to Vancouver Langley. During my trip 2011 I worked there on a farm called Dragonfly Acres. I loved it so much that I went back to visit for two days. It feels like nothing had changed within the 5 years I was gone. Canada is so beautiful and it fells like my second home.  From Langley I cycled to Vancouver downtown on thursday. I was glad that I could find a nice bike trail underneath the skytrain which was way nicer than cycling on busy roads. In Vancouver I met up with Trevor and Rachel who I met in Chile the first time hiking up ´Base del Torres´. They are both living in Vancouver and I could stay at Trevors place. We had an awesome time.. doing some hiking, walking around, having Moose taccos and enjoying life. We wanted to hike up Brunswick mountain but unfortunately the snow line was to low so that we couldn´t make it to the top. We still had a great view. Afterwards we went to Shannon falls.
On sunday I could also meet up again with Mike, a guy I also met on my trip 2011 to Canada. He came over from Victoria, we walked around Vancouver downtown for hours and enjoyed the sunshine:)
And finally I could climb up Grouse moutain on a beautiful day. The last time I´ve been to Vancouver it was too cloudy to go up there so I was really happy I could do it this time.
I loved the 4 days I spent in Vancouver even though I kind of knew the city already. It was great coming back and I enjoyed my time with Rachel and Trevor so much!!!

BILDER- PICTURES: please click here

Urlaub in Vernon, BC

Als ich in Kamloops (Kanada) angekommen bin, wurde ich von meiner Freundin Cathy eingesammelt. Ich habe bei ihr im Jahr 2011, bei meiner ersten Reise nach Kanada gewwooft und wir sind seitdem in Kontakt geblieben. 2012 haben wir uns noch mal gesehen, als wir zusammen in Norwegen wandern waren. Es war schön auf der Reise mal jemanden zu treffen, den man schon kannte. Nicht so schön war, dass mein Gepäck nicht mit mir am Flughafen angekommen war, nur mein Fahrrad. Nachdem wir die Formalitäten geregelt hatten, haben Cathy und ich meine ersten paar Stunden in Kanada gleich für eine kleine Wanderung genutzt. Mein Gepäck wurde glücklicherweise am nächsten Tag nachgeliefert.

Es folgten zwei Wochen, mit einem Zuhause und eigenem Zimmer in Vernon, der Stadt in die ich mich schon damals verliebt hatte, weil sie einfach so viel zu bieten hat. Die Zeit wurde nicht nur zum relaxen genutzt. Wir hatten einige gesellige Abende, eine Party mit vollem Haus, es gab immer gutes Essen;) und ich habe unglaublich viele Ausflüge mit Cathy und auch mit Freunden von ihr gemacht. (Paddeln auf dem Okanagan Lake, Schneeschuhwandern, Radtouren, Wandern, Laufen gehen, Mountainbiking, noch mal Paddeln, ….) Ich habe die Zeit genossen, hatte aber langsam das Gefühl wieder weiterziehen zu müssen. Schließlich sind da noch ein paar andere Leute, die ich besuchen will und die Westküste der US wartet auch auf mich.


When I arrived in Kamloops (Canada) I got picked by my friend Cathy. I did wwoofing at her place on my first trip to Canada in 2011 and since then we stayed in contact. 2012 we met again cause we went together on a hiking trip to Norway. It was really great to meet someone on my trip I already knew. Not nice was the fact that my luggage didn´t arrive with me at the airport, only my bike. After the paperwork was done we spend my first few hours in Canada right away for doing a little hike. Thankfully my luggage got delivered to Vernon the next day.

The following two weeks were spent with a home and my own room in Vernon, the town I already fell in love with when I was there the first time cause it just offers so much. I didn´t only spend the time relaxing . We had many social evenings together, had a party with a full house, we always had good food;) and I went on a lot of excursions with Cathy and also with some friends of her. (kayaking on the Okanagan lake, snowshoeing, bike tours, going for a run, mountainbiking, and once again kayaking,….) I really enjoyed my time in Vernon but I felt like I should continue. There are still a few other people to visit and the west coast of the US is waiting for me:)

BILDER- PICTURES: please click here