Little Brompton gives up

Wie in meinem vorherigen Blogeintrag erwähnt, ist es ziemlich heiß hier und das Klima ist tropisch und schwül. Wir haben uns also angewöhnt, wie ich es schon “damals” in Costa Rica gemacht hatte, früh zu starten und die Mittagshitze zu vermeiden. So sind wir morgens vor der Sonne und allen anderen auf der Straße, was ziemlich angenehm ist und können guten Gewissens gegen 9/ 10 Uhr für eine Weile stoppen, wenn es zu warm wird.

Malaysia ist ein ziemlich günstiges Land zum Reisen. Die Gesamtkosten von 25$AUS, die ich in Australien für die gesamten drei Monate für Übernachtungen ausgegeben habe, kann ich dennoch nicht toppen. Da es hier in der Hitze nach einem schweißtreibenden Tag auf dem Rad nicht sehr angenehm ist zu zelten, haben wir bislang nachts ein Zimmer genommen. Die Preisspanne dafür liegt bis jetzt zwischen 7€ und 15€ pro Nacht für uns Beide zusammen, größtenteils für ein Zimmer mit Bad und Klimaanlage. Um die Energiereserven wieder aufzufüllen stoppen wir meistens 3 mal am Tag in einen der vielen kleinen Restaurants am Straßenrand. Dort geben wir im Durchschnitt 2-3 € für Essen +Getränk für uns Beide aus. Für mich ist es auf dieser Reise eine ganz neue Erfahrung nicht zu kochen und keinen Haferschleim zum Frühstück zu haben. Manchmal ist es sogar ziemlich schwer, wenn man hungrig und erschöpft vor dem riesen Menü steht, was man anfangs nur halbwegs lesen konnte und entscheiden soll, was man essen möchte. Zum Frühstück ist das malaysische Brot, Roti Canai genannt, sehr lecker. Es wird aus Wasser, Mehl, Öl und Salz hergestellt, sieht aus wie ein Pfannkuchen und man bekommt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Es wird beispielsweise mit Ei, Banane, Sardinen, süß oder ohne alles gebraten. Serviert wird es mit es mit Dahl (indischer Soße aus Linsen hergestellt) oder mit der Soße von einem Curry.

Schon den ersten Tag, nachdem wir die Grenze überquert hatten, schwächelte Hamishs Fahrrad leider ein bisschen. Hamish hatte sich entschieden sein faltbares Brompton Fahrrad mitzunehmen, falls er auf Grund seines Fußes auf den Bus umsteigen muss. Er war schon vorher einmal damit getourt, als das Rad noch etwas jünger war. Diesmal schien es nach und nach den Geist aufzugeben.
Tag 1: Eine Speiche hinten gebrochen
Tag 2: Eine Speiche vorne, eine Speiche hinten gebrochen
Tag 3: Pausentag, beim Speichen einstellen, eine Speiche vorne gebrochen
Somit waren die mitgebrachten Ersatzspeichen aufgebraucht. Am Tag 4 haben wir Fahrräder getauscht, da ich ein paar Kilo leichter bin und es die Speichen vielleicht ein bisschen entlasten würde. Als wir nach 50km zum Frühstück gestoppt haben, sind plötzlich ohne, dass auch nur einer auf dem Rad saß, zwei Speichen hinten gebrochen. Game over. Ein Plan B musste her. Hamish ist mit dem Bus nach Kuantan, der nächst größere Stadt an der Ostküste gefahren und ich bin mit dem Fahrrad weiter. Nach meinem bislang längsten Tag auf meinem gesamten Trip (143km) bin ich schon am nächsten Tag ebenfalls in Kuantan angekommen. Nach etwas Hin-und Herüberlegen haben wir am Montag dann einen Tagesausflug mit dem Bus nach Kuala Lumpur, der an der Westküste gelegenen Hauptstadt,  gemacht. Hamish hat ein neues Fahrrad gekauft und sein altes nach Hause geschickt. Am Dienstag ging es also weiter, Hamish auf seinem neuen, pinken, vielleicht auch lila farbenden Brompton(es war im Angebot).
Wir sind bis Chareting gefahren, wo mich dann endgültig eine dicke Erkältung eingeholt hat. Wir haben daraufhin in dem kleinen Ort zweieinhalb Tage Pause gemacht, bevor es Freitag noch ziemlich verschnupft weiter ging. Ich kann einfach nicht still sitzen.


The english version follows! Sorry

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Singapore- Gateway to Malaysia, my 11th country

Für alle Leute, die noch nie in Asien waren (wie ich), soll Singapur die „sanfte Art und Weise sein“, anzukommen. Es ist eine sehr moderne, saubere und entwickelte Stadt, in der man trotzdem Wohnviertel und Lebensweisen unterschiedlichster Art findet. Während unserer drei Tagen dort, haben wir versucht so viele Gegenden, wie möglich zu erkunden und uns an die extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen.

Um vom Singapur nach Malaysia zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten. Man fährt entweder über die Brücke, die die beide Länder miteinander verbindet oder man nimmt ein Boot von der nördlichen Spitze Singapurs nach Malaysia. Wir haben uns für das Boot entschieden, was jedoch die Besonderheit hat, dass es zu keinen geregelten Zeiten abfährt. Sobald zwölf Leute am kleinen Fährenterminal erscheinen, geht es los. Wie hatten Glück, dass wir nach schon 1,5 Stunden mit nur 3 Leuten losgefahren sind. Normalerweise muss jemand die Kosten für die fehlenden Gäste übernehmen, wenn man eher ablegen möchte. Vielleicht hatte der Bootfahrer ja aber Feierabend oder eine Verabredung in Malaysia, wer weiß. Die Einreise in mein nun schon elftes Land war super einfach. Es wurde weder nach Einreisegrund, Dauer oder Adresse gefragt, geschweige denn wurde das Gepäck kontrolliert. So ging das ganze wenigstens schön flott.

Die Temperatur draußen hatte sich durch die 45-minütige Bootsfahrt nicht sonderlich geändert. In der prallen Mittagshitze haben wir also unsere ersten Kilometer in Malaysia zurückgelegt. Schnell aufgefallen ist, dass die südliche Ostküste Malaysias durch Palm-Öl Plantagen geprägt ist. Für etliche Kilometer sieht man einfach eine Palme nach der Anderen. Wenn man so vor sich hin fährt stellt man sich dann auf einmal die Frage, aus welchem Teil der Palme wohl das Öl gewonnen wird. Obwohl sich die Palmen auf den Feldern in der Größe unterschieden haben und wir zuerst vermutet haben, dass vielleicht der ganze Baum zur Gewinnung gefällt werden muss, lagen wir falsch. Es sind die Früchte, die geerntet werden und aus denen das Öl gewonnen wird.

Nach einem langen ersten Tag, glücklich, zurück auf dem beladenen Fahrrad, hat das Essen und erst recht meine künstlich aromatisierte Bananenmilch, die ich einfach kaufen musste, gleich doppelt so gut geschmeckt.


For all the people who haven’t been to Asia (like me), Singapore is supposed to be the “gentle way” to arrive. It is a very modern, clean and developed city, where you can still find a lot of different urban areas and different lifestyles. During our three days there, we tried to explore as many areas as possible and we also attempted to get used to the extreme heat and humidity.

There are two ways to get from Singapore to Malaysia. You can either go over the bridge which is connecting the two countries or you take a boat from the eastern tip of Singapore to Malaysia. We decided to take the boat even though it had the downside not having a fixed schedule – it leaves as soon as there are twelve people ready to leave at the small ferry terminal. We were lucky that we only had to wait 1.5 hours, departing with only 3 people. Normally, someone has to pay the costs for the missing passengers if you want to leave before there are 12 passengers. Perhaps it was the last ride for the captain that day or he had an appointment in Malaysia… who knows. The entry into my 11th country was super easy. The officer didn´t ask for the reason to enter Malaysia, nothing about how long we were going to stay or an intended address.. and our bags didn´t get checked either. So we sped through customs very quickly.

We started our cycled our first kilometers in the blazing Malaysian midday heat. We noticed soon that the southern east coast of Malaysia is dominated by palm oil plantations. For a kilometers on end you see palm tree after palm tree. While we were riding along we began to wonder from which part of the palm tree the oil is extracted. Because I saw quite a few fields with different sized palm trees along the way, I first guessed that perhaps the whole tree is felled for extraction. It turned out I was wrong. It is the fruit that is harvested and from which the oil is extracted.

After a first long day back on my loaded bicycle, the food, and even more so, my artificially-flavored banana milk, which I had to buy when I layed eyes on it, tasted twice as good.

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