Cheating on my way back to Wellington

Nachdem mich meine Eltern abgesetzt hatten, ging es wieder auf dem Fahrrad weiter. Ich bin von Queenstown durch die Kawarau Gorge nach Cromwell und von dort durch die Cromwell Gorge nach Clyde gefahren. Die Strecken waren zwar landschaftlich ziemlich schön, aber die Straße hat sie durch die Schluchten (Gorge) irgendwie noch enger angefühlt. Wahrscheinlich musste ich mich nach zwei Wochen im Camper Van auch erstmal wieder ein bisschen an die ganzen verrückten Autofahrer gewöhnen;) In Clyde angekommen ging es auf dem  ´Otago Central Rail Trail´ weiter, worauf ich mich schon gefreut hatte. Es lagen nämlich 150km auf einer alten, zu einem Radweg umgebauten Bahnstrecke vor mir. Der Trail führt durch wunderschöne Landschaften und hat ausnahmsweise keinen einzigen steilen Anstieg. Yeai;) Es war zwar windig aber mit viel Sonnenschein habe ich die zwei Tage dennoch genossen. Einen Tag später war ich dann auch schon wieder in Dunedin, wo ich ja vor etwa zwei Wochen erst war.  Ab Dunedin ging es gefühlt größtenteil als Anhalter weiter. Es gab Teile, die ich nicht unbedingt mit dem Fahrrad fahren wollte, da ich sie entweder schon vom Camper Van aus gesehen hatte, sie landschaftlich nicht wirklich reizvoll waren oder es sehr viel befahrene Straßen waren.
Nach einem Tag Trampen und zwei Tagen radeln war ich in Darfield in der Nähe von Christchurch angekommen. In Christchurch habe ich mich am nächsten Tag noch ein letztes Mal mit meinen Eltern getroffen, bevor es für sie Sonntag zurück nach Deutschland ging.
Christchurch ist noch sehr geprägt von dem Erdbeben. Viele Häuser sind leer, weil sie nicht mehr betreten werden dürfen, es gibt viele Baustellen und immer wieder leere Schotterflächen zwischen den Häusern, wo einst einmal ein Haus gestanden hat. Ich habe allerdins nur einen so geringen Teil von Christchurch gesehen, dass ich euch kein wirklich detailiertes Bild geben kann. Es gibt auf jeden Fall einen schönen Park, wo ich mit meinem Eltern ein Picknick gemacht und die Sonne genossen habe.

Von Darfield bin ich LEIDER auf Grund von Wetter und starken Winden über den Arthur´s Pass getramt (was ich eigentlich so sehr mit dem Rad machen wollte) , zurück zur WET Coast, zwischendurch mal wieder geradelt, Richtung Norden, bis nach Picton und gestern mit der Fähre zurück nach Wellington. Es ging nun doch schneller als gedachte, aber irgendwie war es auch langsam Zeit wieder zurück zur Nordinsel zu kommen. Ich möchte hier noch genug Wochen haben, um einige Radwege/ ´back roads´ zu nehmen und zwischendurch wandern zu gehen. Mit wieder einigen guten Tipps von meinem host Stuart in der Tasche, nehme ich nachher den Zug aus Wellington raus und morgen geht es hier auf der Nordinsel weiter.


My parents had dropped me off in Queenstown from where I travelled on again by bike. I cycled from Queenstown through the Kawarau Gorge to Cromwell and from there through the Cromwell Gorge to Clyde. Although the routes were quite scenic, the roads through the gorges felt tight. After two weeks in the campervan I had to once again get used to all the crazy car drivers;)
The ‘Otago Central Rail Trail’, which I had been looking forward to, started in Clyde. The trail runs 150km along an old railway track, which has been converted into a cycle track. It leads through beautiful landscapes and has, exceptionally, no single steep ascent. Yey! ;) It was very windy but a lot of sunshine made the two days enjoyable nevertheless. A day later, I was back in Dunedin, where I had been only two weeks earlier. From Dunedin it felt much felt as hitchhikers continued. There were parts that I did not necessarily want to ride by bike, as I had seen them from the campervan –  the roads were not very scenic or where they were scenic they weree very busy. After a day hitchhiking and two days cycling I arrived in Darfield near Christchurch.
I travelled in to Christchurch to meet my parents on their last day before they flew back to Germany for her Sunday. Christchurch is still very much affected by the earthquake. Many houses are empty because they are no longer allowed to be entered due to safety concerns. There are many construction sites and empty spaces between houses where now destroyed houses once stood. I have only seen a small a part of Christchurch so I can not give you a really detailed picture. There is definitely a nice park, where I had a picnic with my parents and enjoyed the sun.
From Darfield, I hitched a ride through the Arthur’s Pass back to the WET Coast. I had really wanted to do ride the pass by bike, but bad weather and strong winds put a stop to that. intersected by the north again, to Picton from where I caught the ferry back to Wellington. It was now faster than thought, but somehow it was also slow time to come back to the North Island. I would had liked to have enough weeks here to take some bike trails / ‘backroads’ and walk between them. Once again I got some good travel tips from my host Stuart for the journey north. I will take the train from Wellington to Palmerston North tomorrow and continue from there up the North Island.

BILDER–PICTURES:please click here

Two weeks, one family and a campervan

Es ist schwer, zwei Wochen, die so vollgepackt waren mit Erlebnissen, Situationen, Emotionen, Orten und Unternehmungen in einem Blogeintrag unterzukriegen. Ich werde euch versuchen eine grobe Zusammenfassung zu geben, aber das meiste einfach mit Bildern wiedergeben oder ausnahmsweise mal für mich behalten:)

Ich kann euch sagen, dass ein Familienurlaub ganz schön anstrengend sein kann, nachdem man sich ein Jahr lang so alleine in der Weltgeschichte rumgetrieben hat. Es dauerte ein wenig bis sich alles eingespielt hatte und es gab zwischendurch immer mal die eine oder andere Zickerei. Schließlich trafen auf einmal vier Meinungen oder Ansichten aufeinander. Aber ich will nicht zu schlecht reden, denn wir hatten eine unglaubliche Zeit zusammen und es war insgesamt sehr schön einen kleinen Familienurlaub in meine Weltreise einbauen zu können. Ich habe sowohl die Zeit vorher alleine mit meiner Schwester genossen, als auch die Zeit mit der ganzen Familie. Wir haben viele Wanderungen zusammen gemacht, Viewpoints und touristische Punkte abgeklappert und an einigen super schönen und auch abgelegenen Plätzen gecampt. Das Wetter war leider nicht immer ganz auf unserer Seite. Auch wenn es auf den Fotos wieder meistens sonnig aussieht, hatten wir einige viele Tage und Nächte, in denen es einfach nicht aufhören wollte zu regnen oder zu stürmen. Diese regnerischen Abende haben wir dann gemütlich im Camper Van gesessen, Karten gespielt oder die nächsten Tage geplant. Tagsüber, wenn es mal wieder in Strömen regnete, wusste man es dann erst recht zu schätzen mit einem motorisierten Fahrzeug unterwegs zu sein.

Nachdem Natascha und ich uns in der Nähe von Twizel mit meinen Eltern getroffen hatten, wurde Nataschas und mein ganzes Gepäck im Innenraum des Camper Vans verstaut und die Fahrräder auf einen sehr unstabil wirkenden Fahrradträger geschnallt. Los geht´s.. Neuseeland im Camper Van.
Unsere Route war: zum Mount Cook, von dort Richtung Oamaru zur Ostküste, an der Küste nach Süden, an Dunedin vorbei, an der Catlins Coast entlang durch Invercargill. Von dort aus ging es auf der Scenic Route weiter nach Te Anau und zum Milford Sound. Im Milford Sound konnte meine Ma endlich ihr Geburtstagsgeschenk einlösen, was sie letztes Jahr im Mai von meiner Schwester und mir zu ihrem 50. bekommen hatte- eine Bootstour im Milford Sound. Ausnahmsweise und zum Glück hat das Wetter mitgespielt und es war ein atemberaubender und langer Tag, mit Bootstour, Wildlife 2m entfernt von uns, einer 6-stündigen Wanderung, spätem Abendessen, einer Packung Eis und einem kühlen Bier:)  Wieder aus dem Milford Sound zurück, haben wir uns von Natascha verabschiedet, die von dort aus alleine weiterziehen wollte. Meine Eltern und ich sind noch zusammen weiter nach Queenstown gefahren. Nach einem Abstecher hoch nach Glenorchy und bis zum Routeburn Track, ein paar Wanderungen und einem Sprung in den kalten See, hieß es am 1. Februar auch für mich Abschied nehmen. Meine Eltern erkunden noch 10 Tage genau die Gegend, die ich schon per Rad bereist hatte und fliegen dann auch schon wieder zurück nach Deutschland. Wie schnell die Zeit doch vergangen ist. Ich bin seit Queenstown also auch wieder alleine mit meinem Rad unterwegs und bin (wieder) Richtung Osten gefahren. Ich plane in den nächsten Wochen die Nordinsel zu erreichen, um dort an der Westküste zurück nach Auckland zu fahren. Ein bisschen Zeit habe ich ja schließlich noch bevor ich meinen Flieger nach Australien nehme.


It is hard to get two weeks so packed with experiences, situations, emotions, places and activities to fit into a single blog entry. I will try to give you a rough summary, upload a lot of pictures and exceptionally keep everything else to myself.
I can tell you that a family holiday can be quite exhausting after spending a year alone in the world. We had some disagreements and it took a little time until everything worked out. Finally, four opinions or views met. But I don´t want to talk too negatively, because we had an incredible time together and it was overall very nice to be able to have a small family holiday as part of my world trip. I enjoyed the time alone with my sister beforehand, as well as the time with the whole family. We had many walks together, saw lots of viewpoints and pretty places and camped in some super beautiful and remote places. The weather was not always on our side. Even though the pictures look sunny again, we had a few days and nights when it did not stop raining. During these rainy evenings we sat comfortably in the campervan, playing cards or planning the next days’ events. During the day, when it rained once again, I appreciated the comforts and dryness of a motorized vehicle.
After Natascha and I had met with my parents near Twizel, our luggage was stowed in the interior of the campervan and the bicycles were strapped onto a very unstable bicycle carrier. Let’s go … New Zealand in a campervan.
Our route was: Twizel to Mount Cook, to Oamaru on the east coast, along the coast to the south, past Dunedin, along the Catlins Coast to Invercargill. From there, on the Scenic Route, we headed for Te Anau and Milford Sound. At Milford Sound, my mother finally managed to redeem her birthday present, which she had received last year in May from my sister and me for her 50th – a boat trip in Milford Sound. Luckily the weather played along and it was a breathtaking and long day, with a boat trip, wildlife we´ve seen just 2m away from us, a 6 hour hike, late dinner, a container of ice cream and a cool beer :) Returning from Milford Sound, we said goodbye to Natascha the next day, who wanted to travel alone from there on. My parents and I went on together to Queenstown. After a trip up to Glenorchy and the Routeburn Track, a few hikes and a jump into the cold lake, I said goodbye to my parents on February 1st. They are still exploring the area, which I had already seen by bike, for 10 days, and then fly back to Germany. How fast the time has passed. Since Queenstown I’ve also been traveling alone with my bike again and have ridden east (again). I plan to reach the North Island in the next few weeks, to return to Auckland by riding up the West Coast. I´m glad I still have a few weeks left until I take the plane to Australia.

PICTURES- BILDER:

Mt Cook, Mueller hut, Clay cliffs: please click here

The east coast down from Oamaru, Catlins: please click here

Milford Sound, hiking, Queenstown: please click here