3000km

Die 3000km sind geknackt!  —  3000km are done!

In La Fortuna habe ich noch einen heißen Fluss in der Nähe vom Vulkan Arenal besucht und El Salto, was ebenfalls ein Ort an einem Fluss ist, aber einem kalten Fluss.

Zurück in San José hatte ich nach einem Monat dann tatsächlich das erst Mal Regen und habe es genossen als ich mit dem Rad von Downtown wieder zu Michele und Jan gefahren bin. Das Rad ist wieder verpackt und morgen geht es zum Flughafen:)


In La Fortuna I went to a hot river close to the vulcano und also visited a place called El Salto which is at a river as well.. but a cold one though.

Back in San José it was finally raining the first time after a month. I enjoyed cycling in the rain from downtown back to the house where Michele and Jan live. The bike is packed up again an tomorrow I´m going to the airport:)

BILDER- PICTURES: please click here

Zurück nach Costa Rica mit Stopp: Laguna de Apoyo und Vulcano Mombacho

Um am 19.4. meinen Flieger von San José nach Kanada zu kriegen, musste ich mich nun langsam wieder auf den Weg zurück nach Costa Rica machen. Da ich aber nicht den selben Weg zweimal mit dem Rad fahren wollte und Ausweichmöglichkeiten für eine so geringe Zeitspanne eingeschränkt sind, habe ich mich mit dem Bus auf dem Weg gemacht. Bus zu fahren und die Haltestellen sind für mich fast anstrengender als das Radfahren. An den großen Busstationen sind super viele Leute, die mit Sack und Pack irgendwo hinfahren wollen. Die Busse werden laut angepriesen und man selbst oder das Rad wird von den unterschiedlichen „Busbetreuern“ (einer Person, die zusätzlich zum Busfahrer mitfährt) regelrecht zu irgendeinem Bus gezerrt. Wenn man dann einen Bus gefunden hat, der in die richtige Richtung fährt und nicht lächerlich viel Geld extra für das Fahrrad verlangt, wird das Gepäck (meistens auf dem Dach des Busses) verladen und man wartet im warmen Bus bis es los geht. In der Zwischenzeit geht gefühlt jede Minute eine neue Person einmal durch den Gang und versucht Snacks, Trinken und auch sämtliche andere Sachen zu verkaufen. Einige Verkäufer machen ihre Geschäfte sogar durch die Fenster, anstatt in die Busse zu gehen. Leere Plastiktüten von Getränken oder Snacks werden danach einfach aus dem Fenster geschmissen.

Ich habe also den Bus über Managua bis zum Abzweig zur Laguna de Apoyo genommen, die ich noch unbedingt besuchen wollte. Es ist ein See, der in einem nicht mehr aktiven Vulkankrater liegt und super klares und erfrischendes Wasser zum Schwimmen bietet. Nachdem ich den Tag und die Nacht dort in einer der am Wasser gelegenen Unterkünfte verbracht hatte, habe ich am zweiten Tag Kevin und Julio kennengelernt. Die Beiden wohnen in Granada, wo Julio eine Bäckerei hat, in der ich für eine Nacht unterkommen konnte. Aus einer Nacht wurden zwei, da die beiden super nett sind und ich noch den Mombacho Vulkan in der Nähe von Granada besuchen wollte. Schließlich hatte ich mir ja vorgenommen wenigstens einen Vulkan zu besteigen. Es war eine ganz schön anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit, die knapp 7 km mit einer unglaublichen Steigung hoch zu wandern. Und auch wieder runter zu gehen war nicht gerade ein Vergnügen. Die Aussicht, die einen oben erwartete und der tropische Nebelwald waren allerdings eine gute Belohnung. Der Muskelkater folgte am nächsten Tag;)

Es ging weiter mit Bussen über die Grenze bis nach Tilaran, wo ich mal wieder bei den sehr freundlichen Bomberos übernachten durfte. Mein Plan war von dort mit dem Rad um den Lago Arenal bis nach La Fortuna zu fahren. Da ich mir allerdings schon wieder eine kleine Erkältung eingefangen hatte, habe ich die Vernunft siegen lassen und den Bus genommen. Die Gegend um den See ist sehr grün und erfrischend im Vergleich zu den vielen trockenen Landschaften in Nicaragua. An der Straße direkt am Vulkan entlang findet man etliche Spa´s und Lodges, eine größer und luxuriöser als die Andere. La Fortuna selbst ist zwar sehr überschaubar aber super touristisch. Gefühlt sind alle Souvenirshops Costa Ricas in La Fortuna und Anbieter von Freizeitaktivitäten, wie geführten Wanderungen oder zip lining canopy Touren scheinen kein Ende zu nehmen.

Anstatt in einer der teuren Lodges wohne ich gerade bei meinem ersten Warmshowers host. Eine super Erfindung für Radfahrer, die ähnlich wie Couchsurfing funktioniert. Am Sonntag mache ich mich dann mit dem Bus auf den Weg nach San José zu Michele und Jan und am 19.4. geht es wie gesagt auch schon wieder zum Flughafen. Auf nach Kanada:)


 

To catch my plane from San José to Canada I slowly needed to get back to Costa Rica. I didn´t want to cycle the same road twice going back south and without having too much time for other alternatives I decided to take the bus. Taking the bus and the bus stations for me was even more exhausting than riding my bike. There are many people at the big bus stations who want to go somewhere with a lot of luggage. Every bus has a busdriver and one guy who is helping the driver with loading the luggage and during the ride. Those guys do kind of dragging you to their bus so that you take exactly this one. When you found a bus which goes in the right direction and it´s busdriver doesn´t charge you a ridiculous amount of money for the bike, the luggage gets loaded (mostly on the top of the bus) and you are waiting for the departure in the warm bus. During this time it seems like every minute there is a different person going through the bus trying to sell snacks, drinks or any other things. Some of those people even sell things trough the window from the outside instead of going into the bus. Empty plasticbags of drinks or snack get throwed out of the window afterwards.

So I took the bus from Managua to the crossing to Laguna de Apoyo what is a place I really wanted to visit. It is a lake which is located in an old valcano crater and which offers nice clean and refreshing water for swimming. After spending the day and the night in one of the hostels at the waterfront I´ve met Kevin and Julio the next day. Both of them are living in Granada where Julio runs a bakery and where I could stay the following night. One night turned into two nights cause both of them were really nice and I still wanted to visit the Mombacho vulcano close to Granada. Finally cause I was planning to hike up a vulcano at some point. It was a pretty hard, exhausting and arduous matter to climb up the 7 km with an incredible incline. Even going downhill afterwards was not fun. But the view from the top and the cloud forrest were definitely worse it. The sore muscels followed the next day.

I continued with the bus all the way to Tilaran including the border crossing. In Tilaran I could stay again with the very nice bomberos. I was planning to cycle around the lake Arenal to La Fortuna. But I got a little cold again which made me decide to rather take the bus than the bike. The area around the lake is very green and refreshing compared to the dry parts in Nicaragua. Along the road close to the vulcano you find many expensive Spa´s and lodges, one bigger and more luxury than the other. La Fortuna is a little touristic town. It seemed like all Souvenir stores of Costa Rica are located in La Fortuna. And you also find a lot of places where they offer all kind of outdoor activities like zip lining canopy or hiking tours.

Instead of staying in one of the expensive lodges I´m staying with my first warmshowers host. Warmshowers is similar to couchsurfing but only for cyclist. On Sunday I will take the bus to San José where I can stay again at Micheles and Jans place. My plane goes on april 19. Canada here I come:)

BILDER- PICTURES: please click here

Managua + Leon

In Managua habe ich ungeplanter Weise 3 Tage verbracht. Vorher hatte ich mich von Joe verabschiedet, der sowieso ab Managua in eine andere Richtung weitergefahren ist. Ich brauchte einfach mal ein bisschen Zeit an einem Ort und bin bei Freunden von dem Exfreund von Alana aus Santiago untergekommen. Den ersten Tag konnte ich glücklicherweise meinen Gepäckträger reparieren lassen. Er wurde für noch nicht mal 3€ geschweißt und wieder angebaut, wobei es am längsten gedauert hat, das Kabel für das Rücklicht wieder zurück in das Rohr zu verlegen. Den nächsten Tag habe ich versucht Downtown Managua ein bisschen mit dem Fahrrad zu erkunden, aber es relativ schnell und auch ein bisschen genervt aufgegeben.

Managua, die Hauptstadt von Nicaragua ist für mich hier bislang der unerträglichste Ort. In der Stadt ist unglaublich viel Verkehr unterwegs, die Abgase, die teilweise schwarz aus den Auspuffen kommen scheinen gefühlt durch die Hitze auf die Straße gedrückt zu werden. Arme und reiche Viertel treffen unter anderem durch eine Straße getrennt aufeinander und die Unterschiede sind gewaltig. In einigen Teilen der Stadt findet man schicke Häuser, zweistöckig mit grünem Garten, komplett umzäunt und bewacht durch einen Guard. Im nächsten Moment aber fährt man an einem Viertel vorbei, wo die Menschen in kleinen Hütten wohnen, die aus Holz, Stein und Wellblech zusammengezimmert sind. Die Pflanzen dazwischen sind braun, da es nicht genug regnet und die Wege und trockenen Bachläufe sind übersät mit Müll. Es scheint keinerlei „System“ zu geben, wie die Stadt aufgebaut ist. Ein touristisches oder schönes Downtown habe ich auch nicht gefunden. Dafür habe ich aber den Roberto Huembes Market und die Wasserfront (ein totaler Kontrakt zum Rest der Stadt) besucht. Der Roberto Huembes Market war interessant. In mehreren riesigen Hallen wird einfach alles verkauft, was man sich vorstellen kann. Von Fisch, Fleisch (natürlich nicht gekühlt), über Obst und Gemüse, Essen, Blumen bis hin zu Spielzeug, Haushaltswaren, Kleidung und Werkzeugen. Ich hatte Schwierigkeiten mein Fahrrad durch die super engen Gassen hindurch zu schieben, aber der Markt und die Nachbarschaft waren definitiv Orte, wo ich mein Rad nicht draußen anschließen wollte. Ich bin nachmittags völlig geschafft von so vielen Eindrücken wieder bei Miguel und Alexis zuhause angekommen. Das Nichtstun am Tag darauf war super.

Nicht nur auf dem Markt ist die Vielfältigkeit an Verkaufsgegenständen groß. In Nicaragua kann man auch auf der Straße so ziemlich alles kaufen. Zum einen findet man kleine Stände am Straßenrand, die nicht nur Obst und Gemüse anbieten, sondern auch warmes Essen, Getränke aus Plastiktüten oder Snacks. Zum anderen gibt es aber zum Beispiel auch Leute, die bei der roten Ampelphase zwischen den Autos herumlaufen und Werkzeuge, Reifen, Reiniger, Gürtel, Backwaren, Haushaltsmittel oder auch Elektronikgeräte versuchen zu verkaufen. Jeder scheint irgendwie Geld machen zu wollen. Ich unterstütze dabei nur die Obst- und Gemüsestände. Alles was man kauft muss man ja schließlich auch auf dem Rad transportieren.

Am 7.4. habe ich es aufgeladen mit neuer Energie bis Leon geschafft, einer Stadt, die Ähnlichkeit mit Granada hat, allerdings etwas größer ist und nicht ganz so viel Charme hat.

Jedes Mal, wenn man wieder mit dem Rad unterwegs ist, fällt einem auf, dass eine Hauptbeschäftigung der Nicaraguer beim Autofahren das Hupen ist. Ich habe allerdings noch nicht endgültig verstanden wieso, wann, wie oft, in welchem Rhythmus und warum gehupt wird. Als Radfahrer sollte ich langsam daran gewöhnt sein, da viele Autos auf den Straßen schon seit Beginn meiner Reise beim Vorbeifahren ein-, zweimal hupen. Aus den Gesten und einem Winken, was ich das eine oder andere Mal gesehen habe, würde ich schätzen, dass es größtenteils als Zeichen der Anerkennung oder als Gruß gemeint ist. Was die Leute sich hier dabei denken, weiß ich nicht. Es wird einfach jeder und alles angehupt.

Von Leon aus bin ich mit dem Fahrrad das erste und einzige Mal zur Küste in Nicaragua gefahren. Las Penitas ist ein sehr niedlicher Ort mit schönem Strand und riesigen Wellen. Ich habe gleich wieder Bekanntschaft mit ein paar anderen Reisenden gemacht, mit denen ich einen entspannten Tag verbracht habe.


In Managua it was time to say goodbye to Joe who was continuing in an other direction. I wasn´t planning to stay longer in Managua but in the end I did stay three days. I just felt like I needed to be at one place for a few days and I could stay in the house of some friends of the ex boyfriend of Alana from Santiago. The first day I luckily got my bike rack repaired. It got welded and assembled for not even 3€. The longest time they spent for putting the cabel for the back light back into the tube of the rack. The next day I tried to explore downtown Managua a bit with my bike. I dropped this idea quite fast and was also a little bit stressed out.

Managua, the capital of Nicaragua is so far the unbearable town I´ve been to. In town there is an unbelievable amount of traffic driving through the streets. Some of the fumes are totally black and seemed to get pressed down on the road caused by the heat. The poor and rich neighborhood are right beside each other sometimes only seperated by a road and the differences are huge. In some parts of the town you find nice and expensive houses with two stories, a green garden, completely fenced and secured by a gueard. Within the next moment you´re passing by another neighborhood of town where the people live in small sheds build out of wood, stones and corrugated sheets. The plants in between are brown cause it´s not raining enough and the dry courses of streams are littered with garbage. I think there is no system at all how this town is constructed or organized. On my tour around I couldn´t find a touristic or nice downtown. But I visited the Roberto Huembes Market and the waterfront (a totally contrast compared to the other parts of town). The Roberto Huembes Market was interesting. There were a few huge halls where nearly everything you can imagine got sold. You could find fish and meat ( of course not in a cooler), fruits and vegetables, food, flowers and also toys for kids, homewares, clothes and tools. I had troubles walking my bike through all the small alleys but the market and the neighborhood were definitely areas where I didn´t want to lock my bike somewhere outside. In the afternoon I arrived kind of exhausted of all the impressions during the day at the house of Miguel and Alexis. The following day of doing nothing was great.

The market is not the only place where the varity of goods is big. In Nicaragua you can buy nearly everything on the streets. On one Hand you find little stalls on the side of the road where they offer not only fruits and vegetables. They also offer warm food, drinks out of plasticbags or snacks. On the other hand there are also people walking in between the cars on the street when there is a red light trying to sell something. You can get tools, tires, cleaner, belts, bakery, home appliance and also electronic devices. Everyone tryes to make money with something. I only support the ones who are selling fruits and vegetables. Cause everything you but you need to carry on your bike afterwards.

On april 7 I could manage to cycle with renewed strength all the way to Leon, a town which is similar to but doens´t has as much charm as Granada. Everytime when I´m back on my bike I recognise again that one of the favourite activity of the people in Nicaragua is to honk while they are driving. I couldn´t figure out yet when, how often, in which rhythm and why people are honking. As a cyclist I should be used to fact by now that many drivers are honking one or two times when they are passing by like a lot did. Most of the times I saw gestures and people waving so that I would suggest that it´s mostly meant as a sign of appreciation or greeting. I don´t get it why people here are doing it the whole time.

From Leon I visited my first and only beach in Nicaragua. Las Penitas is a cute little town with a nice beach and huge waves. I´ve met some other travellers right away and spent a relaxed day with them.

BILDER- PICTURES: please click here

Hello Nicaragua

Nachdem ich mich Mittwochmorgen wieder mit Joe getroffen hatte, ging es zusammen weiter nach Norden. Da wir sehr früh gestartet sind, waren wir schon gegen 12 Uhr in La Cruz. Nach einem ausgiebigen Lunch haben wir uns ein ruhiges Plätzchen gesucht, um ein kleines Nickerchen zu machen. Durch die Hitze und das frühe Aufstehen ist man einfach zu müde, um der Möglichkeit eines Mittagschläfchens zu widerstehen. Wir haben noch etwas eingekauft, Abendessen gekocht und dann hinter der alten Feuerwehrstation unser Zelt aufgeschlagen. Am nächsten Tag ging es weiter zur Grenze nach Nicaragua. Auf der Straße zur Grenze und an der Grenze selbst standen sehr viele LKW´s, die darauf gewartet haben, die Grenzkontrolle zu passieren. Wir konnten glücklicherweise direkt bis zur Grenze vorfahren, wo wir erstmal 8$ bezahlen mussten, um Costa Rica überhaupt verlassen zu können.. eine gute Einnahmequelle. Der Grenzbereich in Nicaragua war etwas chaotisch. Auf einem großen Parkplatz waren LKWs und etliche Busse geparkt zwischen denen Reisende mit Gepäck herumgelaufen sind. Gleichzeitig waren dort aber auch unglaublich viele Einheimische, die versucht haben alles, was man sich nur vorstellen kann, an die Touristen zu verkaufen. Es gab Essen, Sonnenbrillen, Schuhe, Hängematten, Gürtel, Kleidung, Getränke oder Souvenirs. Natürlich konnte man bei einigen Herren, die mit einem Bündel Geld herumliefen auch gleich sein Geld wechseln. Wir sind erstmal zu einem kleinen Stand geflüchtet, um ein sehr günstiges Mittagessen zu verzehren; …um 9 Uhr morgens ;) . Aber beim Radfahren isst man schließlich immer wenn man Hunger hat oder sich die Gelegenheit bietet.

In Nicaragua konnten wir bei gefühlt immer steigender Temperatur nach kurzer Zeit Rivas und San Jorge erreichen. Von dort aus fährt eine Fähre zur Insel Ometepe. Die Insel besteht aus zwei Vulkanen ( Concepción und Maderas) und liegt im Lago de Nicaragua, dem größten See Mittelamerikas. Nach der Fährüberfahrt für weniger als 2€ haben wir es noch bis Balgüe geschafft, wo wir in einem Hostel untergekommen sind und uns das kalte Bier abends mehr als verdient hatten. Auf der Insel herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre und die Straße schlängelt sich mit kleinen Hügeln wie eine 8 um beide Vulkane. Sowohl auf den Concepción als auch auf den Maderas werden Wanderungen angeboten. Aufgrund der Hitze habe ich mich allerdings dagegen entschieden, die 1600m zu erklimmen. Es liegt sicherlich noch ein anderer Vulkan auf dem Weg, den ich motiviert mit Sauerstoffzelt hochlaufen kann;)
Joe und ich sind also am nächsten Tag mit dem Rad nach Moyogalpa gefahren, von wo aus wir die Fähre zurück nach San Jorge genommen haben. Die Straße nördlich vom Vulkan Concepción erwies sich über einige Kilometer als Schotterpiste. Und ich kann euch sagen, dass eine Schotterstraße bei den Temperaturen deutlich „schlimmer“ ist, als sie es in Chile war. Man kommt einfach viel zu langsam voran, gerade bergauf, um auch nur einen Hauch von Fahrtwind zu spüren, der einen ein bisschen abkühlt.
In San Jorge konnten wir hinter einem Hotel zelten und sind am Samstag weiter nach Granada gefahren. Was mir in Nicaragua auf den Straßen auffällt ist, dass Trampen wieder sehr verbreitet ist. Auf manchen Trucks stehen bis zu 15 Leute auf der Ladefläche, andere haben dort Stühle auf denen man sitzen kann und auch kleine Lastwagen werden zum Bus umfunktioniert. Alana hatte mir schon davon erzählt, da sie selbst oft getrampt ist, als sie hier gelebt hat.

Granada liegt ebenfalls am Lago de Nicaragua und ist eine hübsche Stadt mit vielen bunten Häusern. Im Zentrum findet man den Parque Central mit der bekannten Kathedrale und einer sehr lebhaften Straße mit Restaurants und Bars, die zum See hinunter führt. Granada ist auf jeden Fall einen Besuch wert, was sich wohl auch die zahlreichen anderen Touristen dachten, die in der Stadt unterwegs waren. Gestern sind wir weiter nach Managua gefahren, der Hauptstadt von Nicaragua. Dies machte sich unter anderen durch den zunehmenden Verkehr stadteinwärts und die teils dreispurigen Straßen bemerkbar. Leider ist mein hinterer Gepäckträger auf der Etappe gebrochen. Es ist schon lustig: Den ganzen Careterra Austral, auf dem etliche Träger anderer Radfahrer gebrochen sind, hat meiner überlebt. Und nun, auf einer asphaltierten Straße mit ein paar Unebenheiten bricht mein Träger. Momentan ist er notdürftig mit Kabelbindern repariert aber ich werde die Tage mal sehen, ob ich ihn reparieren lassen kann.


After I met Joe again on wednesday morning we went on north together. The early start made us reach La Cruz already at 12am. We searched for a quiet place for a nap after having a rich lunch. The heat and the early get up makes you feel so tired that you can’t resist the possibility of a nap. We bought some food, cooked dinner and built up our tents behind an old fire departement. The next day we went on to the border of Nicaragua. On the way to the border crossing were many trucks waiting to cross. We could luckily pass them. At the check point we had to pay 8$ just for leaving Costa Rica… a good source of income. The border area was somehow chaotic. A huge parking area was filled with trucks and busses with travellers walking in between with their luggage. At the same time it was crowded with local people who tried to sell everything imaginable to the tourists. There were food, sunglasses, shoes, hammoks, belts, clothing, drinks and souvenirs. Of course you could also change your money at some guys running around with a packet of money. We primaly escaped to a little shelter to eat a cheap lunch …at 9 in the morning ;) But spending the day on the bike makes you always eat when you feel like it and when you have the opportunity.

In Nicaragua we could reach Rivas and San Jorge after short time but with increasing temperature (at least that´s how it felt). In San Jorge leaves the ferry to the island Ometepe. The island lies in the biggest lake of central america and consists of two vulcanos (Concepción and Maderas). After going there by ferry for less than 2 euros we went on till Balgüe where we could sleep in a hostel and more than earned the cold beer in the evening. It’s a relaxed atmosphere on the island and the road curls around the both vulcanos like an eight with small hills. For both vulcanos there are offered guided hikes. I decided against climbing the 1600m because of the heat. There is definitely another vulcano on the way which I can climb motivated with oxygen tent ;)

So Joe and I continued to Moyogalpa the next day where we took the Ferry back to San Jorge. The road north of the vulcano Conceptión turned out to be a gravel road for a few kilometers. I can tell you that riding a gravel road with this climate is worse than in Chile. You are just to slow especiially going uphill to feel any airstream which cools you down at least a little bit.

In San Jorge we could camp behind a hotel and Saturday we made it all the way to Granada. One Thing I recognised in Nicaragua is that there are again many people hitchhiking, mostly locals. On some trucks there are 15 people standing on the back, some of them do even have chairs to sit on. Even bigger trucks get turned into buses. Alana told me about it before cause she also used it a lot when she lived here.

Granada is also located at the Nicaragua lake and is a pretty town with colourful houses. Downtown you find the central parque with the popular cathedral and a really lively street with bars and restaurantes going all the way down to the lake. Granada is definitely worth visiting. I guess that´s the reason for all the tourists you find downtown. Yesterday we went on to Managua, the capital of Nicaragua. It´s noticeable by the increasing traffic going into town and the partly three lanes of traffic. Unfortunately my back rack broke that day. It´s kind of funny: My rack survived the whole Caraterra Austral where so many racks of other cyclists broke. But now on a paved road with just a few little bumps my rack breaks. Right now it´s barely repaired with zip ties but I hope I can get it fixed within the next few days.

BILDER- PICTURES: please click here

Küste von Costa Rica

An dem Tag, an dem ich in Dominicalito losgefahren bin, habe ich unterwegs Joe aus den USA getroffen. Er ist ebenfalls mit dem Rad unterwegs, ist aber in Ecuador gestartet und fährt bis Mexico. Ich bin drei Tage mit ihm gemeinsam an der Küste entlang bis zum Abzweig nach San José gefahren.
Unterwegs haben wir an einigen Stränden angehalten, um Pause zu machen, zu essen oder schwimmen zu gehen. Geschlafen haben wir mal im Vorgarten eines älteren Herren in Quepos, bei einem Couchsurfinghost in Playa Hermosa oder in einer Cabina mit Pool, wo wir den Preis ein bisschen verhandeln konnten. Es war wieder mal sehr unterhaltsam mit jemandem zusammen zu radeln. Einen „besonderen“ Stopp, etwas abseits der Route, haben wir am Playa Mantas gemacht. Die Bucht ist ziemlich ruhig ohne viel Wellen und es sollte dort eine risiege Hüpfburglandschaft im Meer geben mit Trampolin, Rutsche und co. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Der riesen Spielplatz im Wasser kam mir zwar doch kleiner vor als erwartet, aber nach den bezahlten 30 Minuten hatte man durchaus genug von dem rutschigen und anstrengenden Spaß. Einige Kanten an der Hüpfburg waren sogar so scharfkantig, dass Joe einen Schnitt am Knie hatte und ich einen kleinen am Hacken. Vielleicht ist es für Erwachsene ja gefährlicher als für Kids :D Das Meer in dem Bereich der Küste ist übrigens keinesfalls erfrischend. Es erinnert eher an eine warme salzige Badewanne.

Bei dem Abzweig nach San José trennten sich unsere Wege erstmal, da Joe in die Hauptstadt musste, um ein paar Sachen zu erledigen. Ich bin auf dem Highway 1 weiter nach Norden gefahren. Die Straße, die auch als Teil des Panamerican bekannt ist und Hauptverbindungsstraße zwischen Norden und Süden ist, war unerwartet schmal und keineswegs so, wie ich mir den Highway vorgestellt hatte. Die Straße besteht aus je einer Fahrbahn pro Richtung, aber nicht mal dem kleinsten Seitenstreifen bis Canas. Es war super viel Verkehr unterwegs, was das Fahren nicht gerade zum Vergnügen gemacht hat. Trucks, Busse und Autos sind unglaublich dicht vorbeigerauscht. Einige davon haben vorher „netterweise“ ordentlich gehupt, bevor sie ungebremst und trotz Gegenverkehr vorbeigedonnert sind.

Nach zwei Tagen bin ich in Liberia angekommen, wobei mich der erste Tag wirklich geschafft hatte. In Liberia hatte ich glücklicherweise eine „lastminute Couch“ für zwei Nächte gefunden. Mein Host Randy hatte die beiden Tage noch andere Surfer bei sich, ein französisches Pärchen, was mit dem Auto herum reist. Wir beschlossen den nächsten Tag zu viert eine kleine Tour zu verschiedenen Stränden (Playa Hermosa, Playa del Coco and Playa Danta) zu machen und ein bisschen zu entspannen. Zwei von uns hatten dabei schon auf der Fahrt eine entspannte Liegeposition, da das Auto hinten zu einem Bett umgebaut ist. Es tat gut einen Tag mal nichts zu tun und das Meer in dem Bereich war wesentlich erfrischender, als weiter im Süden.  Am nächsten Tag wollte ich mich dann wieder mit Joe treffen, der in San José alles erledigt hatte und mit dem Bus nach Liberia gekommen ist. Da er auch nach Norden unterwegs ist, wollten wir zusammen nach Nicaragua, dem Land, in dem alles so viel günstiger sein soll, fahren.


The day I started in direction of Domonicalito I met Joe from the US on the way. He is also travelling by bike but started in Equador and heads towards Mexico. We shared the way for three days going by the coast up to a junction to San José.

On our way we stopped on various beaches for a break, to eat or just for swimming. We slept in the front garden of an elderly man in Quepos, at a couchsurfing host in Playa Hermosa or in a Cabina with pool where we were able to drop the price. It was nice to have some company again on the tour. We made a ‘special’ stop aside the route at the Playa Mantas. The bay is quiet and without many waves and it was said that there are bouncing castles with a trampoline and a slide in the water. We couldn’t miss that. The huge play area was smaller than expected but after the 30 minutes we payed for, we were tired out and had enough of this exhausting and slippery fun. Some parts of the bouncing castle were very sharp-edged which resulted in Joe having a cut at his knee and me on the heel. Maybe it’s more dangerous for adults that for kids :D The sea in this part is also unfortunately not at all refreshing. It reminds me more of a warm salty pool.

At the junction to San José Joes and my way parted for a while cause he had to go to the capital to handle some things. I went on north on the Highway 1. The street which is known as a part of the Panamerican and is a main connection of north and south wasn´t at all as I expected it. The road has one track in each direction and not a hint of a shoulder up to Canas. It had lot of traffic and driving wasn’t fun. The trucks, busses and cars went by very fast and closely. Some of them ‘nicely’ blew the horn before rushing by without decreasing speed or minding the contraflow.

The first day was hell but on the second I arrived in Liberia. In Liberia I luckily found a ‘lastminute couch’ for two nights. My host Randy had a french couple visiting at the same time who are travelling by car. We decided to make a tour to different beaches the following day and relax a little. Two of us were already in the car in a relaxed position lying in the back where a bed was built in. It was nice to do nothing for once the whole day and the sea was a lot more refreshing than further in the south. The next day I wanted to meet Joe again. He handled everything in San José and came to Liberia by bus. As he is also heading north we wanted to go together to Nicaragua which is said to be a lot cheaper than Nicaragua.

BILDER- PICTURES: please click here